Nichts für schwache Nerven – EHV bezwingt Rostock

Entscheidung vertagt: 1:1 zwischen Wölfen und DrachenEntscheidung vertagt: 1:1 zwischen Wölfen und Drachen
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Es gibt viele Superlative für ein Eishockeyspiel, doch was am Samstagabend vor knapp 500 Zuschauern im Schönheider Wolfsbau abging, hatten die Wölfefans in dieser Saison noch nicht erlebt. Mit 4:3 (2:0, 1:3, 0:0, 1:0) gewann der EHV Schönheide gegen die Rostocker Piranhas nach Penaltyschießen und verwandelten, nach einem nervenaufreibenden Spiel, die Heimspielstätte der Wölfe in ein Tollhaus.

Das erste Drittel begann zunächst mit Vorteilen für die Gäste aus Rostock, die bis auf den gesperrten Pavel Blaha mit voller Kapelle in Schönheide anreisten. Doch schon in der Anfangsphase sollte es auch das Duell von EHV-Goalie Benjamin Grunwald gegen seine Ex-Mannschaftskameraden werden. Nachdem er zwei, drei gute Tormöglichkeiten der Piranhas vereitelte, kamen auch die Wölfe auf Betriebstemperatur. In der neunten Minute brachte Miroslav Jenka sein Team im ersten Überzahlspiel mit 1:0 in Führung. Es entwickelte sich ein hochklassisches, kampfbetontes, aber faires Spiel zwischen beiden Mannschaften, welches nur durch die teilweise kleinliche Regelauslegung des Schiedsrichters und mit dementsprechend vielen Strafzeiten gegen beide Mannschaften gebremst wurde. Zunächst konnten die Wölfe ihre Überzahlsituationen besser nutzen und erhöhten in der 18. Minute durch einen Schlagschuss von Michael Maaß im Powerplay das Ergebnis auf 2:0, gleichzeitig auch der Spielstand nach dem ersten Abschnitt.

Hoch dramatisch ging es auch im Mitteldrittel weiter. Die Gäste aus Rostock, aufgrund des Rückstands angestachelt, erhöhten nun die Schlagzahl und kamen häufiger gefährlich vor das EHV-Gehäuse. Waren es die Wölfe, die im ersten Drittel ihr Überzahlspiel zu nutzen wussten, ließen sich nun auch die Piranhas nicht lange Bitten und verkürzten in der 34. Minute durch Ronny Schneider auf 2:1. Nur zwei Minuten später und wieder in Überzahl agierend, traf REC- Kapitän Haupt erneut für sein Team und glich zum 2:2 aus. Nun war es ein offener Schlagabtausch im Wolfsbau. Nachdem Rostock in der 38. Minute durch Jan Michalek sogar das Ergebnis komplett drehen konnte, sorgte nur eine Minute später Daniel Jun wieder für ausgelassene Stimmung unter den Wölfeanhängern und traf zum 3:3- Ausgleich für den EHV.

Der Schlussabschnitt war an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten. Beide Mannschaften kämpften bis zum Umfallen und wollten den Sieg für sich verbuchen. Im Mittelpunkt standen nun die Torhüter Benjamin Grunwald und Branislav Hippik. Selbst der Schiedsrichter wollte sich nicht mehr ins Spielgeschehen einmischen und ließ beiden Teams ohne Strafzeiten im letzten Drittel die Freude am Eishockeyspielen. Sowohl Rostock, als auch Schönheide hatten gute Chancen für die jeweilige Führung, doch beide Goalies hielten bis zum Schluss ihren Kasten sauber und setzten diesem Spiel mit dem nun fälligen Penaltyschießen noch die Krone auf.

Es sollte eine jener Geschichten werden, die der Sport schon so oft geschrieben hat. In seinem ersten Heimspiel für den EHV Schönheide und noch in der Vorwoche zum Team der Piranhas zählend, avancierte Wölfe-Goalie Benjamin Grunwald zum „Held des Abends“. Keinem seiner vier Ex-Kollegen Garthe, Haupt, Bartanus und Hruby gelang es, ihn im Penaltyschießen zu überwinden. Im Gegenzug trafen Holger Mix und Wölfe-Kapitän Daniel Jun zweimal gegen Branislav Hippik und sorgten so für den Extrapunktgewinn gegen die Piranhas und für ein erfolgreiches Ende.

Tore: 1:0 (8:45) Jenka (Jun, Grunwald/5-4), 2:0 (17:53) Maaß (Krehl, Mix/5-4), 2:1 (33:26) Schneider (Jeschke/5-4), 2:2 (35:22) Haupt (Michalek, Bartanus/5-4), 2:3 (37:10) Michalek (Franz, Bartanus/4-4), 3:3 (38:39) Jun (Maaß, Mix/4-3), 4:3 (60:00) Jun (entscheidender Penalty). Strafen: Schönheide 22, Rostock 26. Zuschauer: 497.

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