Neuwied muss nachsitzen

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480 Zuschauer sahen zunächst eine gefüllte Bank des EHC Neuwied. Erneut schnürte sich Trainer Jens Hergt die Schlittschuhe wieder selbst an und Martin Koristka meldete sich trotz Verletzung zurück. Lediglich Marc Blumenhofen musste auf Grund einer Grippe passen. Weitere Spieler bissen mit leichteren Blessuren auf die Zähne.

Bei guter Stimmung von den Rängen legten die Bären von Beginn an stürmisch los und wollten dem Gegner zeigen, wer Herr im Ice House ist. Aber auch Darmstadt versteckte sich nicht und kam zu guten Chancen. Alexander Rodens auf Neuwieder Seite und Eike Busch im Gehäuse der Gäste hatten reichlich zu tun. Für das erste Tor musste eine Überzahl her. Mit 5 gegen 3 nutzte Sascha Mader die Gunst der Stunde und brachte mit einem Schlagschuss den RSC mit 1:0 in Führung. Ein Schock, den die Bären erst einmal verdauen mussten. Plötzlich hatte Darmstadt mehr vom Spiel und Neuwied musste sich auf die Verteidigung konzentrieren. Hoffnung kam aber drei Minuten später auf, als der EHC ein Überzahlspiel aufbauen konnte. Doch die aufmerksamen Gäste konnten sich den Puck erkämpfen und schickten Maximilian Dörr auf die Reise. Beim Torschuss zum 2:0 prallte er allerdings so unglücklich mit Goalie Rodens zusammen, dass der Neuwieder Torhüter minutenlang auf dem Eis behandelt werden musste, bevor er auf einer Trage abtransportiert wurde. Eine Untersuchung im Krankenhaus ergab eine Stauchung der Wirbelsäule und eine Gehirnerschütterung. Für ihn nahm nun Alexander Neurath den Platz ein.

Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts sollte den Bären noch nicht alles gelingen. Trotz vieler Chancen wollte der Anschlusstreffer nicht fallen. So dauerte es bis zur 28. Minute, bis Stephan Petry sich einen springenden Puck im Angriffsdrittel erkämpfte und aus halblinker Position zum 1:2 abzog. Nun war die zwischenzeitlich abgeklungene Stimmung auf den Rängen plötzlich wieder da. Als dann Petry nur drei Minuten später in Unterzahl sogar den Ausgleich erzielte, waren die Fans nicht mehr zu halten. Bis zur Pause sollte allerdings kein weiterer Treffer mehr fallen.

Somit blieben noch 20 Minuten, um die 3:6-Hinspielniederlage auszugleichen. Doch bereits nach drei Minuten die erneute Führung der Gäste. Zunächst scheiterte Sascha Mader an Neurath, doch dann verklemmte sich der Puck etwas unter dem Tor. Mader erfasste als erste die Situation und spielte das Spielgerät locker um den Pfosten. Nun wurde es wieder ruhiger in der Halle. Drei Minuten später jedoch wurde ein Schlagschuss von Patrik Morys etwas abgefälscht und es stand 3:3. Die Bären zogen nun das Tempo an, scheiterten aber immer wieder am Gästetorhüter. Die Minuten verstrichen und die Spannung stieg. In der 57. Minute wurde es dann noch einmal hektisch. Michal Tomasik und Alexander Bill gerieten mit Steven Töteberg und Maximilian Dörr aneinander. Nach einigen Minuten Unterbrechung durften alle 4 Spieler wegen übertriebener Härte das Eis mit einer 5+Spieldauerdisziplinarstrafe verlassen. Zugleich sprach der Unparteiische dem EHC einen Penalty zu. Doch Stephan Petry scheiterte auch hier am Gästegoalie. Wenige Sekunden nach dieser vergebenen Chance machte der Stürmer alles wieder gut, indem er aus dem Spiel den Puck in die Maschen hämmerte. Nun spielte sich alles nur noch im Drittel der Gäste ab und nur eine Minute später erhöhte Andreas Halfmann mit einem Schlagschuss auf 5:3. Aushilfscoach Markus Fischer nahm nun eine Auszeit und ließ Goalie Neurath gar nicht wieder mit aufs Eis. Das Ice House glich nun wieder der gefürchteten Bärenhöhle aus alten Zeiten und die Spieler versuchten noch einmal alles. Doch immer wieder war ein Bein, oder ein Schläger dazwischen. In der letzten Minute reichte es nur noch zu einem Lattentreffer und der RSC Darmstadt war gerettet. Für Neuwied geht es nun in zwei weitere Spiele gegen den Abstieg. Diesmal wird die Entscheidung in einem Hin- und Rückspiel gegen die 1b des Iserlohner EC ausgetragen. Für Trainer Markus Fischer wurde das Spiel heute in den ersten beiden Dritteln verloren. Zu spät hat das Team den nötigen Druck aufgebaut. Dennoch stimmte die Moral, nach einem 0:2-Rückstand wieder zurück ins Spiel zu kommen.

In den nächsten Tagen werden nun die Spieltermine mit Iserlohn abgestimmt. Im ersten Aufeinandertreffen müssen die Bären dabei aber auf Michal Tomasik und Alexander Bill aufgrund der Sperren verzichten.

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