Null-Punkte-Wochenende

Vorteil PreussenVorteil Preussen
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Wenig erfolgreich verlief

dieses Wochenende für den ECC Preussen Juniors Berlin, denn sowohl gegen den

Lokalrivalen FASS Berlin als auch in Leipzig ging man als Verlierer vom Eis.

Gegen FASS musste man mit 1:6 (0:1, 0:3, 1:2) vor 586 Zuschauern eine deutliche

Niederlage einstecken, wobei sich die Charlottenburger durch viele Strafzeiten

dabei selber schwächten. Drei Tore kassierten sie in Unterzahl (Aicher 23.,

Leciejewski 29., Kugler 31.), wobei sie sieben weitere Powerplays der Weddinger

schadlos überstanden, wenn man das erste Tor nicht mitrechnet, bei dem die

Strafzeit erst seit 5 Sekunden abgelaufen war (Fritschken, 17.). Dass das erste

Drittel dabei nur mit einem Ein-Tore Rückstand beendet wurde, lag wieder einmal

an der guten Leistung von Stefan Leibrandt, der das Fünffache an Schüssen

abbekam wie sein Gegenüber John. Auch wenn sich der weitere Spielverlauf

bezüglich erspielter Torchancen ausgeglichener gestaltete, wobei der ECC meist

mit gefährlichen Kontern auffiel, waren sie den Akademikern deutlich unterlegen.

Während die Preussen ihren einzigen Treffer in Überzahl erzielten (Mills, 43.),

ließen sie auch einen Gegentreffer zu: Doug Murray erzielte mit einem schönen

Solo das 1:5 (51.), das 1:6 von Leciejewski eine gute Minute später besiegelt

die Niederlage endgültig. 5:3 im ersten Derby, 1:6 im zweiten: „So ist

Eishockey. FASS war heute die bessere Mannschaft und hat verdient gewonnen. Die

Strafen haben uns aus dem Spiel gebracht, waren aber nicht ungerechtfertigt“, so

ECC-Coach Harald Kuhnke. Auch wenn das zweite Spiel am Wochenende ebenfalls mit

einer 3:6 (2:3, 1:1, 0:2)-Niederlage endete, in der Partie gegen den aktuellen

Tabellenführer Blue Lions Leipzig präsentierten sich die Preussen vor 913

Zuschauern mit einer deutlich besseren Leistung, erzielten sogar all ihre

Treffer bei eigener Unterzahl. Zwei Drittel lang hatte man gut mitgehalten, es

den Topfavoriten sehr schwer gemacht. Erst im letzten Drittel konnte diese das

Spiel für sich entscheiden. Nachdem Leipzig zunächst in Führung ging, verkürzten

die Preussen in Unterzahl durch Michael Henk, kassierten dann aber mit zwei Mann

weniger das 1:3. Ebenfalls in Unterzahl dann der erneute Anschlusstreffer durch 

Marcel Hermle. Im zweiten Drittel: ein ähnliches Bild: Zunächst bauten erneut

die Gastgeber im Powerplay ihre Führung aus, die Preussen verkürzen in Unterzahl

auf 3:4. Weitere Treffer sollten ihnen aber trotz aller Bemühungen nicht

gelingen, alle Punkte blieben in der Messestadt. Die Tore für Leipzig erzielten

Esbjörn Hofverberg (2), Patrick Czajka (2), Daniel Bartell und Hendrik

Bärschneider. Nachdem man lange auf dem dritten Tabellenplatz verweilen konnte,

rutsche der ECC damit auf Platz fünf. Aber bereits am kommenden Wochenende hat

man auf heimischen Eis Gelegenheit, erneut Punkte zu sammeln. Mit dem EHV

Schönheide ist am Samstag (19:30 Uhr, Deutschlandhalle) eine Mannschaft zu Gast,

die man bereits einmal geschlagen hat (5:4). Nicht mit von der Partie sein wird

Verteidiger André Berger, der nach einer Spieldauerdisziplinarstrafe gesperrt

ist.