Losch schießt Harzer Wölfe ab

Wölfe verzichten auf Oberliga-TeilnahmeWölfe verzichten auf Oberliga-Teilnahme
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Ein gutes Drittel reicht bei weitem nicht. Diese bittere Erkenntnis mussten die Harzer Wölfe beim ersten Play-Off-Halbfinale in Schönheide machen. Mit 3:8 (0:0, 1:7, 2:1) unterlagen die Braunlager beim Vorrundenprimus und liegen in der Serie damit mit 0:1 hinten. Nun müssen im Heimspiel am Sonntag und in einer möglichen dritten Partie am Dienstag zwei Siege her, möchte man sich den Traum vom Finale tatsächlich erfüllen.

Dass es nach dem 2:9 im Meisterschaftsspiel vor zwei Wochen nun wieder eine deutliche Klatsche gab, lag vor allem an einem katastrophalen Mitteldrittel. Dabei hatten die Harzer im Anfangsdrittel zunächst die Schönheider Torfabrik effektiv in ihrer Produktion gestört. Defensiv eingestellt und mit dem nötigen Biss hielten die Wölfe bis zur ersten Drittelpause ein torloses Unentschieden. Torchancen blieben so weitgehend Mangelware, Alexander Deibert hatte noch die beste für die Harzer, scheiterte aber an Benjamin Grunwald. Auf der Gegenseite parierte Wölfe-Goalie Tobias Bannach mehrfach hervorragend.

Im zweiten Abschnitt wurde Bannach dann allerdings von seiner Abwehr völlig alleine gelassen. Gerade in Unterzahl standen die Wölfe viel zu weit von den Gegenspielern entfernt. Immer wieder konnten sich die Schönheider praktisch die Ecke aussuchen. Allein Mike Losch bedankte sich für so viel Freiheit mit vier Toren am Stück. Da auch noch Miroslav Jenka, Sven Schröder und Daniel Jun erfolgreich waren, auf Harzer Seiten aber lediglich Alexander Deibert den Puck im Tor unterbrachte, stand es nach 40 Minuten 1:7. „Die ersten zwanzig Minuten haben wir gezeigt, wie man Schönheide ärgern kann. Als wir die Ordnung verloren haben, sind wir praktisch gegen die Wand gefahren“, zeigte sich Wölfe-Coach Bernd Wohlmann nach Spielschluss ernüchtert.

Zu Beginn des Schlussdrittels wechselten beide Mannschaften die Torhüter. „Tobi trifft aber absolut keine Schuld, er wurde im Regen stehen gelassen“, stellte Wohlmann klar. Schönheide nahm nun deutlich das Tempo aus dem Spiel, die Wölfe konnten so durch Andreas Bippus und Marc Garthe das Ergebnis erträglicher gestalten. Mehr ging für die Harzer nicht. Zum einen, da Peter Westerkamp mit einem Penalty scheiterte, aber auch da Robert Kase noch das achte Schönheider Tor erzielte.

„Zu viele Spieler sind mit sich selbst beschäftigt. Es haben mindestens 30 Prozent bei der Einstellung gefehlt“, ging Wolhmann mit seiner Mannschaft hart ins Gericht. Zufrieden war natürlich Schönheides Spielertrainer Daniel Jun. Trotzdem warnte er aber auch vor Nachlässigkeiten: „Das war der erste Schritt, wir brauchen aber zwei Schritte. Die Serie ist noch nicht vorbei.“

Tore: 1:0 (22:37) Jenka (Jun, Kase/4-5), 2:0 (24:09) Losch (Köllner, Mix), 3:0 (25:23) Losch (Mix, Michel/5-4), 4:0 (28:35) Losch (Mix, Wolf), 5:0 (33:35) Losch (Jenka, Jun/5-3), 6:0 (34:35) Schröder (Jenka, Jun/5-4), 6:1 (36:28) Deibert (Stütz, Garthe/5-4), 7:1 (39:51) Jun (Losch, Kase/5-4), 7:2 (45:43) Bippus (Hiendlmeyer, Elzner/5-3), 7:3 (48:25) Garthe (Westerkamp, Deibert/5-4), 8:3 (50:32) Kase (Schröder, Losch/5-4). Strafen: Schönheide 24, Braunlage 26. Zuschauer: 911.

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