Kantersieg gegen die North StarsSalzgitter Icefighters

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Nicht den Hauch einer Chance hatte man den hoffnungslos überforderten Sternen gelassen. Sollte man zu Beginn zwar mit viel Druck nach vorne noch verhalten gewesen sein, was die Tore anbelangte, so konnte man den Siegeswillen von Beginn an klar erkennen. Einige Chancen wurden wie schon so oft vergeben, und die Gäste kamen nur punktuell zu Entlastungszügen, die jedoch meist an der blauen Linie der Icefighters verpufften. Jedoch musste man mit dem ersten Torjubel bis zur zehnten Minute warten, dann erst hatte Alex Pflüger den Goalie der Stars erstmals überwunden. Man ging den Weg unbeirrt weiter. Die Gäste ahnten bereits, dass ein Rückstand beim stark aufspielenden Spitzenreiter schwerlich aufzuholen ist. Das bewahrheitete sich vor dem Ende des Drittels, als die Tormaschinerie weiter anlief. Milan Marnota (17.), David Jasieniak (18.) und Andre Keine (19.) stellten mit Toren im Minutentakt den 4:0-Pausenstand her. „Wir sind etwas schwer ins Spiel gekommen, zumindest was die Chancenverwertung angeht, aber in der zweiten Hälfte des Drittels hatten wir dann alles im Griff“, lautete das Pausenresümee von Trainer Radek Vit.

Der zweite Abschnitt wurde etwas gemächlicher angegangen. Zwar dauerte es erneut nicht lange, bis es im Kasten der Stars klingelte (Zapfe, 22.), aber der Spielfluss war etwas abhandengekommen. Auch ungewohnt viele ungenaue Abspiele waren kurzzeitig prägend für das Spielgeschehen. Erschwerend dazu kam es in dieser Zeit häufig zu Strafen, das Spiel wurde in dieser Phase um einiges härter. In der 28. Minute konnten die Gäste dann den Anschlusstreffer erzielen, der jedoch weniger herausgespielt als denn Zufallsprodukt war. Und die passende Antwort ließ genau 26 Sekunden auf sich warten: Das 6:1 durch Nils Blankschyn. Man hat in Salzgitter ja schon einiges gesehen, aber zwei Tore in Unterzahl binnen zwölf Sekunden haben gewissen Seltenheitswert. Passiert in der 33. Minute (Kiene, Machacek). „Im zweiten Abschnitt haben wir es wieder etwas zu sehr schleifen lassen, das Gegentor hat uns aber schnell aufgeweckt und wir fanden unsere Linie wieder“, war das Fazit zum zweiten Drittel vom Trainer.

Und welche Worte er auch in der Pause gefunden hatte, sie wirkten wie Muntermacher für den letzten Durchgang, in dem es auch wieder eine Besonderheit mit Seltenheitswert gab. Am Anfang musste man aber wieder warm werden, so schien es den Zuschauern. Es vergingen einige Minuten der Gegenwehr der Gäste, und des gewohnt starken Druckes auf das Tor seitens der Icefighters. Das Tor von Reiffen in der 47. Minute war dann quasi das Signal zur Torejagd. Diese setzte sich mit Toren durch zweimal Jasieniak (52., 53.) und Friedrich (55.) fort, ehe in der 56. Minute binnen 35 Sekunden drei Tore fielen, davon zwei sogar mit identischen Torschützen und Assists (Torschütze Jasieniak,  Assists Kiene und Blankschyn); das dritte durch Alex Pflüger. Den für die Gäste niederschmetternden Schlusspunkt setzte Alex Pflüger in der letzten Spielminute.

„Das letzte Drittel war ein Feuerwerk. Fast jeder Schuss war ein Treffer, das war etwas für die Zuschauer und natürlich das Torverhältnis. Damit kann man nur zufrieden sein“, so das Fazit zu diesem furiosen Drittels von Radek Vit. Mit einem Sieg im letzten Spiel in Harsefeld können die Icefighters die Vorrunde als Tabellenführer beenden, hinsichtlich der Play-offs nur ein Etappenziel, wenn auch ein wichtiges.

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