Krimi im Neuwieder Icehouse

Der krönende Abschluss in Neuwied blieb ausDer krönende Abschluss in Neuwied blieb aus
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Was die über 1000 Zuschauer am Sonntagabend im Icehouse zu sehen bekamen, war nichts für schwache Nerven. In einem Eishockey-Krimi bezwangen die Neuwieder Bären im Verbandsliga-Pokal den Grefrather EC mit 3:2 (1:2, 2:0, 0:0). Dabei kamen die Nierspanther von Beginn an konzentrierter aufs Eis. Mit einem Doppelschlag in der fünften Minute durch Tore von Gerit Ackers und André Schroll überraschten die Grefrather die Bären. Der Schock war den Bären zunächst anzumerken. Darüber hinaus musste Trainer Arno Lörsch die Mannschaft vor dem Spiel noch umstellen, weil Stefan Petry mit einer Grippe ausfiel. Doch nach zehn Minuten wachten die Deichstädter langsam auf und es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie mit Chancen auf beiden Seiten. „Für einige Spieler war es zu Beginn schon etwas ungewohnt vor so einer Kulisse und gegen so einen Gegner zu spielen“, resümierte Trainer Arno Lörsch nach dem Spiel. Auch für Daniel Niestroj war es ein ganz besonderes Gefühl, als er das erste Mal an diesem Abend aufs Eis kam. Doch diese Nervosität sollte er schon bald ablegen. Das Spiel ging nun auf und ab. In der 17. Minute gelang den Bären dann der Anschlusstreffer zum 1:2 durch Willi Hamann.

Im zweiten Abschnitt waren die Bären von Beginn an wach. Und so war es Neuwieds jüngster Spieler, Daniel Niestroj, der den Ausgleichstreffer in der 22. Minute erzielte. Die Halle bebte und die Stimmung stieg von Minute zu Minute. Im weiteren Verlauf des zweiten Drittels rückten dann auch beide Torhüter mehr und mehr in den Mittelpunkt. Sowohl Ulrik Kuhnekath auf Grefrather Seite, als auch Alexander Neurath für die Bären, waren nicht zu bezwingen. Chancen, um in Führung zu gehen, ließen beide Teams aus. Bis zur 33. Minute. Hier war es wiederum Daniel Niestroj, der an diesem Abend sein zweites Tor erzielte und damit die Bären erstmals in Führung brachte. Und somit ging man beim Stand von 3:2 in die Pause. Die Spannung stieg. Unverändert ging das Spiel im Abschlussdrittel weiter hin und her. Möglichkeiten, den Spielstand zu verändern, hatten beide Mannschaften. Und je näher es dem Spielende entgegen ging entwickelte sich das Match zu einer Abwehrschlacht auf Neuwieder Seite, in der Alexander Neurath immer mehr in den Mittelpunkt geriet. Als dann die Schlusssirene ertönte brachen im Neuwieder Icehouse alle Dämme. Der Jubel kannte keine Grenzen. Ein hart erkämpfter Sieg auf dem Weg in die Verbandsliga NRW war für Neuwied eingefahren.

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