NEV bleibt Dritter

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
Lesedauer: ca. 3 Minuten

Dank eines souveränen 5:1 (1:0, 2:0, 2:1)-Siegs beim EHC Troisdorf bleibt der Neusser EV auf dem dritten Tabellenplatz und damit im Verfolgerfeld der Aufstiegsrunde zur Oberliga. Bei den Dynamites zeigte die umformierte NEV-Mannschaft über 60 Minuten eine gute Leistung und ließ nur bei der Chancenverwertung Schwächen erkennen.

Die vierzig mitgereisten Neusser Fans staunten zu Beginn der Partie nicht schlecht über die Aufstellung ihrer Mannschaft. So hütete Andreas Schrills das Tor für Dennis Kohl, der einen beruflichen Termin wahrnehmen musste und erst mit dem Eröffnungsbully in der Troisdorfer Eishalle eintraf. Darüber hinaus hatte Trainer Andrej Fuchs die Reihen umgestellt, was sich jedoch nicht negativ auf den Spielfluss auswirken sollte - ganz im Gegenteil. Nach gerade einmal 38 Sekunden setzte Kapitän Ronny Sassen einen Schlagschuss in die gegnerischen Maschen und bescherte seinem Team damit einen perfekten Start. Diesem gab die frühe Führung Sicherheit, eine deutliche spielerische Überlegenheit war die logische Folge. So musste sich der Torhüter der Gastgeber auch in der Folgezeit nicht über mangelnde Arbeit beklagen, durch die er sich allerdings auch mehrfach bewähren konnte. Während die Neusser ihre zahlreichen Chancen ungenutzt ließen, gefielen die Dynamites mit engagierter Spielweise, tauchten aber zu selten gefährlich vor dem NEV-Gehäuse auf. Somit ging es beim Stand von 0:1 in die erste Pause.

Nachdem das Eis wegen eines Defekts an der Eismaschine nicht aufbereitet werden konnte, mussten beide Teams auf recht stumpfem Untergrund in das zweite Drittel gehen. Negative Auswirkungen waren zumindest auf Seiten der Gäste aber nicht auszumachen, denn diese versuchten weiterhin, ihren Vorsprung auszubauen. So erspielte man sich im Minutentakt hochkarätige Torchancen, die man jedoch allesamt versemmelte. Immer wieder strich der Puck haarscharf am Pfosten vorbei, doch auch EHC-Torhüter Tim Kühlem verhinderte mit einigen Paraden den überfälligen zweiten Treffer. Dieser fiel zur Erlösung von Fans und Mannschaft nach 30 Minuten, als Neuzugang James Dreseler auf Vorlage von Lutz Klauck erfolgreich war. Vier Zeigerumdrehungen später bauten die Neusser die Führung weiter aus, Boris Fuchs schloss eine sehenswerte Überzahl-Kombination zum 0:3 ab. Doch auch die Defensive wusste zu überzeugen und hatte ihre Gegenspieler zumeist im Griff. Kamen diese doch zum Schuss, war bei Schrills Endstation, der weiterhin im Kasten blieb und seine Sache gut machte.

Dank der zwischenzeitlichen Reparaturen an der Eismaschine konnte es im letzten Abschnitt auf gewohntem Terrain weitergehen. Zu Beginn mussten sich die Schützlinge von Andrej Fuchs gleich zweimal in doppelter Unterzahl behaupten, doch auch dies gelang recht souverän. Zwischendurch hatte man sogar erneut Grund zum Jubeln, denn Elvis Melia zog bei einem Gegenzug einfach mal vor der blauen Linie ab und erwischte den Torhüter auf dem falschen Fuß - 0:4 (44.). Spätestens mit diesem Treffer war die Begegnung eigentlich entschieden, denn Troisdorf wirkte bei aller Lauffreude und ungebrochenem Einsatzwillen nicht torgefährlich genug, den deutlichen Rückstand wettzumachen. Dieser wurde noch größer, weil die NEV-Cracks nach einem gewonnenen Bully einen zweiten Überzahl-Treffer nachlegen konnten, für den sich Dennis von der Heiden verantwortlich zeichnete (53.). So ärgerte sich in der Schlussphase nur noch Andi Schrills, der drei Minuten vor dem Spielende doch noch hinter sich greifen musste, als Christoph Jahns in Überzahl den Ehrentreffer der Dynamites erzielte. Trotz des vermasselten Shut-outs durfte sich der Goalie kurz darauf aufmunternde Glückwünsche seiner Mannschaftskollegen abholen, denn beim 1:5 blieb es. Doch auch die Gastgeber mussten den Kopf nicht hängen lassen, denn diese hatten mit dem erstmaligen Einzug in die Endrunde ihr Saisonziel bereits erreicht und wurden ebenfalls mit Applaus in die Kabine verabschiedet. Der NEV bleibt durch den vierten Sieg im fünften Spiel auf dem dritten Platz und erwartet nun am kommenden Wochenende Duelle gegen die weiteren Verfolger aus Mannheim und Grefrath.

Tore: 0:1 (0:38) Sassen (Klauck, Reisinger), 0:2 (30:50) Dreseler (Klauck), 0:3 (34:40) Fuchs (Klauck)/5-4), 0:4 (43:46) Melia, 0:5 (52:30) von der Heiden (Krahforst, Rejhon/5-4), 1:5 (57:03) Jahns (Sülzer, Kiedewicz/5-4). Strafen: Troisdorf 24 + 10 (Rötters), Neuss 22 + 10 (Reisinger). Zuschauer: 182.