Keine Probleme mit Wedemark

Wölfe verzichten auf Oberliga-TeilnahmeWölfe verzichten auf Oberliga-Teilnahme
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Auch im zweiten „Weihnachtsheimspiel“ konnten die Harzer Wölfe einen Erfolg verbuchen. Nach dem hohen Sieg über Salzgitter setzten sich der ESC nun vor rund 900 Zuschauern auch gegen die Wedemark Scorpions klar mit 9:1 (4:0, 3:0, 2:1) durch. Die Harzer festigten damit in der Regionalliga Nord ihren zweiten Tabellenplatz. Entscheidend für den Sieg gegen die Wedemarker war ein ganz starker Start der Wölfe in die Partie.

„Wir wussten, dass die Braunlager mit viel Dampf aus der Kabine kommen würden. Wir wollten die ersten fünf Minuten überstehen und dann zu unserem Spiel finden. Geklappt hat das nicht“, musste nach Spielschluss Wedemarks Trainer Igor Kabernuk zugeben. Kein Wunder, denn nach besagten fünf Minuten war die Partie faktisch entschieden, die Wölfe führten mit 4:0. Vitalij Blank traf im Powerplay per Schlagschuss zum 1:0 (4.), nur 15 Sekunden später legte Vadim Jost bereits das 2:0 nach. 40 Sekunden später durfte nach Stefan Bilsteins 3:0 wieder gejubelt, ehe wiederum 78 Sekunden später Benjamin Schulz mit einem Hochgeschwindigkeits-Bauerntrick den vierten Treffer erzielte. Erst danach nahmen die Harzer etwas das Tempo heraus, fanden die Wedemarker langsam besser in die Partie.

Der Beginn des Mitteldrittels gehörte klar den Wölfen, bei denen zwar Michele Meridian krank fehlte, dafür aber Andreas Bippus trotz erlittenen Nasenbeinbruchs im Spiel gegen Salzgitter überraschend mitwirkte. Bilstein drückte den Puck zum 5:0 über die Linie (24.), Maximilian Bauer machte das halbe Dutzend voll (28.). Nachdem Alexander Enns zum 7:0 nachgelegt hatte (36.) kamen die Wedemarker zu ihrer bis dato besten Chance. Alexander Pflüger scheiterte aber mit einem Penalty an Wölfe-Keeper Mario D'Antuono (37.). Aufregung gab es dann kurz vor der Drittelpause, als Enns und Wedemarks Markus Gonzales aneinander gerieten. Etwas unverständlich die Strafverteilung: Der ESC-Angreifer musste nach dem kurzen Faustkampf zum Duschen, während Gonzales mit einer 2+2-Minuten-Strafe davon kam.

Nach Markus Schneiders krachenden Schlagschuss zum 8:0 (43.) mussten die Wölfe etliche Strafzeiten überstehen. Bis zur 57. Minute gelang dies, auch dank der starken Paraden von D'Antuono, dann aber traf Reiko Berblinger in doppelter Überzahl doch noch für die Mellendorfer. Der Schlusspunkt gehörte jedoch den Harzern, Alois Öttl markierte in Unterzahl den 9:1-Endstand (59.).

„Wir haben sehr gut in die Partie gefunden. Zudem hat Mario einen starken Job im Tor abgeliefert. In Überzahl waren wir allerdings manchmal zu verspielt und haben versucht, den Puck ins Tor zu tragen“, sagte Wölfe-Trainer Bernd Wohlmann, der nach dem Sieg mit seiner Mannschaft aber natürlich dennoch zufrieden war. Zum nächsten Heimspiel erwarten die Wölfe bereits am 3. Januar den Adendorfer EC im Wurmbergstadion, Beginn ist um 19 Uhr.

Tore: 1:0 (3:24) Blank (Deibert, Bilstein/5-4), 2:0 (3:39) Jost (Enns, Bauer), 3:0 (4:20) Bilstein (Deibert, Schneider), 4:0 (5:38) Schulz (Jost, Öttl), 5:0 (23:25) Bilstein (Deibert, Blank), 6:0 (27:20) Bauer (Deibert, Bilstein), 7:0 (35:00) Enns (Schock, Öttl), 8:0 (42:07) Schneider (Pipp, Schock), 8:1 (56:04) Berblinger (Theilmann, Pflüger/5-3), 9:1 (58:35) Öttl (Schulz, Pipp/4-5). Strafen: Braunlage 22 + 5 + Spieldauer (Enns), Wedemark 24. Zuschauer: 837.

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