Leistungssteigerung: Wölfe unterliegen Leipzig 1:4

Wölfe verzichten auf Oberliga-TeilnahmeWölfe verzichten auf Oberliga-Teilnahme
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Die Harzer Wölfe mussten im zweiten Testspiel der Saison zwar die zweite Niederlage einstecken. Die fiel dank einer klaren Leistungssteigerung des ESC-Teams im Vergleich zur Freitagspartie beim 1:4 (0:2, 0:1, 1:1) gegen die Blue Lions Leipzig aber relativ knapp aus. „Heute haben wir das umgesetzt, was wir uns auch schon für Freitag vorgenommen hatten“, war Wölfe-Coach Bernd Wohlmann trotz der Niederlage durchaus zufrieden.

Wie im ersten Vergleich übernahmen schnell die Leipziger das Kommando, stießen bei den Wölfen diesmal aber auf deutlich größeren Widerstand. Die ESC-Abwehr wirkte konzentrierter und enger am Gegner, auch das Spiel nach vorne lief gefälliger. Zwar gingen die Gastgeber noch in der ersten Minute durch Daniel Bartell in Führung und konnten diese nach zwölf Minuten durch Sebastian Pigache ausbauen, doch auch die Harzer hatten ihre Chancen. Gleich dreimal lief Stefan Bilstein der Leipziger Abwehr jeweils bei ESC-Unterzahl davon, fand aber jeweils in Blue-Lions-Keeper Adam Ondraschek seinen Meister. Der größte Aufreger im ersten Drittel war jedoch in der 16. Minute ein wilder Ausraster von Leipzigs Lars Müller. Wölfe-Goalie Tobias Bannach soll Müller mit dem Stock an einer unangenehmen Stelle getroffen haben, dieser stürzte sich daraufhin auf Bannach und deckte ihn mit Schlägen ein. Erst im zweiten Versuch konnte Müller schließlich vom ESC-Torwart gezogen werden, das Ergebnis der Aktion waren Spieldauerstrafen gegen beide Beteiligten. Für Bannach kam Mario D'Antuono in das ESC-Tor und musste bis zur Drittelpause noch mehrmals kräftig zupacken.

Im zweiten Abschnitt kamen die Blue Lions schnell zum 3:0, Patrick Schmid hatte getroffen (22.). Mehr ließen die Wölfe-Abwehr sowie D'Antuono jedoch nicht zu. Die größte Chance des Mitteldrittels bot sich gar den Wölfen. Kurz vor Drittelende standen nach einem Leipziger Wechselfehler gleich fünf Harzer nur noch einem Verteidiger gegenüber, konnten die Gelegenheit aber nicht in einen Torerfolg ummüntzen.

Das Schlussdrittel konnten die Wölfe rein vom Ergebnis sogar unentschieden gestalten. Kurios zunächst der vierte Treffer der Leipziger, den nach gespielten 44 Minuten und 44 Sekunden ausgerechnet die Nummer 44 der Blue Lions, Sebastian Lehmann, markierte. In der 49. Minute durften dann aber endlich auch die Wölfe jubeln. In Überzahl drosch Kapitän Alexander Deibert den Puck per Schlagschuss in die Maschen und markierte so das erste ESC-Tor der neuen Saison. In der Folge hatten die Harzer sogar Chancen, das Ergebnis noch knapper zu gestalten, während D'Antuono mit tollen Paraden glänzte. „Die Jungs haben super gekämpft und viel Herz gezeigt“, zollte Wohlmann seiner Mannschaft, die ab dem zweiten Drittel ohne die angeschlagenen Ruven Bannach und Alois Öttl auskommen musste, viel Respekt.

Tore: 1:0 (0:51) Bartell (Mikesz, L. Müller), 2:0 (11:17) Pigache (Sharapa, Henk), 3:0 (21:39) Schmid (Mikesz, Kasten), 4:0 (44:44) Lehmann (Bartell, Witting/5-4), 4:1 (48:56) Deibert (Pipp, Bilstein/5-4). Strafen: Leipzig 12 + 5 + Spieldauer (L. Müller), Braunlage 14 + 5 + Spieldauer (T. Bannach). Zuschauer: 715.

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