Kein Spiel für schwache Nerven

Kobras zweimal gegen NeuwiedKobras zweimal gegen Neuwied
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Kein Spiel für schwache Nerven war die Partie zwischen den Dinslakener Kobras und dem Iserlohner EC 1b am Freitagabend. Letztendlich gewannen die Kobras mit 7:6 (3:1, 0:3, 3:2/, 1:0) nach Penaltyschießen.

Vor kapp 300 Zuschauern präsentierten sich beide Teams von ihrer besten Seite. Bereits in der vierten Minute landete die Scheibe von David Stetch nach einer schönen Kombination mit Thomas Frach und Henri Marcoux bei 5:3-Überzahl im Netz der Gäste. Doch nur kurze Zeit später kam Iserlohn durch einen Schuss von Routinier Robert Simon, den Markus Felkel durch die Fanghand gleiten ließ, zum Ausgleich. Die Kobras ließ dieser Treffer allerdings kalt und man spielte sich weiter gute Einschussmöglichkeiten heraus. Als dann die Iserlohner Mannschaft ein kleines Nickerchen hielt, schlugen wiederum David Stetch und Daniel Eul zu. Innerhalb von nur neun Sekunden erhöhten sie auf 3:1.

Iserlohn nutzte gleich zu Beginn des zweiten Abschnittes eine 5:3-Überzahl und verkürzte auf 3:2. Dinslaken spielte weiter nach vorne und wollte die Führung ausbauen, scheiterte aber immer wieder am Gästetorhüter. Das Team vom Seilersee kam kaum aus der eigenen Zone heraus, doch wenn sie raus kamen, wurde es brandgefährlich. So war es auch in der 30. Minute, als Christian Gose den schon kalt gewordenen Markus Felkel zum Ausgleich überlisten konnte. Kurz vor der zweiten Drittelpause mussten die Kobras, mit einem Mann weniger auf dem Eis, sogar noch den 3:4-Rückstand hinnehmen.

Nicht schon wieder eine Niederlage gegen Iserlohn, mag sich mancher Fan gedacht haben, als der Puck in der 43. Minute, wiederum bei Dinslakener Unterzahl, erneut im Gehäuse der Gastgeber zappelte. Doch dieser Treffer schien die Kobras nur noch giftiger gemacht zu haben. Unentwegt berannte das Team von Armin Lehmann nun das Iserlohner Tor und wurde nur zwei Minuten darauf durch Christian Schlesiger mit dem 4:5-Anschluss belohnt. Die Fans peitschten ihre Mannschaft nun lautstark nach vorne und sogar die sonst so ruhigen Tribünengäste hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen, als Heiko Wilken in doppelter Überzahl einen Hammer rausholte und die Scheibe unhaltbar in den rechten Winkel donnerte. Jetzt sollte auch noch der Siegtreffer gelingen, doch bekamen die Kobras den Puck, trotz guter Möglichkeiten, nicht über die Torlinie. Als sich die Fans gedanklich schon mit dem Penaltyschießen befassten, geschah es dann. Iserlohn tauchte wie aus dem Nichts vor dem Dinslakener Tor auf und ging 20 Sekunden vor Schluss mit 6:5 in Führung. Bei den Dinslakenern Fans trat Ernüchterung ein. Armin Lehmann versuchte noch einmal alles und nahm sofort Markus Felkel vom Eis und ersetzte ihn durch einen weiteren Feldspieler. David Stetch trat zum Anstoßbully an. Die Scheibe gewonnen, spielte er sie sofort hoch ins gegnerische Drittel, von wo ein Iserlohner sofort versuchte, sie wieder heraus zu befördern. Doch der Versuch misslang und Thomas Frach konnte sich die Scheibe an der blauen Linie angeln. Nun ging es blitzschnell. Frach passte auf Stetch, der weiter zu Henri Marcoux, der mit einer Direktabnahme fünf Sekunden vor Ultimo den nicht mehr für möglich geglaubten Ausgleich wiederherstellte. Der Jubel war grenzenlos, doch sollte der Nervenkitzel noch kein Ende haben, stand doch nun das Penaltyschießen an. Nach den ersten fünf Schützen hieß es wieder mal Unendschieden. Für Dinslaken traf nur David Stetch und für Iserlohn nur Dennis Buchwitz. Also ging es weiter. Derek Picklyk trat als sechster Kobra Spieler an und verwandelte sicher. Jetzt musste Felkel nur noch halten. Doch obwohl er nicht mehr an die Scheibe kam, jubelte man im Kobralager. Der Iserlohner Spieler schoss rechts am Tor vorbei und somit konnten zwei nicht mehr geglaubte Punkte gewonnen werden.

Tore: 1:0 (03:13) Stetch (Marcoux, Frach/5-3), 1:1 (06:50) Simon (Esche, Buchwitz), 2:1 (14:05) Stetch (Marcoux, Piwonski), 3:1 (14:14) Eul, 3:2 (20:54) Engelmann (Brinker, Schnieder/5-3), 3:3 (29:21) Gose (Reckers), 3:4 (39:06) Brinker (Wapnewski, Buchwitz/5-4), 3:5 (43:58) Pütz (Gose, Engelmann/5-4), 4:5 (45:38) Schlesiger (Wunsch, Leverenz), 5:5 (54:04) Wilken (Frach, Marcoux/5-3), 5:6 (59:40) Pütz (Simon, Schnieder), 6:6 (59:55) Marcoux (Stetch, Frach), 7:6 (60:00) Picklyk (entscheidender Penalty). Strafen: Dinslaken 26 + 10 (Piwonski), Iserlohn 22.

Zuschauer: 272.

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