Knapper Sieg in Frankfurt

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
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Pflichtaufgabe gelöst, nicht mehr und nicht weniger – so lässt sich der gestrige Arbeitssieg des Neusser EV in der Regionalliga West bei den Young Lions Frankfurt bilanzieren. Auch wenn die Mannschaft von Trainer Andrej Fuchs aufgrund zahlreicher Umstellungen spielerisch nicht glänzen konnte, gewann sie mit 4:2 (0:0, 2:0, 2:2) beim Tabellenletzten.

Erwartungsgemäß wurde NEV-Coach Andrej Fuchs beim Gastspiel in Frankfurt zu erheblichen Umstellungen gezwungen. Mit Kai Oltmanns, Sebastian Bongartz, Sebastian Odenthal (berufliche Gründe), Sven Ernst (Sperre) und Frederic Hellmann (verletzt) mussten fünf Akteure ersetzt werden, so dass keine eingespielte Formation aufgeboten werden konnte. Glücklicherweise konnte Karl Jasik kurzfristig doch noch mitreisen, so dass auch dank der Junioren Caroppo, Leuffen und Fuchs drei Reihen ins Rennen geschickt wurden.

Obwohl es daher an der Feinabstimmung haperte, bestimmten die Neusser gegen den Stammverein des Frankfurter DEL-Teams von Anfang an das Geschehen und hätten nach dem ersten Abschnitt schon deutlich führen müssen. Lions-Torhüter Paton und einige Schwächen im Abschluss sorgten jedoch dafür, dass es nach 20 Minuten torlos in die Kabinen ging. Im zweiten Abschnitt platzte dann jedoch der Knoten, mit jeweils einem Unter- und Überzahltreffer wurde die überfällige Führung heraus geschossen, die aber kurioserweise zur Folge hatte, dass die Gastgeber nun besser ins Spiel kamen. Mit dem sicheren Vorsprung im Rücken vernachlässigten die NEV-Cracks nun ihre defensiven Aufgaben, so dass Frankfurt innerhalb kürzester Zeit zu mehreren gefährlichen Kontern kam, bei denen sich Carsten Solbach jedoch als sicherer Rückhalt präsentierte. Nachdem der Neusser Torhüter in der 39. Minute einen Penalty entschärfen konnte, schien zu Beginn des letzten Abschnitts alles nach Plan zu laufen, als der im Sturm eingesetzte Ronny Sassen auf 3:0 erhöhte. Eine Spieldauerdisziplinarstrafe gegen Alexander Fuchs (Bandencheck) und die damit verbundene fünfminütige Überzahl brachte die Hessen jedoch noch einmal ins Spiel zurück, zumal kurz darauf auch Fuchs’ Onkel Boris auf die Strafbank geschickt wurde. Frankfurt nutzte die sich bietende Gelegenheit zum Anschlusstreffer, den die Neusser eine Minute später aber mit einem schönen Unterzahltor durch Karl Jasik vorentscheidend konterten. Auch wenn die Gastgeber noch einmal verkürzen konnten, geriet der Neusser Sieg in der Schlussphase nicht mehr in Gefahr. Nun gilt die Konzentration dem folgenden Derby in Düsseldorf, für das deutlich bessere personelle Voraussetzungen erwartet werden dürfen.

Tore: 0:1 (23:33) Jasik (Schröder, Kozhevnikov/4-5), 0:2 (31:20) Schlesiger (Sauer, Brings/5-4), 0:3 (42:35) Sassen (Kozhevnikov, Al. Fuchs), 1:3 (48:25) Gabler (Mar. Oertel, Pöpel/5-3), 1:4 (49:48) Jasik (Solbach/4-5), 2:4 (51:02) Mar. Oertel (Schwarzer, Peters/5-4). Strafen: Frankfurt 10, Neuss 14 + 10 (Jasik) + 5 + Spieldauer (Al. Fuchs). Zuschauer: 134.