Mitgehalten, aber verloren

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
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Einige wichtige Erkenntnisse lieferte das Spiel gegen den EHC Dortmund für den Neusser EV. Die Fuchs-Schützlinge bewiesen nicht nur, dass sie mit dem Meisterschaftsfavoriten durchaus mithalten können, sondern zeigten auch, dass sich der Charakter Mannschaft grundlegend gewandelt hat. Dennoch unterlagen die Neusser im Heimspiel mit 3:6 (1:1, 0:4, 2:1).

Gegen den Top-Favoriten der Liga erwischte der NEV einen Traumstart. Nach nur 74 Sekunden erzielte Evgenij Kozhevnikov den Führungstreffer für die Neusser, die auch in der Folgezeit spielbestimmend blieben, es aber verpassten, den Vorsprung auszubauen. Die Strafe folgte in der 14. Minute, als André Grein eine gute Gelegenheit ausließ und im Gegenzug Dortmunds Neuzugang Kohmann den Ausgleich markierte. Auch zu Beginn des zweiten Drittels konnte man durchaus auf Augenhöhe mit den Westfalen agieren, weiterhin blieb jedoch die Chancenverwertung das große Manko der Fuchs-Schützlinge. Weitaus effektiver agierten da die Gäste, wobei sich kurioserweise keiner der zahlreichen namhaften Neuzugänge für die Wende in der Begegnung verantwortlich zeichnete, sondern ein alter Bekannter. Der frühere NEV-Stürmer Sebastian Bongartz legte mit einem Doppelschlag den Grundstein für den Dortmunder Erfolg, den er zwischenzeitlich auf der anderen Seite sicherte, als er für seinen bereits geschlagenen Torhüter Schmitt klären konnte (30.). Marcel Bender und Mirko Reinke erhöhten noch im zweiten Drittel auf 1:5 und sorgten für lange Gesichter auf Neusser Seite. Im letzten Abschnitt sollte sich jedoch zeigen, dass sich beim NEV seit der vergangenen Aufstiegsrunde nicht nur personell einiges verändert hat. Mit welcher Entschlossenheit die Mannschaft um Kapitän Ronny Sassen trotz des hoffnungslos erscheinenden Rückstands gegen den Top-Favoriten zur Sache ging, konnte durchaus beeindrucken. Fehlte zunächst noch die Durchschlagskraft in der Offensive, so wurden die letzten zehn Minuten zu einem einzigen Sturmlauf gegen sich auf die Verwaltung des Vorsprungs beschränkende Gäste. In Überzahl gelang Rob Campbell der Anschlusstreffer und als Udo Schafranski in der 57. Minute den dritten Treffer nachlegte, zahlten sich die personellen Rochaden des Neusser Trainers aus, der die Reihen nun munter durcheinander würfelte. Mehr als eine Ergebniskorrektur war jedoch nicht mehr drin und so war es Dortmunds Sascha Panek vorbehalten, Sekunden vor der Schlusssirene mit einem Empty-Net-Goal für die Entscheidung zu sorgen. Auch wenn die Neusser Bemühungen nicht mit einem Punktgewinn belohnt wurden, so blieb doch die Erkenntnis, dass man sich in dieser Saison vor keinem Gegner verstecken muss.

Tore: 1:1 (1:14) Kozhevnikov, 1:1 (13:06) Kohmann (Bongartz, Reinke), 1:2 (26:46) Bongartz (Reinke, Kohmann/5-4), 1:3 (33:19) Bongartz (Sondermann, Kohmann), 1:4 (36:34) Bender (Bongartz, Svejda), 1:5 (38:38,) Reinke (Kohmann, Panek/5-4), 2:5 (52:48) Campbell (Grein, H. Schrills/5-4), 3:5 (56:31) Schafranski (Kozhevnikov, Hatterscheid), 3:6 (59:48) Panek (Bongartz, Kohmann/ENG). Strafen: Neuss 10, Dortmund 10. Zuschauer: 301.

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