Langeweile ist andersDinslakener Kobras

(Foto: Dinslakener Kobras)(Foto: Dinslakener Kobras)
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Doch dieses Spiel hätte auch 12:7 oder 14:9 ausgehen können. Es war eine Partie der verpassten Möglichkeiten und starker Torhüter auf beiden Seiten.

Zunächst übernahmen die Gäste das Zepter und berannten immer wieder das Gehäuse von Dennis Rudolph. Dabei machte es ihnen die Dinslakener Verteidigung allerdings auch sehr leicht, Unsortiert und immer einen Schritt zu spät eröffnete man den Solingern eine Großchance nach der anderen. Auch mehrfache Nachschüsse wurden billigend in Kauf genommen. Da fiel das richtungsweisende 1:0 in der 7. Spielminute sozusagen aus heiterem Himmel. Beeindruckend, wie sich Jan-Anton Baron bei diesem Treffer parallel zur Torlinie gegen einen Verteidiger durchsetzte und mit einem Schlenzer in den rechten oberen Winkel den ansonsten sehr guten Gästetorhüter Stephan Schwarz überraschte. Dieses Tor war der Dosenöffner für den weiteren Spielverlauf.

Die Raptors zeigten sich zunächst geschockt und die Partie nahm eine Wendung. Nun übernahmen die Hausherren das Kommando und erarbeiteten sich eine Möglichkeit nach der anderen und zunächst schien es wieder einmal so, als könnte das Tsvetkov-Team noch eine weitere Woche lang spielen und es würde ihnen kein weitere Treffer gelingen. Und das sollte sich, wie häufig bei solchen Situationen, rächen. Als in der 24. Minute die Ordnung in der Kobra-Abwehr mal wieder verlorengegangen war, hatte Tim Neuber wenig Mühe, für den 1:1-Ausgleich zu sorgen. Als nun das Spiel wieder pro Solingen zu kippen drohte, fasste sich Dominik Spazier ein Herz und prüfte, anders als seine Kollegen, den Gästetorwart mal mit einem Schuss Richtung Lattenkreuz. Prompt mit Erfolg und in der 36. Spielminute war das 2:1 Fakt. Die Kobras blieben weiter am Drücker und zogen die Schlinge nun immer weiter zu. Doch erst Routinier Baron sorgte mit seinem zweiten Treffer in der 40. Spielminute zum 3:1 für die so wichtige Beruhigung der Nerven aller, die es mit den Hausherren hielten. Doch die Gäste gaben sich keinesfalls auf und in der 55. Minute wurden ihre Bemühungen belohnt. Allerdings wieder mit freundlicher Unterstützung der Dinslakener Defensive. Denn da stand Nico Rosewe völlig frei vor Dennis Rudolph und kein Dinslakener Spieler zeigte sich für ihn verantwortlich. Der Gästestürmer „bedankte“ sich mit einem satten Schuss ins linke untere Eck zum neuen Spielstand 3:2.Die Hausherren blieben davon jedoch unbeeindruckt und getreu dem Motto: „Angriff ist die beste Verteidigung“ bestürmte man weiter das Solinger Tor.

Dann überschlugen sich die Ereignisse: In der 57. Minute bekam Tim Neuber, der Sturmführer der Gäste, eine 2-Minuten Strafe wegen Stockschlags aufgebrummt. Als dann die Kobras, wiederum  in Person von Jan-Anton Baron, die numerische Überzahl zum vorentscheidenden 4:2 ausnutzten, klopfte der Gästespieler beim Verlassen der Strafbank demonstrativ als ironische Beifallsbekundung Richtung Schiedsrichter mit dem Schläger aufs Eis und erhielt dafür eine Zehn-Minuten-Strafe. Das gleiche Schicksal ereilte auch Nico Rosewe, der diese Entscheidungen wohl nicht kommentarlos hinnehmen wollte. Als Gäste-Trainer Dressler dann kurz vor Schluss seinen Torhüter zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis nahm, dauerte es nicht lange, bis sich Kevin Krolak die schwarze Hartgummischeibe an der roten Linie ergattern konnte und auf das leere Gästetor zulief. Als er zum Schuss ausholte, wurde er von einem zurückgeeilten Gästespieler von den Beinen geholt und Schiedsrichter Schummers erkannte auf technisches Tor zum Endstand 5:2.

Mit diesem Sieg sind die Dinslakener nach diesem Wochenende auf Platz 2, punktgleich hinter Oberliga-Absteiger EHC Netphen, vorgerückt. Die Netphener sind im Übrigen am 2. November der nächste Heimspielgegner der Männer um Kapitän Dirk Schmitz. Es könnte also zu einem echten Spitzenspiel kommen.

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