Nauheim punktet beim Spitzenreiter

"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Was für ein Spiel an diesem Abend in Herne im Rahmen der Oberliga-Aufstiegsrunde: mit 4:5 (1:2, 1:1, 2:1, 0:1) nach Penaltyschießen verloren die Roten Teufel Bad Nauheim ihr Auswärtsspiel bei Tabellenführer Herner EG nach einem tollen Kampf. EC-Coach Michael Eckert konnte auf dasselbe Team wie beim 7:2-Heimsieg am Freitag gegen Darmstadt zurückgreifen, und er sah eine furios beginnende Bad Nauheimer Mannschaft. Nach nur 28 Sekunden zappelte die Scheibe nach einem Schuss von Cardona im Netz des Herner Torhüters Solbach - sehr zur Freude der gut 100 mitgereisten Fans der Roten Teufel, die für einiges an Stimmung im Eisstadion am Gysenberg sorgten. In der Folgezeit sollte sich allerdings Schiedsrichter Schönherr in Szene setzen, der die Gäste gleich acht Mal in Folge auf die Strafbank verbannte. Demzufolge hatten die Hausherren Oberwasser und kamen jeweils in Überzahl zum Ausgleich durch McNevan in der dritten Minute sowie der Führung durch Baum in der zehnten Minute. Dennoch waren die Hessen gut im Spiel und boten stets Paroli. Wie bereits im Hinspiel hielten sie dagegen und waren ein ebenbürtiger Gegner.

So auch im zweiten Drittel, auch wenn die Kurstädter erneut gleich fünf Mal auf die Strafbank mussten, während die Blizzards gerade mal zwei Strafzeiten kassierten. Man hatte in der 35.Minute eine solche Strafe schadlos überwunden, da stand Hernes Jasik goldrichtig nach einer Vorlage von Czerwiec und traf zum 3:1. Die Gäste antworteten aber prompt: Cardona wurde von Müller mustergültig bedient und markierte in der 38.Minute den 2:3-Anschlusstreffer. Es deutete sich das an, was man bereits vorher beobachten konnte, denn die Teufel waren bei numerischem Gleichstand auf dem Eis mindestens ebenbürtig, wenn nicht sogar im Vorteil. Zudem konnte man sich auf einen stets sicheren David-Lee Paton im Tor verlassen.

Mit Selbstvertrauen kamen die Gäste dann auch aus der Kabine zum letzten Abschnitt. Wie schon zu Beginn des Spiels hatte man den besseren Anfang für sich, denn erneut Dennis Cardona mit seinem dritten Tor des Spiels markierte nur 22 Sekunden nach Wiederanpfiff den 3:3-Ausgleich. Anders als noch im Hinspiel vor zwei Wochen, als man ebenfalls den Ausgleich erzielte, am Ende aber zweistellig verlieren sollte, präsentierten sich die Roten Teufel an diesem Sonntagabend. Man hielt weiter dagegen und ging durch Mario Willkom in der 46. Minute sogar mit 4:3 in Front. Der Jubel währte aber nicht allzu lange, denn McNevan mit seinem zweiten Treffer glich nur zwei Minuten später zum 4:4 für die Blizzards aus. Der Kanadier sollte es auch sein, der zum Matchwinner avancierte, denn es stand auch nach 60 Minuten unentschieden. Es kam somit zum Penaltyschießen, in dem alle Bad Nauheimer Schützen (Naulin, Cardona, Horcicka, Golby und Knihs) vergaben. Lediglich der besagte Shannon McNevan traf im vierten Anlauf für die Blizzards, die somit nach wie vor ungeschlagen bleiben, aber immerhin einen mehr als verdienten Zähler an die Roten Teufel abgeben müssen. Am kommenden Donnerstag geht es für Michael Eckert und sein Team nun zum Hessenderby-Rückspiel nach Darmstadt, wo es erneut Punkte auf der Habenseite geben soll.