Neuwied macht den Aufstieg perfekt

Der krönende Abschluss in Neuwied blieb ausDer krönende Abschluss in Neuwied blieb aus
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Drei Spieltage vor Ende der Aufstiegs- und Pokalrunde ist der EHC Neuwied an seinem Ziel angekommen. Mit einem 12:2 (6:0, 3:1, 3:1)-Sieg gegen die 1b-Vertretung des Herner EV fuhren die Bären die restlichen nötigen Punkte ein und spielen in der nächsten Saison definitiv in der Regionalliga NRW.

Vor 639 Zuschauern begann Neuwied konzentriert und erspielte sich von der ersten Minute an ein deutliches Übergewicht. Spielerisch und läuferisch waren sie ihren Gästen in allen Belangen überlegen. Und so kam, was kommen musste: In der vierten Minute eröffneten Stephan Petry und Martin Schell das Schützenfest mit einem Doppelschlag. Nur zwei Minuten später erhöhte Marc Blumenhofen bereits auf 3:0. Daniel Walther (10.), Petry (18.) und Dennis Kobe (20.) stellten dann die 6:0-Pausenführung sicher. Herne versuchte brav mitzuspielen, allerdings fehlten dafür die Mittel. Mit nur einer Strafzeit im ersten Abschnitt war die Partie bis dahin auch überaus fair.

Dies sollte sich im zweiten Drittel jedoch ändern. Zunächst begannen die Bären, wie sie aufgehört hatten und zogen mit Toren von Jens Hergt, der einen sehenswerten Angriff mit Christian Neumann in der 23. Minute abschloss und einem weiteren Treffer von Petry (24.) auf 8:0 davon. Von nun an mehrten sich Nickligkeiten. Es hagelte mehrere Strafen auf beiden Seiten. Überraschend erzielten die Gäste aus Herne in der 26. Minute durch Marlon Czernohous den 1:8-Anschlusstreffer. Dabei waren sie sogar in Unterzahl. Doch in der letzten Minute des zweiten Abschnitts stellte Marco Herbel mit seinem Tor zum 9:1 den alten Abstand wieder her. Nun galt es für beide Trainer, ihre Teams wieder etwas zu beruhigen und auf das Wesentliche zu konzentrieren. Das gelang im letzten Abschnitt je doch nur bedingt.

Zwar wurde insgesamt wieder mehr Eishockey gespielt, von Strafen blieben beide Mannschaften jedoch nicht verschont. Neuwied nahm zudem mindestens einen Gang zurück und so dauerte es bis zur 47. Minute, bis Tim Grundl in einem Überzahlspiel zum 10:1 traf. Nachdem dann in der 54. Minute erneut Czernohous für Herne traf, stellten Martin Schell nur eine Minute später und zum Abschluss Stephan Petry (60.) mit ihren beiden Toren den 12:2-Endstand her. Der EHC Neuwied hatte sich für die Regionalliga qualifiziert. Mit einer „Aufstiegszigarre“ und Prosecco wurde gleich nach Spielende mit den Fans auf dem Eis gefeiert. Trainer Arno Lörsch war glücklich über das erreichte Saisonziel. Für ihn hatte das Spiel drei Gesichter: Im ersten Drittel sah man die Spielfreude, die seine Mannen auf dem Eis zeigten, im zweiten Abschnitt wurde es robust und im Schlussdrittel musste der Vorsprung verwaltet werden, ohne große Strafen oder Verletzungen zu riskieren. Am Sonntag steht schon das nächste Match auf dem Programm. Gegner wird erneut der Herner EV 1b. Das Rückspiel startet um 18.30 Uhr.

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