NEV unterliegt deutlich in Hamm

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Heldentaten lassen sich nicht beliebig wiederholen. Zwei Tage nach dem Sieg über Duisburg wurden die Neusser Opfer des Kräfte raubenden Freitagsspiels und konnten nur ein Drittel lang mithalten. So unterlag der NEV in der Aufstiegsrunde zur Oberliga bei Lippe-Hockey Hamm mit 3:9 (0:1, 0:2, 3:6).

Nach dem aufopferungsvollen Kampf, den die Fuchs-Schützlinge am Freitag geliefert hatten, stellte sich die Frage, ob die Kräfte für ein weiteres Duell mit einer Spitzenmannschaft reichen würden. Die Antwort sollte man beim Tabellendritten der Vorrunde im ersten Abschnitt noch nicht bekommen. Es mag am gegenseitigen Respekt gelegen haben, dass sich die abwechselnden Vorteile zunächst auf die Spielanteile beschränkten, gute Torchancen eher die Ausnahme bildeten. Dass dennoch ein Treffer fiel, lag an der bekannten Stärke der Gastgeber im Überzahlspiel, die direkt die erste Neusser Strafe zum Führungstreffer nutzten. Konnte er das Auftaktdrittel noch ausgeglichen gestalten, so wurde mit Beginn des zweiten Drittels deutlich, dass dies nicht der Abend des NEV werden sollte. Während Hamm das Tempo erhöhte, schien die Mannschaft um Ersatz-Kapitän Sven Sauer mit den Gedanken noch in der Kabine zu sein. Auch zwei weitere Überzahltreffer und einige deutliche Worte des arg im Stich gelassen Torhüters brachten nicht die erhoffte Wirkung. Zwar wurden gegen beide Teams zahlreiche umstrittene Strafzeiten verhängt, profitieren konnten davon jedoch nur die Gastgeber, die sieben ihrer am Ende neun Tore mit einem Mann mehr auf dem Eis erzielen sollten. Auf der anderen Seite durften sich die Neusser zwischenzeitlich acht Minuten lang in Überzahl versuchen, ohne dies ausnutzen zu können. So gelang es insgesamt viel zu selten, den sicheren LHH-Torhüter Stefan Kornewald ernsthaft zu prüfen. Und es kam noch schlimmer, denn nachdem die Young Stars gerade erst wieder komplett geworden waren, setzte es in der 44. Minute den entscheidenden Nackenschlag. Martin Köchling demoralisierte mit dem Treffer zum 4:0 die Neusser, bei denen anschließend alle Dämme brachen. Drei weitere Gegentore musste der bemitleidenswerte Carsten Solbach von den nun vor Spielfreude sprühenden Gastgebern noch hinnehmen, ehe er gegen Dennis Uhlig ausgetauscht wurde. Während sich die ab dem Mitteldrittel aufgekommene Hektik noch in dem einen oder anderen Scharmützel entlud, konnte wenigstens ein Debakel verhindert werden. Nach Sebastian Bongartz’ zwischenzeitlichem Treffer zum 5:1 sorgte Boris Fuchs in den Schlussminuten noch für etwas Ergebniskosmetik. Mehr war an diesem Abend für den NEV einfach nicht drin.

Tore: 1:0 (11:00) Jablonski (Svejda, Vanek/4-3), 2:0 (25:57) Gose (Plate, Reinke/5-4), 3:0 (28:45) Vanek (Reinke, Jablonski/5-4), 4:0 (43:22) Köchling (Gose), 5:0 (45:48) Svejda (Gose/5-4), 5:1 (46:35) Bongartz (Jasik), 6:1 (48:53) Vanek (Reinke, Jablonski/5-4), 7:1 (50:19) Kracht (Köchling), 8:1 (51:50) Reinke (Vanek, Jablonski/5-4), 9:1 (54:39) Svejda (Reinke, Jablonski/5-4), 9:2 (58:23) B. Fuchs (Kozhevnikov, Bongartz/5-3), 9:3 (59:51) B. Fuchs (Jasik/5-3). Strafen: Hamm 34 + 10 (Reinke) + 10 (Plate) + 5 + Spieldauer (Pietzko), Neuss 24. Zuschauer: 341.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!