Mit einer Niederlage in die Sommerpause

Der krönende Abschluss in Neuwied blieb ausDer krönende Abschluss in Neuwied blieb aus
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Im letzten Spiel der Saison unterlag der EHC Neuwied beim ESV Bergisch Gladbach mit 4:7 (1:1, 3:1, 0:5). Ohne die Verteidiger Oleg Tokarev und Maximilian Scholl reisten die Bären in die Köln-Arena 2, wohin die Realstars ihr Heimspiel verlegt hatten. Vor Beginn der Partie wurde Realstar-Coach Lothar Strauch offiziell als Trainer verabschiedet. Er wird in der nächsten Saison dem Verein jedoch als sportlicher Leiter erhalten bleiben. Rund 480 Zuschauer wollten sich diese Partie nicht entgehen lassen. Darunter knapp die Hälfte aus Neuwied. Die Begegnung begann freundschaftlich mit Chancen auf beiden Seiten. Doch in der 4. Minute eröffnete Bill Keenan mit einem herrlichen Alleingang den Torreigen und erzielte das 1:0. Nur eine Minute später rettete der Latte vor dem Ausgleich. In der achten Minute setzte sich allerdings Christoffer Zeh durch und markierte den Ausgleich. Bis zur Pause gab es noch zahlreiche Chancen, Tore fielen allerdings nicht mehr.

Im zweiten Abschnitt kamen die Realstars besser wieder zurück aufs Eis und setzten die EHC-Abwehr kräftig unter Druck. Nur mühsam befreiten sich die Bären und in der 26. Minute nutzte Christian Czaika eine Unachtsamkeit des Goalies und brachte die eigenen Farben mit 2:1 in Führung. Diese Führung geriet jedoch nur eine Minute später wieder in Gefahr. Tim Grundl brachte Christoffer Zeh unsanft zu Fall, die Unparteiischen entschieden auf Penalty. Nun hatte David Lewis die Chance zum Ausgleich, scheiterte aber an Alexander Neurath. Doch nur vier Minuten später machte es Alexander Ziegenhan besser, als er ein Überzahlspiel seiner Mannschaft ausnutzte und den 2:2-Ausgleich erzielte. Für Alexander Neurath kam nun Tim Siekmann ins Neuwieder Gehäuse. Dies lag allerdings nicht an der gezeigten Leistung des Goalies. Der Wechsel war schon vor Beginn der Partie abgesprochen gewesen. Zwei Minuten später waren dann die Bären ihrerseits in Überzahl. Einen Schlagschuss von Stephan Petry konnte Christian Czaika noch abfälschen und zum 3:2 ins Netz befördern. Auch der nächste Treffer fiel in Überzahl. Diesmal waren 5 Neuwieder Feldspieler und 3 Realstars auf dem Eis. Bill Keenan wartete lange, um Willy Hamann zu bedienen, der keine Mühe hatte, zum 4:2 einzuschieben. In den verbleibenden zwei Minuten in diesem Drittel passierte dann nicht mehr viel.

Für einige EHC-Akteure war diese Führung vermutlich der Startschuss in die Sommerpause. Denn was die Zuschauer in den letzten 20 Minuten zu sehen bekamen, war eine Vorführung von Seiten der Realstars. Neuwied lief dem Gegner meistens nur noch hinterher, Pässe fanden nur noch selten einen Mitspieler. Es war noch nicht einmal eine Minute gespielt, da erzielte Nicolas Rosewe den 3:4-Anschlusstreffer. Die Hausherren spürten, dass hier nun mehr für sie drin war. Mit Kampf und Leidenschaft fuhren sie Angriff über Angriff und erzielten nur zwei Minuten später den 4:4-Ausgleich. Selbst die von Trainer Markus Fischer genommene Auszeit konnte die Bären auch nicht mehr aus ihrem Schlaf rütteln. Dino Maiellaro brachte in der 46. Minute die Heimmannschaft verdient in Führung. Von den Bären war nicht mehr viel zu sehen und so war es nicht verwunderlich, dass Bergisch Gladbach in der verbleibenden Zeit noch zwei Treffer durch David Lewis zum 7:4-Endstand erzielte. Sichtlich enttäuscht vermochte Trainer Markus Fischer nach dem Spiel auch keinen Kommentar abgeben. In seinem letzten Spiel als Trainer der Bären hätte er sich mehr Einsatz und Leidenschaft seiner Mannen gewünscht. Für ihn war es auch unverständlich, dass die Mannschaft nach dem zweiten Drittel das Spiel verschenkt hatte. Auch Team-Manager Markus Liesenfeld war enttäuscht. „Bis auf ganz wenige Ausnahmen war es eine Mischung aus Arbeitsverweigerung und absoluter Blamage vor einer hervorragenden Heimkulisse bei einem Auswärtsspiel. Für die meisten Spieler war diese Partie wahrlich keine Bewerbung für die bevorstehenden Verhandlungen für die nächste Saison. Zudem war es ein trauriger Abschied für die mitgereisten Fans von einer „unglücklichen“ Saison“, so sein abschließender Kommentar.


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