Keine Punkt beim MERC

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
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Die Rückreise aus der badischen Eishockey-Metropole musste der Neusser EV ohne Punkte antreten. Gegen den mit einigen DEL-erfahrenen Akteuren angetretenen Mannheimer ERC standen die Neusser zwei Drittel lang auf verlorenem Posten und unterlagen letztendlich mit 2:5 (1:3, 1:1, 0:1).

Wie bereits in Troisdorf nahm Andi Schrills den Platz zwischen den Pfosten ein, da Dennis Kohl erkältungsbedingt unter der Woche pausieren musste und weiterhin nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war. Durfte sich Schrills vor einer Woche noch über einen Blitzstart mit einem Tor nach 38 Sekunden freuen, so war diesmal der Neusser Schlussmann der Leidtragende, denn die Gastgeber brauchten gerade einmal 29 Sekunden, um mit ihrem ersten Angriff in Führung zu gehen. Trotz des Rückschlags konnten die NEV-Cracks die Begegnung in der Anfangsphase offen gestalten und so war es auch kein Wunder, dass Boris Ackermann nach einem gewonnenen Bully per Schlagschuss den Ausgleich markierte (9.). Im Anschluss zeigten jedoch die mit zahlreichen höherklassig erfahrenen Leuten angetretenen Mannheimer ihre Klasse und erspielten sich deutliche Vorteile. Diese setzten den NEV phasenweise gehörig unter Druck, in Kombination mit einer recht wackligen Neusser Abwehr waren Folgen absehbar. Als die Neusser Verteidiger nach einem Abpraller die Scheibe nicht aus der Gefahrenzone befördern konnte, nutzte Mark Etz dies zum erneuten Führungstreffer aus (14.). Eineinhalb Minuten später klingelte es dann ein weiteres Mal im Neusser Kasten, Marc Lingenfelser ließ dem NEV-Goalie keine Abwehrchance. Mit diesem Zwischenstand ging es für beide Teams in die erste Pause.

In dieser schien Trainer Andrej Fuchs die richtigen Worte gefunden zu haben, denn sein Team zeigte sich im zweiten Abschnitt deutlich verbessert. Nach einem Zuspiel von Evgenij Kozhevnikov wuchtete James Dreseler die Scheibe aus kurzer Distanz ins Tor und ließ die mitgereisten Neusser Fans auf Punkte hoffen. Die Freude hielt aber nicht sehr lange an, denn zwei Minuten später durften wieder die erwartet kampfstarken Mannheimer jubeln. Erneut war es die überragende erste Reihe, die in Person von Alexander Erdmann ein Überzahlspiel nutzen konnte, um den alten Abstand wieder herzustellen. In der Folgezeit ergab sich ein offener Schlagabtausch zweier gleichwertiger Mannschaften, bei dem die Torhüter des Öfteren im Mittelpunkt standen, aber nicht mehr zu bezwingen waren. Während sich Andreas Schrills mehrfach gut in Szene setzen konnte, vereitelte auf der anderen Seite Marian Metz einen durchaus möglichen dritten Gegentreffer. Somit blieb es nach 40 Minuten beim 4:2.

Mit einem Griff in die Trickkiste wollte Andrej Fuchs seinen Mannen einen weiteren Schub geben und ließ im letzten Abschnitt Dennis Kohl das Gehäuse hüten. Die erhoffte Aufholjagd blieb jedoch auch mit dem Stammtorhüter aus. Die Gastgeber machten geschickt die Räume eng und ließen die Neusser kaum zur Entfaltung kommen. Stattdessen liefen diese Gefahr, eine vorzeitige Entscheidung zu kassieren, weil Mannheim bei seinen Offensivaktionen entschlossener agierte. Verhinderte Dennis Kohl mit einigen Paraden noch den fünften Treffer, so stand ihm bei einem Schuss von Georg Hessel auch der Außenpfosten zur Seite (53.). In der Schlussphase wog das Spiel hin und her und trotz eifriger Bemühungen wollte dem NRW-Club im Duell der Vizemeister nicht der erwünschte Anschlusstreffer gelingen. So wurde drei Minuten vor dem Ende das letzte Ass aus dem Ärmel gezogen und der Torhüter zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis genommen. Doch auch diese Maßnahme fruchtete nicht, sondern brachte stattdessen Mark Etz ein kurioses Duell mit dem verwaisten Gehäuse ein. Zunächst verfehlte der frühere DEL-Stürmer (Iserlohn) das Ziel noch knapp, ehe Elvis Melia den nächsten Versuch mit einer spektakulären Rettungstat entschärfte. Der dritte Anlauf endete dann aber doch noch erfolgreich und Etz konnte sich seinen vierten Scorerpunkt an diesem Abend gutschreiben lassen. Ein verdienter Sieg einer starken Mannheimer Mannschaft, die dadurch den Abstand auf den NEV auf drei Punkte verkürzen konnte. Der erwartet seinerseits am Sonntag mit dem Grefrather EC den nächsten Verfolger zum Niederrhein-Derby.

Tore: 1:0 (0:29) Hessel (Lorch, E. Etz), 1:1 (8:42) Ackermann (von der Heiden), 2:1 (13:07) M. Etz (Lorch/4-4), 3:1 (15:54) Lingenfelser (Hessel, M. Etz), 3:2 (23:46) Dreseler (Kozhevnikov, Geisler), 4:2 (25:44) Erdmann (Hessel, M. Etz/5-4), 5:2 (59:39) M. Etz (ENG). Strafen: Mannheim 8, Neuss 14. Zuschauer: 160.

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