Nachruf: Es lebe der Schlittschuhclub

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Echte Puckfans traf es wie ein Keulenschlag. Der ruhmreiche

Berliner Schlittschuhclub, seines Zeichens mit 19 Titeln, deutscher

Eishockey-Rekordmeister, hat seine Eishockeyabteilung aus dem Verein

ausgeschlossen. Tennis regiert jetzt im alten Traditionsverein, mit dessen

Namen sich die Funktionäre jetzt schmücken 

Die honorigen Tennisbarone, die schon jahrelang mit den Pucksportlern

haderten, sind nun am Ziel – sie sind „unter sich“. Egal was da vorgefallen

ist, das hätte man nicht machen dürfen. Es ist ein deutliches Zeichen, dass die

Verantwortlichen Tennisleute ihren Verein nicht im Griff hatten. Dass es einmal

einen Gustav Jaenecke gab, der Eishockey-Nationalspieler und Publikumsliebling

in Berlin war - und der auch mal deutscher Tennismeister war, ist vergessen.

Seither hat man vom Tennis im Schlittschuhclub wenig gehört. Nicht einmal die

vom Deutschen Eishockey-Museum ersteigerten und dem Schlittschuhclub

angebotenen Tennis-Pokale von Gustav Jaenecke wollte der Klub haben !

Eishockey wurde für die Herrn in Weiß zum Schimpfwort.

Kürzlich wollte man sogar die Chronik des Schlittschuhclubs „entsorgen“. Ein

gewaltiger Fleck auf der weißen Weste der Verantwortlichen.

Hat man vergessen, dass es die Eissportler waren, die Tennis

in ihren Schlittschuh-club aufgenommen hatten. Hat man vergessen, dass es die

Eishockeycracks und nicht die mehr gesellschaftlich orientierten

Tennis-Hobbyspieler waren, die den Verein in Europa bekannt gemacht haben. Die

Tennisleute wollten unter dem berühmten Namen, gesellschaftlich mit

Kaffeekränzchen und Tanzabenden 

glänzen.  Die Eishockeyspieler

dagegen kämpften auf dem Eis und waren stolz auf ihren Verein.  Sie waren die Sportler, auch wenn es in den

letzten Jahren nicht mehr so gut lief.

 Männer wie „Männe“

Kleeberg, Gustav Jaenecke und Heinz Henschel hätten diesen Ausschluss nie

zugelassen. Der Name des legendären Vereins in Charlottenburg wurde stark

beschädigt. Hoffentlich kann der neue „Berliner Schlittschuhclub 2007“ schnell auf die Beine kommen und die Eishockeytradition in

Berlin fortsetzen.

Horst Eckert 

 
Hockeyweb hilft dem neuen Schlittschuhclub

Wir werde ein Spendenkonto eröffnen, über das

Eishockeyfreunde aus ganz Deutschland den „Ausgeschlossenen“ helfen können. Die

Spenden sind zweckgebunden für die neue Eishockeyabteilung (Arbeitstitel bis

zur Zulassung: Berliner Schlittschuhclub 2007).

Die Fans können persönlich spenden, als Gruppen oder als

Fanclubs. Sie können Sammelaktionen starten, Tombolas oder Fußballspiele veranstalten

und mit dem Geld dem neuen Verein helfen.

Jede Spende über 10 Euro wird im Internet bei Hockeyweb

mit Namen der Spender veröffentlich.

Sendet einfach eine EMail mit "Berliner Schlittschuhclub 2007" in der Betreffzeile an

[email protected]

und nennt uns den Betrag, den Ihr spenden wollt. Die Kontodaten erhaltet Ihr dann von uns.
 

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