Minikader verkauft sich gut

Akademiker für Ligaauftakt gerüstetAkademiker für Ligaauftakt gerüstet
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Obwohl der Kader von FASS Berlin trotz des Abgangs von Benjamin Hecker und des Ausstiegs von Martin Prüßing auf dem Papier recht groß ist, war die personelle Situation an diesem Wochenende alles andere als glänzend. Benjamin Hüfner und Jari Pietsch waren mit der U20-Auswahl des DEB in Schweden, viele der lizenzierten DNL-Spieler bei den U17 und U18-Auswahlmannschaften; die in Berlin verbliebenen spielten in Riessersee für die DNL-Mannschaft der Eisbären. Zudem fielen Fabio Patrzek (Schulterverletzung aus dem Schönheide-Spiel), Daniel Kruggel (krank) und Marcel Heinze (laufende Prüfungen) aus. So standen im Heimspiel am Freitag gegen Schönheide gerade mal 13 Feldspieler zur Verfügung, Schönheide konnte ebenso viele Spieler aufbieten.

Schlechte Voraussetzungen, wurden doch in den bisherigen Spielen gegen die Erzgebirgler die Punkte dadurch eingefahren, dass die Mannschaft mit drei starken Reihen über die gesamte Spielzeit ein hohes Tempo gehen konnte, wenn man von dem ersten Drittel am 6. Februar in Schönheide mal absieht. Am Ende stand gegen den EHV Schönheide eine 3:6-Niederlage und bei den Black Dragons Erfurt eine 1:5-Niederlage.

Das Spiel gegen den EHV begann wie die vorherigen Spiele auch. Schönheide ging früh (nach 20 Sekunden) 1:0 in Führung. Ein Rückstand, dem die Akademiker schlussendlich über die ganze Spielzeit hinterher laufen sollten. Nach 34 Minuten führten die Erzgebirgler gar mit 3:0, was das Team mit Kampfgeist bis zum Ende des zweiten Drittels auf ein 2:3 verkürzte Auch vom einem erneuten Zwei-Tore-Abstand (49.) ließ sich die Mannschaft nicht von ihrer Aufholjagd abbringen, Kapitän Lucien Aicher erzielte mit einem schönen Treffer das 3:4 (55.). Das Anrennen hatte erst in der 59. Minute ihr Ende, als eine umstrittene Strafe gegen Christian-Alexander Leers alle Hoffnungen zerschlug. Die Wölfe ließen sich nicht zweimal bitten und erzielten das 3:5. Das 3:6 in der 60. Spielminute kann man nur noch als Ergebnisverschönerung für die Wölfe bezeichnen, denn zu dem Zeitpunkt war das von dem hervorragend aufgelegten Christian Krüger gehütete Tor zu Gunsten eines weiteren Feldspielers bereits leer.

Am Sonntag fehlten dann arbeitsbedingt auch noch Daniel Kuch, Steve Roubicek und Patrick Balko. Zudem fiel Jörn Kugler wegen einer am Freitag erlittenen Knieverletzung kurzfristig aus, Thomas Leibrandt und Christian Leers fuhren angeschlagen mit. Damit wenigstens zehn Feldspieler in der Anfangsformation standen, kam Michael Reinhardt aus der Sachsenligamannschaft zu seinem ersten Regionalligaspiel.

Und das „Häuflein der zwölf Aufrechten“ lieferte den Erfurtern zwei Drittel einen bravourösen Kampf. Gestützt auf einen bärenstarken Sebastian Albrecht wurden die Vorgaben von Trainer Chris Lee fast 100 Prozent umgesetzt: Aus einer verstärkten Abwehr über Konter zum Erfolg kommen. Nach den ersten zwanzig Minuten führten die Black Dragons auch nur mit 1:0; ein Abpraller von Sebastian Albrechts Maske ermöglichte Oliver Otte den Führungstreffer. Das zweite Drittel verlief ausgeglichen und fair, hart wurde es nur in der 34. Minute. Ein Check von hinten an der Bande von Robert Schmidt an Phillipp Labuhn wurde vom unauffällig leitenden Hauptschiedsrichter Kühnel folgerichtig mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe geahndet. Die folgende Überzahl brachte, nachdem noch ein weiterer Erfurter auf die Strafbank musste, das zu diesem Zeitpunkt auch verdiente 1:1 durch Jan Schmidt. Und mit etwas Glück hätten Lucien Aicher und Tim Harloff zum Ende des Mittelabschnitts sogar die Führung erzielen können. Es blieb aber beim 1:1 Im letzten Drittel drückten zwar die Erfurter auf eine Entscheidung, aber erst ein Fehlpass in der neutralen Zone leitete in der 47. Spielminute das Ende aller Bemühungen ein. Maximilian Dimitrovici, war der glückliche Schütze, der keine Schwierigkeiten hatte, einen Abpraller vom Pfosten ins Tor zu schieben. Danach schwanden bei den Akademikern die Kräfte, womit die Erfurter nun den Raum hatten, um die Tore zum letztendlich verdienten Sieg zu erzielen.

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