Kein gutes Pflaster für den NEV

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
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Das Sauerland ist für Neuss kein gutes Pflaster. Im fünften Saisonspiel musste der Neusser EV die erste Niederlage einstecken. Beim Iserlohner EC 1b unterlag der NEV mit 4:6 (0:2, 3:3, 1:1).

Vielleicht war es kein gutes Omen, dass die Neusser Mannschaft staubedingt verspätet im Sauerland eintraf. Nachdem der Beginn der Partie um eine halbe Stunde verschoben wurde, dauerte es nicht einmal eine Minute, ehe ein Schuss von Christian Gose hinter Andreas Schrills einschlug. Dass Jiri Svejda kurz darauf den zweiten Treffer für die bislang sieglosen Iserlohner nachlegen konnte, gab diesen sichtbar Auftrieb. Mit altbekannten Stärken im läuferischen und kämpferischen Bereich traten die Young Wild Roosters den Neussern entgegen, die regelrecht überrumpelt wirkten. Unnötige Strafzeiten machten es dem Tabellenführer noch schwerer, ins eigene Spiel zu finden, was erst gegen Ende des Abschnitts annähernd gelang. Auch zu Beginn des Mitteldrittels wussten die NEV-Cracks weder offensiv noch defensiv zu überzeugen. Nachdem Sebastian Geisler IEC-Stürmer Breker nur auf Kosten eines Penalties am Abschluss eines Konters hindern konnte, verwandelte der Tscheche Svejda den Strafschuss souverän. Als auch Christian Gose seinen zweiten Treffer an diesem Abend bejubeln durfte, schwante den mitgereisten 50 NEV-Fans Böses. Doch deren Team berappelte sich urplötzlich und kehrte mit einem Doppelschlag innerhalb von nur 20 Sekunden in die Partie zurück (Torschützen: Schmetz und Oltmanns). Als Ingo Angermann vier Minuten später sogar auf 4:3 verkürzte, schien die

Begegnung doch noch den erhofften Verlauf zu nehmen. Die kalte Dusche folgte aber nur Sekunden später, als sich Patrick Mylius unbemerkt von den Neusser Verteidigern davonschlich und auf Zuspiel von Henrik Pernt dem absprachegemäß eingewechselten Dennis Kohl keine Abwehrchance ließ. So begann für den NEV im letzten Abschnitt der Wettlauf gegen die Zeit. Die Gastgeber zogen sich phasenweise dicht vor das eigene Gehäuse zurück, sorgten aber auch mit gelegentlichen Kontern für Gefahr. Die Neusser bissen sich ihrerseits an der vielbeinigen Abwehr um Torhüter Hendrik Sirringhaus immer wieder die Zähne aus, die nur einen Treffer von Holger Schrills (53.) zuließ. Als Andrej Fuchs alles auf eine Karte setzte, sorgte Marlon Czernohous mit einem Schuss in das verwaiste Gehäuse für die endgültige Entscheidung. Aufgrund der besseren Tordifferenz bleibt der NEV dennoch weiterhin Tabellenführer vor den punktgleichen Dortmundern.

Tore: 1:0 (0:56) Gose (Czernohous, P. Brozé), 2:0 (4:45) Svejda (Bruch, Breker), 3:0 (21:02) Svejda (Penalty), 4:0 (27:28) Gose (Czernohous), 4:1 (28:00) Schmetz (Fuchs, Krahforst), 4:2 (28:20) Oltmanns (H. Schrills), 4:3 (32:51) Angermann (Perlitz, Bromé/5-4), 5:3 (33:22) Mylius (Pernt), 5:4 (52:25) H. Schrills (Oltmanns/5-4), 6:4 (58:51) Czernohous (Mylius/ENG. Strafen: Iserlohn 26, Neuss 36. Zuschauer: 106.