Niederlage nach Aufholjagd

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
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Trotz der 3:6 (0:2, 2:1, 1:3)-Auftaktniederlage kann man auf Seiten des Neusser EV mit dem Start in die Regionalligs West zufrieden sein. Gegen den haushohen Favoriten Moskitos Essen zeigte der NEV eine überzeugende Vorstellung, die mit etwas mehr Glück durchaus auch durch Punkte hätte belohnt werden können. Nach 0:3-Rückstand und anschließender Aufholjagd setzten sich die effektiver agierenden Gäste jedoch aufgrund der individuellen Klasse ihrer Ausnahmespieler doch noch durch. Neuss unterlag mit 3:6 (0:2, 2:1, 1:3).

Pünktlich zum Meisterschaftsauftakt konnte Trainer Andrej Fuchs auf seinen kompletten Mannschaftskader zurückgreifen. Gegen einen der beiden Liga-Topfavoriten musste sein Team jedoch einen frühen Rückschlag

verkraften, denn bereits nach zwei Minuten nutzten die Gäste eine doppelte Überzahl zum Führungstreffer durch David Inman. In der Folgezeit entwickelte sich ein schnelles und intensiv geführtes Spiel, das die Neusser - etwas überraschend - durchaus offen gestalten konnten. So ergab sich gleich mehrfach die Möglichkeit zum Ausgleich, den die NEV-Fans nach acht Minuten auch bejubelten, ehe das unter dem Strich

schwache Schiedsrichtergespann Sven Ernsts Treffer nachträglich aberkannte. Um so ernüchternder, dass die Essener nach einem folgenden Pfostentreffer von Sebastian Bongartz ihren Vorsprung durch Marc Höveler ausbauen konnten, was nicht dem Spielverlauf entsprach (14.). Machte die schlechte Chancenverwertung dem NEV bis dahin zu schaffen, schien für die deutlich effektiver agierenden Moskitos im zweiten Abschnitt alles plangemäß zur verlaufen. Nach dem zweiten Tor durch Essens kanadischen Verteidiger Inman nahm die Partie allerdings nicht den erwarteten Verlauf. Der wie schon in der Vorbereitung mit einer starken Leistung überzeugende Karl Jasik markierte nach 36 Minuten den überfälligen Anschlusstreffer, ehe Boris Fuchs in der Schlussminute des Mitteldrittels seine Routine ausspielte und auf 2:3 verkürzte. Als Sebastian Bongartz nach schöner Vorarbeit von Jasik gar den Ausgleich markierte (46.), schien für die weiter stürmenden NEV-Cracks eine Überraschung möglich, doch die Ausnahmekönner in Reihen der Gäste konterten clever. Antti-Jussi Miettinen und David Inman rückten mit einem Doppelschlag die Verhältnisse gerade, ehe Frank Petrozza die letzten Neusser Hoffnungen zunichte machte (57.). Die Enttäuschung hielt sich nach dem Spiel dennoch in Grenzen, da der NEV eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt hatte und insbesondere kämpferisch vollauf zu überzeugen wusste. Dass man diesmal in den entscheidenden Situationen nicht das Glück auf seiner Seite hatte, sollte sich im weiteren Saisonverlauf ausgleichen, für den der mutige Auftritt gegen den hochkarätig besetzten Gegner optimistisch stimmt.

Tore: 0:1 (2:08) Inman (Kohmann, Grein/5-3), 0:2 (13:40) Höveler (Ackers, Miettinen), 0:3 (28:25) Inman (5-4), 1:3 (36:24) Jasik (Sassen/5-4), 2:3 (39:13) B. Fuchs (5-4), 3:3 (45:49) Bongartz (Jasik, Kozhevnikov/5-4), 3:4 (49:58) Miettinen, 3:5 (51:00) Inman (Kruminsch, Miettinen), 3:6 (56:08) Petrozza (Kohmann). Strafen: Neuss 16, Essen 26 + 10 (Schmitt). Zuschauer: 330.

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