Lehrstunde für letztjährigen Angstgegner

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
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An nur einem Abend holte der Neusser EV nach, was er in der kompletten vergangenen Saison verpasst hatte. Beim 16:1 (3:1, 9:0, 4:0)-Sieg wurde dem letztjährigen Angstgegner Iserlohner EC 1b in der Regionalliga NRW eine Lehrstunde erteilt.

Viermal traten die Neusser in der vergangenen Saison gegen die Zweitvertretung des Iserlohner Erstligisten an, viermal verließen sie mit hängenden Köpfen das Eis. Als die Sauerländer am gestrigen Abend nach elf Minuten in Führung gingen, hielt sich die Beunruhigung auf Seiten der NEV-Anhänger jedoch in Grenzen. Die ohne Ronny Sassen (gesperrt), Boris Ackermann, Sven Ernst und Kevin Caroppo (alle verletzt) angetretenen Gastgeber hatten zuvor schon das Spiel dominiert, einzig mit dem Toreschießen haperte es anfänglich. Dies sollte sich jedoch noch im ersten Drittel ändern, da es den mit etwas Verspätung eingetroffenen Sauerländern nicht gelang, die Zone vor dem eigenen Gehäuse zu kontrollieren. Nacheinander wurden Joe Cappellano, Kai Oltmanns und Boris Fuchs im Slot angespielt und ließen IEC-Torhüter Gerhard mit ihren Direktabschlüssen keine Abwehrmöglichkeit. Konnten die Iserlohner den ersten Abschnitt noch recht offen gestalten, so erlebten sie im Mitteldrittel das, was eine Woche zuvor schon den Dinslakener Kobras widerfuhr. Die Neusser steigerten sich nun in einen regelrechten Spielrausch und bauten ihre Führung innerhalb von nur 93 Sekunden auf 6:1 aus. Gäste-Trainer Waldemar Banaszak wechselte Ersatztorhüter Marvin Nickel ein, doch auch der konnte dem Neusser Sturmwirbel wenig entgegen setzen. Seine Vorderleute versuchten zunehmend, den NEV mit Härte aus dem Konzept zu bringen, was in der Vergangenheit des Öfteren ein gutes Erfolgsrezept war, diesmal jedoch nicht die erhoffte Wirkung zeigte – im Gegenteil. Zwangsläufige Strafzeiten wurden von den Neussern eiskalt ausgenutzt, die ein ums andere Mal sehenswerte Kombination mit Toren abschlossen. Neun Treffer erzielten die Fuchs-Schützlinge alleine im zweiten Abschnitt, ehe die Young Wild Roosters im letzten Drittel wieder ins Spiel zurückfanden und so auch der zwischenzeitlich wenig beschäftigte NEV-Torhüter Andi Schrills mit guten Aktionen in Erscheinung treten durfte. Doch auch die Neusser hatten ihre Spielfreude noch nicht verloren und unterhielten die Zuschauer weiterhin mit schnellen Spielzügen und schönen Toren. Am Ende des NEV-Gala-Abends stand ein 16:1-Sieg zu Buche, der ausgelassene Feierlichkeiten auf dem Eis und auf den Rängen zur Folge hatte.

Tore: 0:1 (10:57) Brinker (Neumann, Wapnewski), 1:1 (13:26) Cappellano (Grein, Campbell/5-4), 2:1 (14:13) Oltmanns (Hatterscheid), 3:1 (19:58) Fuchs (Hatterscheid, Campbell), 4:1 (24:09) Schröder (Grein, Schafranski/5-4), 5:1 (25:08) Hatterscheid (Kozhevnikov, Fuchs), 6:1 (25:41) Servos (Möltgen, H. Schrills)

7:1 (27:10) Schafranski (Grein, Campbell/5-4), 8:1 (28:49) H. Schrills (Kozhevnikov, Pering/4-3), 9:1 (29:29) Campbell (Cappellano, Grein/4-3), 10:1 (31:11) Servos (Hatterscheid, Kozhevnikov/5-4), 11:1 (32:10) Oltmanns, 12:1 (36:25) Cappellano (Grein, Campbell), 13:1 (45:18) Kozhevnikov (Grein, Schafranski), 14:1 (51:18) Oltmanns (Cappellano), 15:1 (56:55) H. Schrills (Oltmanns, Cappellano/4-4), 16:1 (57:40) Campbell (Grein, Cappellano/4-4). Strafen: Neuss 8, Iserlohn 24 + 10 (Brinker) + 10 (Neubert). Zuschauer: 171.

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