Neusser Siegesserie beendet

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
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Unter keinem guten Stern stand die Partie in Unna. Beim durch zahlreiche Ausfälle und das schwere Freitagsspiel geschwächten Neusser EV lief wenig zusammen, während die gut aufgelegten Gastgeber die günstige Gelegenheit nutzten, die Neusser Siegesserie zu beenden. Die Gäste unterlagen mit 4:8 (2:2, 0:2, 2:4).

Dass der NEV beim Königsborner JEC vor einer sehr schweren Aufgabe stehen würde, war nach der Partie gegen Ratingen klar. Zum einen hatte das Derby viel Kraft gekostet, darüber hinaus wurde die Liste der Ausfälle durch drei gesperrte Spieler ergänzt. Zwar stellten sich die angeschlagenen Lukas Hoffmann und Christian Schlesiger in den Dienst der Mannschaft, drei Reihen konnte NEV-Trainer Andrej Fuchs aber nur aufbieten, weil sich einige Juniorenspieler mit auf die Reise gemacht hatten. Die Gastgeber schienen sich mit der personellen Situation des NEV vertraut gemacht zu haben und legten los wie die Feuerwehr. Dennis Uhlig stand frühzeitig im Mittelpunkt des Geschehens und verhinderte im ersten Abschnitt einen deutlichen Rückstand. Zwar musste der Neusser Schlussmann zweimal hinter sich greifen, der NEV konnte jedoch dank der Erfahrung von Boris Fuchs ausgleichen, so dass es beim Stand von 2:2 in die Kabinen ging. Auch im zweiten Abschnitt waren die „Bulldogs” das spielbestimmende Team, während der NEV kraft- und ideenlos wirkte und eigene Aktionen weiterhin oft schon an Fehlern im Spielaufbau scheiterten. Nach 28 Minuten profitierten auch die Gastgeber von der Routine ihres ältesten Akteurs, Igor Cillik, der mit einer Direktabnahme den erneuten Führungstreffer markierte. Als Tim Linke kurz darauf auf 4:2 erhöhte, deutete sich an, dass die sieben Spiele andauernde Siegesserie des NEV reißen würde. Mit guten Vorsätzen in das letzte Drittel gestartet, folgte prompt die kalte Dusche, erneut stand Cillik goldrichtig und legte den fünften Treffer nach. Zwar bäumte sich der NEV, der nach Gilbert Schröders Disziplinarstrafe nur noch drei etablierte Verteidiger aufbieten konbte, noch einmal auf, Pierre Kracht beseitigte jedoch mit einem Doppelschlag die letzten Zweifel am Sieg der Gastgeber. Andrej Fuchs erlöste daraufhin seinen Torhüter, der sich zunehmend von der Nervosität seiner Vorderleute hatte anstecken lassen. Der für Uhlig zwischen die Pfosten gerückte Carsten Solbach musste fünf Minuten vor dem Ende noch einen Treffer der die Freiräume nutzenden Unnaer schlucken. Immerhin gelang dem mit elf U23-Spielern angetretenen NEV in der Schlussphase noch ein wenig Ergebniskosmetik, der sich mit den tollen Vorstellungen der letzten Wochen eine „Auszeit” verdient hatte.

Tore: 1:0 (4:42) Bitter, 1:1 (9:32) B. Fuchs (H. Schrills/5-4), 2:1 (14:28) Rademacher (Bitter, Furda/5-4), 2:2 (18:07) B. Fuchs (Sauer/5-3), 3:2 (28:47) Cillik (Kracht, Czernohous), 4:2 (30:56) Linke (A. Kuchnia, Cillik), 5:2 (42:03) Cillik (Furda), 6:2 (48:52) Kracht (Rademacher), 7:2 (50:17) Kracht (5-4)

8:2 (55:03) Furda (Rademacher), 8:3 (58:25) Jasik (5-3), 8:4 (58:58) H. Schrills (B. Fuchs, Sauer/5-3). Strafen: Königsborn 24 + 10 (Kracht), Neuss 12 + 10 (Schröder). Zuschauer: 131.