Nach Penaltykrimi ausgeschiedenUnited North Stars

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Das Hinspiel im Mellendorfer Ice House war eine klare Sache für die Gäste, die im ersten Drittel bereits 0:2 in Führung gingen und diese im zweiten Drittel auf 0:3 ausbauten, bevor der Gegner seinen ersten Treffer markieren konnte. Beim Stand vom 1:3 kassierten die North Stars eine Strafzeit, in welcher sie anstatt sich gegen die Angriffsbemühungen der Wedemark Scorpions zu verteidigen lieber selber innerhalb von zehn Sekunden zwei Tore in Unterzahl machten und ihre Führung auf ein beruhigendes 1:5 nach zwei Dritteln erhöhten. Im letzten Abschnitt schalteten die Gäste einen Gang zurück, was zu zwei Gegentreffern führte, die für einen Endstand von  3:5 sorgten. Damit fuhren die North Stars den zweiten Auswärtssieg innerhalb einer Woche bei den heimstarken Wedemark Scorpions ein.

Im Rückspiel 24 Stunden später in der Eishalle Langenhagen hatten die United North Stars damit alle Trümpfe in der Hand. Sie mussten die Partie nicht einmal gewinnen, selbst eine Niederlage mit einem Tor Differenz hätte zum sicheren Finaleinzug gereicht. Doch die United North Stars spielten zum Glück nicht defensiv, sondern setzten von Anfang an munter das Gehäuse von Wedemark Scorpions-Goalie Florian Holst unter Beschuss. Die Anzahl der guten Chancen, die die North Stars allein im ersten Drittel vergaben, hätte schon allein für eine 5:0 Führung gereicht, während die Gäste aus der Wedemark nur selten vors North Stars-Tor kamen. Doch Abschlusspech und ein sehr gut aufgelegter Florian Holst sorgten dafür, dass das erste Drittel trotz spielerischer Überlegenheit der North Stars torlos endete. Zu Beginn des zweiten Drittels konnten die North Stars-Fans aber endlich jubeln. Nach 23 Sekunden netzte Kapitän Karl-Arne Reiffen zum 1:0 ein (21.). In der Folge war das zweite Drittel aber nicht so ansehnlich wie der erste Abschnitt, denn es lief nicht viel zusammen und die Torchancen auf beiden Seiten hielten sich in Grenzen. Erst kurz vor dem Ende des zweiten Drittels fiel erneut ein Treffer, diesmal allerdings waren es die Gäste, die über den 1:1 Ausgleich jubeln konnten (40.). Das letzte Drittel gehörte dann den Gästen, die in dieser Phase ihre beste Leistung der letzten drei Begegnungen zeigten und durch drei Treffer innerhalb von drei Minuten auf 1:4 davonzogen, womit sie plötzlich die besseren Karten für den Finaleinzug hatten und die Zeit nun gegen die North Stars lief, die unbedingt in der regulären Spielzeit noch ein Tor erzielen mussten, um sich ins Penaltyschiessen zu retten. Außerdem durften sie natürlich auch keinen weiteren Gegentreffer mehr kassieren, was die letzten Minuten dieses Drittels zum spannendsten der gesamten Saison machte. Erst 41 Sekunden vor der Schlusssirene erlöste Artur Lemmer die North Stars mit seinem Powerplaytor zum 2:4 (60.), doch für einen weiteren Treffer reichte es auf beiden Seiten nicht mehr, so dass es ins Penaltyschiessen ging.

Mit drei Penaltyschützen auf jeder Seite, von denen allerdings niemand erfolgreich war, ging es in die nächste Penaltyrunde, ab der es nun hieß, wer zuerst trifft, während der Gegner nicht trifft, hat gewonnen. Doch auch jetzt brauchte es noch einige Runden, bis der Sieger feststand, denn wenn die North Stars trafen, waren auch die Gäste erfolgreich und wenn die Gäste vergaben, trafen auch die North Stars nicht. Erst der 20. (!) Penalty (jeweils zehn auf jeder Seite) entschied den Sieger. Reiko Berblinger traf für die Gäste, während Florian Holst den Penalty von David Jasieniak entschärfte. Damit stehen die Gäste im Finale und für die United North Stars endet eine weitere spannende Regionalliga-Saison, auf die sie in ihrer Gesamtheit mit Stolz zurückblicken können.

Mit einem Team gespickt mit zahlreichen U-21 und U-23-Nachwuchstalenten konnten sie nicht nur die Hauptrunde sensationell auf Platz 2 beenden, sondern verpassten den Finaleinzug nur um Haaresbreite, denn effektiv ist Penaltyschiessen wie der Elfmeter beim Fußball immer nur Glückssache. Die United North Stars werden auch in der kommenden Saison ihre effektive Nachwuchsförderung fortführen und sicher wieder für die eine oder andere Überraschung sorgen. Jetzt geht es aber erst einmal in die wohlverdiente Sommerpause.

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