NEV unterliegt im Derby

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
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Überraschungen lassen sich nicht beliebig wiederholen. Nachs sechs Siegen in Folge ist die Serie des Neusser EV in der Aufstiegsrunde zur Oberliga gegen die Zweitvertretung der Düsseldorfer EG gerissen. Beim Derby fand man erst nach 13 Minuten ins Spiel, doch da lief man bereits einem 0:3-Rückstand hinterher. Am Ende stand es 2:4 (1:3, 0:1, 1:0).

Nachdem Max Lingemann und James Dreseler verletzungsbedingt ausfielen, musste Trainer Andrej Fuchs in der Offensive improvisieren, da ihm nur acht Stürmer des Regionalliga-Kaders zur Verfügung standen. Nach den ersten Minuten des gegenseitigen Abtastens war es jedoch vor allem die Defensive, die gefragt war. Präsentierte sich diese in den letzten Wochen äußerst stabil, so zeigte man gegen die schnellen Düsseldorfer einige Schwächen. Nach einem Puckverlust in der neutralen Zone enteilte Felix Schümann den Neusser Verteidigern, die nach der folgenden Solbach-Parade den erfolgreichen Nachschuss von Marvin Moch nicht verhindern konnten. Anschließend wurden hintereinander zwei NEV-Cracks auf die Strafbank geschickt, so dass die Gäste die Kontrolle über das Spielgeschehen übernahmen. Kurz vor Ablauf der zweiten Strafe legte Moch seinen zweiten Treffer nach, und als Dennis Fischbuch einen weiteren Abpraller zum 3:0 verwertete, nahm Fuchs eine Auszeit, um Ordnung in das Spiel seiner Mannschaft zu bekommen. Dies sollte in der Folgezeit auch gelingen, zumal man nun auch verstärkt vor des Gegners Tor für Unruhe sorgen konnte, was zum verdienten Anschlusstreffer durch Daniel Hatterscheid führte (16.). Mit diesem Zwischenstand ging es auch in die erste Pause, nachdem der NEV bei weiteren guten Möglichkeiten an DEG-Torhüter May oder dem Pfosten scheiterte. Auch im zweiten Abschnitt blieb das Manko bei der Chancenverwertung, zwar drückte man der Partie nun zunehmend seinen Stempel auf, zu Zählbarem führte dies jedoch leider nicht. Als der Puck dann doch einmal über die Torlinie rutschte, hatte Schiedsrichter Vermölen, mit dessen Entscheidungen vor allem die Neusser immer wieder haderten, bereits abgepfiffen, in der Annahme, die Scheibe wäre bereits von Düsseldorfs Torhüter gesichert worden. So folgte in der Schlussminute des zweiten Abschnitts die kalte Dusche durch die stets gefährlichen Gäste, die zum psychologisch wichtigen Zeitpunkt auf 4:1 erhöhten. Davon schien sich der NEV nicht mehr zu erholen, ehe Kai Oltmanns nach 51 Minuten ein Überzahlspiel erfolgreich abschließen konnte. In der Schlussphase stemmte man sich noch einmal gegen die drohende Niederlage, doch beim Abschluss war man zu unpräzise, um die Partie drehen zu können. Der verdiente Düsseldorfer Sieg ist dennoch kein Beinbruch für den NEV, der die Partie schnell abhaken und sich auf die folgenden, ebenfalls wichtigen Spiele konzentrieren sollte.

Tore: 0:1 (4:13) Moch (Schümann), 0:2 (9:05) Moch (Hofland, Schümann/5-4), 0:3 (12:57) Fischbuch (T. Gries, Hofland), 1:3 (15:46) Hatterscheid (Campbell, Schröder/5-4), 1:4 (39:30) Maiellaro (Moch), 2:4 (50:58) Oltmanns (Pering, Cappellano/5-4). Strafen: Neuss 18, Düsseldorf 14. Zuschauer: 329.