Nach großem Kampf verloren

Damen Europaliga: Sieg im PrestigeduellDamen Europaliga: Sieg im Prestigeduell
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Wenn den Herren des OSC Berlin die Spieler ausgehen, fragen sie bei den Eisladies an, die helfen gerne aus. So war es auch an diesem Sonntag, als der OSC die Bremer Pirates empfing. Ganze elf Feldspieler standen dem OSC zur Verfügung, unter ihnen auch Eislady Susann Götz. Und sie bewies wiederholt, dass sie in der Verbandsliga Nordost mithalten kann. Am Ende stand eine 5:6 (1:3, 3:1, 1:2)-Niederlage gegen die Bremen Pirates.

Es begann trotz des Personalmangels recht gut für den OSC. Jannis Glöden brachte die Gastgeber in der 4. Minute in Front. Und auch danach erspielten sich die Berliner, ebenso wie die Gäste, einige Torchancen. Allerdings nutzten die Pirates ihre Chancen besser und kamen durch Tore von Alexander Galwas (11., 16.) und einem Powerplaytreffer von Nick Hurbanek (13.) zu einer 3:1-Pausenführung.

Wer dachte das Spiel sei jetzt gelaufen, sah sich getäuscht. Die Berliner kämpften trotz knapper Personaldecke und kamen zunächst durch Kay Giermann, auf Vorlage von Andreas von Wittken und Eisladie Susann Götz, auf 2:3 heran (23.). Knapp vier Minuten später traf Dennis Hesse zum verdienten Ausgleich. Allerdings gaben sich die Bremer nicht geschlagen. Ein Konter bei eigener Unterzahl schloss Christian Priem zum 3:4 ab (30.).Besser machten es die Berliner nach 34 Minuten, als Andreas von Wittken ein Powerplay zum erneuten Ausgleich nutzen konnte.

Im letzten Drittel merkte man beiden Teams den Kräfteverschleiß an. Für die Gäste war es immerhin das 2. Spiel an diesem Wochenende, dem OSC fehlten eben einige Spieler. Dennoch bemühten sich beide Teams, eine Entscheidung zu erzwingen. Und zunächst schienen die Berliner das Glück auf ihrer Seite zu haben. Der überragende Berliner Andreas von Wittken brachte den OSC 6 Minuten vor Ende der Partie zum zweiten Mal in diesem Spiel in Führung. Dass es am Ende nicht für einen Sieg reichte, lag am besten Bremer Nick Hurbanek. Nachdem der Kapitän der Gäste während des gesamten zweiten Drittels wegen einer Platzwunde am Mund, die mit sieben Stichen genäht werden musste, fehlte, übernahm er im letzten Drittel wieder das Kommando und gab zum 5:5 durch Steffen Grabowski eine Vorlage. Den 6:5 Siegtreffer erzielte er dann mit einem Schlagschuss von der blauen Linie selbst. Doppelt ägerlich für den OSC: Beide Tore fielen nicht nur innerhalb einer Minute (56.), sondern auch noch bei doppelter Überzahl der Gäste. Zwar versuchten die Berliner noch einmal alles, aber ein Tor sollte nicht mehr gelingen.

So wartet man weiterhin auf den ersten Saisonsieg. Die Leistung von heute lässt allerdings hoffen, dass es mit diesem nicht mehr allzu lange dauern wird. Und notfalls holt man sich wieder Verstärkung von den Damen…

Tore: 1:0 (3:04) Glöden (Haak), 1:1 (10:29) Schmidt (Galwas, Grabowski), 1:2 (12:15) Hurbanek (Eckert/4-5), 1:3 (15:28) Galwas (Priem, Hurbanek), 2:3 (22:45) Giermann (v.Wittken, Götz/5-4), 3:3 (26:26) Hesse (5-4), 3:4 (29:38) Priem (Eckert/5-4), 4:4 (34:00) v.Wittken, 5:4 (53:21) v.Wittken (Haak/5-3), 5:5 (55:01) Grabowski (Hurbanek/3-5), 5:6 (55:58) Hurbanek (3-5). Strafen: Berlin 26, Bremen 32. (nstramm – Radio Eiskalt)

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