Lauterbacher Luchse nicht zu stoppenEC Lauterbach

Lauterbacher Luchse nicht zu stoppenLauterbacher Luchse nicht zu stoppen
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Vor einer erneut tollen Kulisse von über 600 Zuschauern in der Lauterbacher Eis-Arena, dauerte es exakt 13 Sekunden, bis die Hartgummischeibe das erste Mal im Gehäuse der Nauheimer einschlug. Sven Mecke schnappte sich die Scheibe im Angriffsdrittel, vernaschte zwei Bad Nauheimer Verteidiger  und zirkelte den Puck in den Winkel. Dieser Treffer motivierte das Team der Lauterbacher Luchse noch mehr. Die taktische Vorgabe des Trainers, den Gegner schon früh im Spielaufbau zu stören und die Verteidiger ständig unter Druck zu setzen ging voll auf. Zwar hatten die Roten Teufel auch immer wieder gute Chancen, doch die Luchse waren das deutlich bessere Team auf dem Eis. Jedoch scheiterten die Lauterbacher bis dahin immer wieder am starken Goalie der Roten Teufel, Rene Lind, der mit tollen Reflexen seine Teufel im Spiel hielt. Aber auch er war machtlos als Horst Feuerfeil mit einem trockenen Handgelenkschuss, vor dem Tor freistehend, abzog und das viel umjubelte 2:0 für die Luchse erzielte. „Horst ist seit Wochen einer unserer besten Spieler, mit seinem Einsatzwillen und seiner Spielweise motiviert er das gesamte Team“, so der Lauterbacher Trainer.

Dass die Roten Teufel nicht zu Unrecht an der Tabellenspitze der Hessenliga stehen, zeigte sich 23 Sekunden vor Ende des 1. Drittels. In einer 5-3 Überzahlsituation für Bad Nauheim, war es deren Routinier Martin Prada, der den erneut bärenstarken Lauterbacher Goalie Oliver Ebenrett im Nachschuss überwinden konnte. Somit ging es mit einer knappen Führung für die Luchse ins zweite Drittel.

Wer nun dachte, die Luchse würden dem hohen Tempo aus dem Anfangsdrittel Tribut zollen, wurde eines besseren belehrt. Die Luchse machten da weiter wo sie im ersten Drittel aufgehört haben. Mit diszipliniertem Spiel und aggressivem Forechecking wurden die Roten Teufel weiterhin unter Druck gesetzt. Die Lauterbacher  Cracks um Kapitän Sven Naumann, wurden von den Fans nach vorne gepeitscht und erspielten sich durch sehenswerte Spielzüge immer wieder Großchancen im Drittel der Bad Nauheimer. Jedoch dauerte es bis zur 29. Spielminute, bis der Nauheimer Schlussmann zum dritten Mal überwunden werden konnte. Nach toller Vorarbeit von Mecke, erzielte Roth dass 3:1 für sein Team. Zwar hatten die Luchse nach diesem Treffer noch weitere Chancen, weitere Tore fielen im zweiten Drittel jedoch nicht mehr und so wurden die Spieler aus der Kreisstadt mit viel Applaus von den Zuschauern in die zweite Pause verabschiedet.

Auch das letzte Drittel wurde von den Lauterbachern dominiert. Zwar leisteten die Roten Teufel nach wie vor große Gegenwehr, schafften es aber nicht Ebenrett im Tor der Luchse zu überwinden. Mit dem starken Goalie im Rücken, spielten die Jungs um Spielertrainer Garthe ihr System souverän weiter. Zunächst scheiterte Lauterbachs Grunewald in Überzahl noch am starken Bad Nauheimer Torwart, doch Feuerfeil machte mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend, mit dem 4:1 für die Luchse den Sack endgültig zu. Nur 35Sekunden nach dem 4:1 klingelte es erneut im Tor der Kurstädter. Spielertrainer Marc Garthe belohnte sich selbst für den starken Auftritt seiner Mannschaft an diesem Abend und donnerte den Puck zum 5:1 Endstand ins Nauheimer Gehäuse. Zwar gab es durch Jens Grunewald noch ein weiteres Tor für die Luchse, doch die an diesem Abend nicht immer souverän wirkenden Schiedsrichter, wollten den Treffer trotz aller Proteste der Lauterbacher nicht anerkennen. Da half es auch nichts, dass ein Großteil der Nauheimer selbst den Puck im Tor gesehen hat und dies den Schiedsrichtern auch so mitteilte. Den Lauterbachern konnte es egal sein, denn der dritte Sieg in Folge war perfekt und der Jubel im Team der Luchse kannte keine Grenzen mehr. Auch die an diesem Abend wieder fantastischen Lauterbacher Fans im „Luchsbau“ feierten ihr Team nach Spiel Ende noch Minutenlang.

„Was Marc Garthe in dieser kurzen Zeit mit dem Team erreicht hat ist unglaublich. Unter anderem ihm haben wir es zu verdanken, dass wir nach der langen Pause in Lauterbach eine so homogene, disziplinierte und erfolgreiche Mannschaft auf dem Eis haben“, so ein glücklicher 1. Vorsitzender Manfred Naumann unmittelbar nach dem Spiel. Das nächste Heimspiel der Luchse findet am 16. Dezember gegen die Diez-Limburg Rockets statt.

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