Netphen bringt EHC Krefeld erste Niederlage bei

Deutliche Niederlage beim PokalprimusDeutliche Niederlage beim Pokalprimus
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Im letzten Spiel der Saison bot der EHC Netphen eine seiner besten Leistungen der Vereinsgeschichte. An einem gelungenen Eishockeyabend mit einer großen Kulisse und einem schönen Eishockeyspiel gelang den Mannen von Reinhard Bruch was zwölf Mannschaften in 21 Spielen bislang vergeblich bereits versucht haben. Sie fügten dem EHC Krefeld mit einem 8:3 die erste Niederlage seit Vereinsgründung 2009 bei.

Der EHC Netphen wollte vor der beeindruckenden Kulisse den Fans einen schönen Saisonabschluss liefern und zeigten von Beginn an, dass die 2:12-Niederlage in Krefeld nicht den tatsächlichem Kräfteverhältnis entsprach, auch wenn das Egalisieren der Niederlage und damit der Gewinn des Verbandsligapokals als utopisch angesehen werden konnte.

Gestützt auf einen sicheren Kevin Groos, der bereits nach 13 Sekunden Sieger gegen Dennis Kobe war, spielten sie mit viel Tempo nach vorne. Bereits in der zweiten Spielminute durften die EHC-Anhänger das erste Mal jubeln, als Markus Gieseler die Scheibe zum 1:0 im Netz unterbrachte. Bis zur Hälfte des Auftaktdrittels waren die Netpher vor allem durch die Überzahlsituationen näher am 2:0 als die Gäste am Ausgleich. Zum Entsetzen der Zuschauer fiel genau da der Ausgleich für die Krefelder. Nach einem Fehler eines EHC-Verteidigers konnte Jerome Franzen bei doppelter (!) Unterzahl alleine auf Kevin Groos laufen und zum 1:1 einnetzen. Der EHC zeigte sich wenig beeindruckt und ging noch im gleichen Überzahlspiel durch Tim Bruch erneut in Führung. Bis zur ersten Pausensirene entwickelte sich ein Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, bei dem die Goalies meistens Sieger blieben. Mit einem Spielzug wie aus dem Lehrbuch gelang es dann aber Rene Sting nach Vorarbeit von Tim Bruch und Matti Stein auf 3:1 zu erhöhen. Im zweiten Drittel konnte erneut Jerome Franzen nach nur 41 Sekunden den Anschlusstreffer erzielen. Die Netpher hielten an ihrem temporeichen Spiel fest und erreichten so, dass den Krefeldern, die es nicht gewohnt waren, ein Spiel zu verlieren, langsam die Nerven verloren und immer wieder in die Kühlbox mussten. Bei doppelter Überzahl gelang René Sting das 4:2, etwas mehr als eine Minute später verwandelte Falk Elzner einen Alleingang bei 3-3 zum 5:2. In der zweiten Drittelhälfte spielten beide wieder mehr in gleicher Spielerstärke und es war wieder ein Spiel mit Torszenen auf beiden Seiten. Eine davon führte zum 6:2, dass Marco Weber auf Zuspiel der Bruch-Brüder André und Tim erzielte. Im letzten Drittel häuften sich auf Seiten der Krefelder die Strafzeiten, während die Hausherren diszipliniert weiterspielten. Eine Überzahlsituation brachte nochmal Spannung ins Spiel, als Wasja Steinborn auf 3:6 verkürzen konnte. Die heimischen Kufenflitzer ließen aber nicht mehr anbrennen und sorgten, als bei den Gästen endgültig die Nerven blank lagen und sie sich in den letzten 102 Sekunden ganze 66 Strafminuten abholten, per Doppelschlag durch Ruben Balthasar und Falk Elzner binnen 39 Sekunden für den 8:3-Endstand.

Auch wenn der EHC Netphen durch das 8:3 die 2:12-Niederlage aus dem Hinspiel nicht mehr wettmachen konnten und sie den Pokalsieg den Krefeldern überlassen mussten, zeigt sie doch, was möglich gewesen wäre, wenn vor Wochenfrist alle Mann an Bord gewesen wären. Das letzte Saisonspiel des EHC Netphen steigerte außerdem die Vorfreude auf die kommende Saison, in der man in Verbandsliga nach der gezeigten Leistung auch ein gehöriges Wort im Kampf um die Tabellenspitze mitreden will.


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