Nierspanther siegen trotz dürftiger Leistung mit 8:0

4:5 verloren – doch die Nierspanther sind Pokalsieger4:5 verloren – doch die Nierspanther sind Pokalsieger
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In Grefrath freuen sich die Fans auf das bevorstehende Pokalfinale gegen die Dragons aus Herford, doch gegen den EV Duisburg 1b sah man nur eine sehr dürftige Leistung, die nicht einmal den Charakter eines Trainingsspiels hatte. Dass man am Ende noch deutlich mit 8:0 (0:0, 3:0, 5:0) gewinnen konnte, lag unter anderem auch an der Harmlosigkeit der Gäste.

Schon früh konnte man den Eindruck gewinnen, dass die Gäste sich nicht noch einmal so Überrennen lassen wollten wie im Hinspiel, als man mit 1:16 unter die Räder kam. Man baute schon früh einen wahren Riegel um die eigene Zone auf und daran bissen sich die Panther die Zähne aus. Egal was Marco Piwonski, Pierre Klein, Andre Schroll oder Matthias Holzki auch versuchten, die Füchse zerstörten jegliche Angriffe und droschen die Scheibe aus der eigenen Zone. So waren die Panther zwar die spielbestimmende Mannschaft, doch Zählbares kam nicht heraus und so ging es mit dem 0:0 in die erste Pause.

Natürlich hofften die Fans nun auf einen Sturmlauf der Nierspanther, doch das Bollwerk der Füchse hielt der Spielweise der Panther zunächst stand. Der Gast wurde auch mutiger und versuchten nun selber den einen oder anderen Konter zu fahren, doch Goalie Dennis Corbeck war stets auf dem Posten und verhinderte einen Treffer der Füchse. Und dann kam die 30. Minute, als den Fans etliche Steine vom Herzen fielen. Nils Peil setzte sich an der Bande entschlossen durch, sein Zuspiel jagte Matthias Holzki zum 1:0 ins Netz. Die Panther drückten nun mit mehr Elan auf den nächsten Treffer und in der 35.Minute wurde dieser Einsatz belohnt. Dominik Henning konnte einen Schlagschuss nicht unter Kontrolle bringen. Ein Verteidiger der Füchse spielte die Scheibe zur Seite und genau auf die Kelle von Matthias Holzki. Der Top-Scorer des GEC zog ab und der Puck zappelte im Netz, der Spielstand lautete 2:0. Die Panther kamen nun immer wieder vor das Tor von Dominik Henning, doch der Fuchs-Goalie zeigte mehrfach sein ganzes Können und verhinderte weitere Treffer der Nierspanther. In der 39. Minute war jeglicher Einsatz vergeblich, denn Marco Piwonski bediente Andre Schroll und dessen dann folgender Pass brachte Pierre Klein in Scheibenbesitz. Der quirlige Stürmer raste an Freund und Feind vorbei und legte den Puck quasi im Tor ab. Das danach nicht weitere Treffer fielen, lag alleine an Dominik Henning, der wieder eine starke Leistung zeigte.

Im letzten Drittel ließen die Panther die Scheibe ein wenig konsequenter durch die eigenen Reihen laufen und so kam man in der 43. Minute zum 4:0. Pascal Zielinski hatte sich die Scheibe erobert und marschierte an die blaue Linie. Es kam dann aber kein Schlagschuss, sondern ein Pass auf Richard Wefers, der den Puck nur über die Linie drücken musste. Der junge Veteidiger des GEC war es dann, der einen weiteren schnellen Angriff einleiten konnte. Stefan Peisker scheiterte noch aus guter Position, doch im Nachschuss war Michael Emmanouil zur Stelle und erhöhte auf 5:0. Danach lösten die Gäste das Bollwerk auf und versuchten selber zum Torerfolg zu kommen, doch beim GEC stand nun Esther Thyßen im Tor. Die Ex-Nationaltorhüterin bestätigte einmal mehr, dass sich eine Frau auch im „schnellsten Männersport“ durchbeißen kann. Auf der anderen Seite kam Dominik Henning nun mehr und mehr unter Dauerfeuer. In der 50.Minute klingelte es gleich zweimal im Tor der Füchse. Erst verwandelte Wasja Steinborn eine Vorlage von Marco Piwonski und Gerrit Ackers zum 6:0 und 40 Sekunden später war dann Andre Schroll zur Stelle und brachte die Vorlage von Marco Piwonski und Pierre Klein zum 7:0 im Tor unter. Dominik Henning hatte genug und so durfte Backup-Goalie Mark Thiel ins Tor der Füchse. Dessen weiße Weste hatte dann in der 53. Minute eine dunklen Fleck erhalten. Nils Peil marschierte entschlossen in Richtung Tor und der dann folgenden Schlagschuss landete über Umwege im Netz der Füchse, es hieß 8:0.

Wenn die Panther am kommenden Samstag in Herford bestehen wollen, dann muss eine deutliche Leistungssteigerung her. Die Dragons sind sicherlich ein ganz anderes Kaliber und in dieser Saison hat man erst einmal die Punkte im heimischen Stadion abgegeben, eben gegen die Nierspanther. Das erste Endspiel steigt am kommenden Samstag um 21 Uhr. Das Rückspiel ist dann eine Woche später in Grefrath.

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