Möltgen verlässt den NEV – Auswärts-Wochenende steht bevor

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
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Kurz vor Transferschluss gibt es einen Abgang beim Neusser EV zu verzeichnen. Nicht mehr zum Kader gehört Stürmer Lars Möltgen, der eine neue Herausforderung in Bergisch Gladbach sucht.

Leichte Spiele gibt es in der Aufstiegsrunde zur Oberliga erfahrungsgemäß sehr selten, so muss es auch nicht verwundern, dass die Trauben für den NEV am kommenden Wochenende erneut hoch hängen. Am Freitag (20 Uhr) gastieren die Schützlinge von Trainer Andrej Fuchs bei den Ratinger Ice Aliens, die derzeit punktgleich mit dem NEV auf Rang vier liegen. Mit Siegen in Darmstadt und Dinslaken ist den Außerirdischen der Start in die Endrunde geglückt, am vergangenen Sonntag folgte eine knappe 5:6-Niederlage im Derby gegen Düsseldorf. Die Mannschaft von Trainer Janusz Wilczek ist am heimischen Sandbach dennoch eine Macht, neun der elf Vorrundenspiele entschied sie für sich, darunter auch das gegen den NEV, wobei dieser beim 4:3 nach Penaltyschießen immerhin einen Punkt mit auf die Heimreise nehmen konnte. Zum Ende hin spannend verlief auch die Revanche im Südpark (6:8), bei der die Aliens frühzeitig wie der klare Sieger aussahen, ehe es im letzten Drittel noch einmal eng wurde. Die Bilanz spricht also bislang für die Aliens, die über einen relativ kleinen, aber ausgeglichen besetzten Kader verfügen. Dank des frischen Selbstvertrauens, das die Neusser am vergangenen Wochenende tankten, fahren diese jedoch nicht ohne Ambitionen nach Ratingen, wo man an die jüngsten Erfolge anknüpfen möchte.

Am Sonntag steht dann die weiteste Reise der Saison an, denn der NEV tritt in der Landeshauptstadt Baden-Württembergs an. Die Stuttgart Rebels belegten sowohl in der Vorrunde als auch in der folgenden Zwischenrunde den zweiten Tabellenplatz, so dass sie sich zum zweiten Mal hintereinander für die Aufstiegsrunde qualifizieren konnten. In der vergangenen Saison erreichten die Stuttgarter dort Rang vier und zogen so ins Play-off-Halbfinale ein, in dem sie dem späteren Aufsteiger aus Herne unterlagen. Ein wesentlicher Grund für den Erfolg der Blau-Gelben war und ist die Kooperation mit dem SC Bietigheim-Bissingen, von der beide Seiten profitieren. Der Zweitligist lässt den Nachbarn nicht nur unter seiner Lizenz am Spielbetrieb teilnehmen, sondern stellt diesem auch seine Nachwuchstalente zur Verfügung, damit diese in Stuttgart Spielpraxis sammeln können. Auch die Förderlizenzspieler des Profi-Kaders können beim Kooperationspartner eingesetzt werden und stellen eine erhebliche Verstärkung der jungen Mannschaft dar. Diese Erfahrung machte im Vorjahr auch der NEV, der in beiden Endrunden-Duellen gegen die Stuttgarter unterlag, bei denen die Förderlizenzspieler zu den Aktivposten gehörten. In der aktuellen Endrunde ist Stuttgart allerdings noch ohne Punktgewinn, was angesichts des schweren Auftaktprogramms – man trat gegen die Spitzenteams aus Düsseldorf und Hügelsheim an – nicht überbewertet werden sollte. Ob in diesem Jahr mehr für das Neusser Team drin ist, wird sich am Sonntag ab 17:30 Uhr zeigen.

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