Neusser erwarten die Füchse

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
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Zwei Spiele mit unterschiedlichen Ausgangspositionen stehen dem Neusser EV am kommenden Wochenende bevor. Am Freitag (20 Uhr) tritt die Mannschaft um Kapitän Ronny Sassen in Troisdorf an, wo sie als Favorit in die Partie gehen wird. Die Dynamite mussten im Sommer lange auf die Vervollständigung ihres Kaders warten und hatten auch anschließend häufig Personalsorgen. „Bestes“ Beispiel dafür war das Hinspiel im Südpark, bei dem die ersatzgeschwächte Troisdorfer Mannschaft einen rabenschwarzen Tag erwischte und mit 1:15 unter die Räder geriet. Zwar konnte man in den vergangenen Wochen beweisen, dass die Truppe durchaus auch zu besseren Leistungen imstande ist, mit sieben Punkten und dem aktuell elften Tabellenplatz blieb sie dennoch unter den Erwartungen.

Einen nahmhaften Gegner, der in den vergangenen vier Jahren in der höchsten deutschen Spielklasse aktiv war, begrüßt der NEV am Sonntag um 20 Uhr im Südpark. Mit den Duisburger Füchsen gastiert einer der beiden Liga-Favoriten in Neuss, der für Regionalliga-Verhältnisse ein „Star-Ensemble“ zusammengestellt hat. Nach dem mehr oder weniger freiwilligen Rückzug aus der DEL wurden die Wedau-Städter unerwarteterweise bis in den Landesverband durchgereicht, der für die erste Mannschaft des EVD aber voraussichtlich nicht lange die sportliche Heimat bleiben wird.

Das finnische Sturmduo Kujala/Jäske beispielsweise würde ohne eine Duisburger Teilnahme wohl nie und nimmer in der Regionalliga auflaufen und diese im Verbund mit Franz-David Fritzmeier in Grund und Boden schießen. Dank weiterer hochkarätiger Akteure verfügt man über einen kleinen, aber weit überdurchschnittlich besetzten Kader, der nach Anlaufschwierigkeiten in der Liga angekommen ist und seiner Favoritenrolle mehr und mehr gerecht wird. Nach Jahren der sportlichen Misserfolge wird das Duisburger Publikum wieder mit Fließband-Siegen verwöhnt, zuletzt mit einem 20:1 (!) über den EHC Neuwied. Eine erheblich erfolgreichere Schadensbegrenzung gelang dem NEV im Hinspiel an der Wedau, bei dem er gut mithielt und letztendlich ein mehr als akzeptables Resultat erreichte (4:2). Letzteres sollte auch das primäre Ziel für die Revanche sein, da ein Punktgewinn schon als faustdicke Überraschung zu werten wäre. Ein Motivationsproblem werden die NEV-Cracks gegen den übermächtig erscheinenden Gegner jedoch sicher nicht haben.