Nachlässigkeiten in der Defensive

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
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Auch das dritte Duell gegen die Dinslakener Kobras ging an den NEV. Sah es lange Zeit nach einem souveränen Neusser Sieg aus, so machten es die Fuchs-Schützlinge nach einer 4:0-Führung noch einmal spannend.

Obwohl mit Sebastian Bongartz (gesperrt), Boris Fuchs (verletzt) und Karl Jasik (erkrankt) gleich drei Stürmer ersetzt werden mussten, war das Neusser Team von Anfang an spielbestimmend. Während die Defensive einen äußerst stabilen Eindruck vermittelte, gelang es der Offensivabteilung größtenteils, den Puck im gegnerischen Drittel zu halten. Zwei der drei Überzahlspiele wurden erfolgreich beendet, so dass die Quirinusstädter mit einer absolut verdienten 2:0-Führung in die erste Pause gingen. Auch im zweiten Abschnitt bot sich anfänglich das gleiche Bild. Wurde Carsten Solbach recht wenig beschäftigt, musste auf der anderen Seite Dennis Rudolph zwei weitere Male den Puck aus dem Netz fischen (22., 26.). Auch dass Dennis Holstein kurz darauf den Anschlusstreffer markierte, sorgte im Neusser Lager nicht für Unruhe, zumal man die Begegnung bis dahin völlig unter Kontrolle hatte. Dies sollte sich jedoch ändern. Das zuvor gewissenhafte Defensivspiel wurde auf einmal vernachlässigt, was die zuvor eher verhalten spielenden Gastgeber mit hoher Effizienz ausnutzten. Ein bis zu diesem Zeitpunkt nicht für möglich gehaltener Doppelschlag brachte Dinslaken zurück ins Spiel, das von nun an einen anderen, offenen Verlauf nehmen sollte. Nach einer Auszeit konnte zumindest der knappe Vorsprung in die zweite Pause gerettet werden, ehe NEV-Torjäger Holger Schrills der wichtige fünfte Treffer gelang. Eine Wende schien allerdings weiterhin möglich, weil Kobras-Verteidiger Dirk Schmitz mit einem wuchtigen Distanzschuss auf 4:5 verkürzte. Besaßen in der Folgezeit Dinslakens Pierre Klein und Lukas Nehring gar die Chance zum Ausgleich, so verpasste Sven Ernst zweimal die Gelegenheit zur vorzeitigen Entscheidung. Diese fiel erst nach 57 Minuten, als Christian Schlesiger auf Zuspiel von Ernst zum erlösenden 4:6 traf. Ein Aufgrund der deutlichen Überlegenheit in der ersten halben Stunde durchaus verdienter Neusser Sieg, um den man anschließend jedoch unnötigerweise bangen musste. Letzteres galt in der Schlussphase auch im Fall von Mike Höfgen, der nach einem harten Check noch auf die Mannschaftsbank zurück kehrte, dann aber das Bewusstsein verlor. Nach längerer Behandlung durch die anwesenden Sanitäter konnte der Stürmer dennoch mit der Mannschaft die Heimreise antreten.

Tore: 0:1 (8:57) Kozhevnikov (Höfgen/5-4), 0:2 (16:28) H. Schrills (Oltmanns, Schlesiger/5-4), 0:3 (21:50) H. Schrills (Sauer, Kozhevnikov), 0:4 (25:50) Kozhevnikov (Höfgen/5-4), 1:4 (27:05) Holstein (Bläsche, Rudolph), 2:4 (34:47) Nehring (Holstein, Bläsche), 3:4 (36:20) D. Schmitz (Baron/5-4), 3:5 (41:32) H. Schrills (Oltmanns, Höfgen), 4:5 (46:27) D. Schmitz (Nehring), 4:6 (57:02) Schlesiger (Ernst, Kozhevnikov/5-4). Strafen: Dinslaken 14 + 10 (Klein), Neuss 6 + 10 (Kozhevnikov). Zuschauer: 110.

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