Kantersieg gegen dezimierte Sauerländer

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
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Im einzigen Duell des Wochenendes zeigte sich der Neusser EV spielfreudig und entschlossen. Der nur mit einem Minikader angetretenen Iserlohner EC 1b wurde mit einer 9:0 (1:0, 3:0, 5:0)-Packung auf die Heimreise geschickt.

Wie bereits in der Vorwoche sahen sich die Neusser gerade einmal elf Feldspielern gegenüber. Startete man gegen Mannheim jedoch vornehm zurückhaltend in die Partie, so gingen die NEV-Cracks diesmal von Anfang mit hohem Tempo zur Sache. Die Gäste aus Iserlohn zogen sich vorsichtshalber vor das eigene Tor zurück und stellten sich dabei auch geschickt an, zumindest hielt man die Anzahl hochkarätiger Torchancen vorerst in Grenzen. Nach zehn Minuten klingelte es dann aber doch im Kasten der ersatzgeschwächten Sauerländer, Lutz Klauck war mit einer Direktabnahme aus kurzer Distanz erfolgreich. Bei diesem Zwischenstand sollte es bis zur Pausensirene bleiben.

Im zweiten Drittel änderte sich das Bild nicht grundlegend. Die Waldstädter setzten alles daran, den drohenden zweiten Treffer zu verhindern, waren aber an diesem tatkräftig beteiligt. So profitierte Ralf Reisinger von einem missglückten Spielaufbau der Gäste und wollte kurz danach einen Pass vor das gegnerische Tor spielen, der jedoch von IEC-Routinier Robert Simon ins eigene Gehäuse abgefälscht wurde (24.). Trotz deutlicher Überlegenheit der Neusser kam die Zweitvertretung des DEL-Clubs nun ebenfalls zu guten Gelegenheiten, die der zuvor noch annähernd beschäftigungslose Dennis Kohl jedoch souverän zunichte machte. Auch sein Gegenüber, Sebastian Kutschelis, machte seine Sache gut, war aber bei einem Überzahl-Schlagschuss von Elvis Melia machtlos, weil vor ihm stehende Akteure die Sicht verdeckten (35.). Als kurz darauf Evgenij Kozhevnikov den Weg für Sturmpartner Boris Fuchs freiblockte und dieser den vierten Treffer erzielte, war eigentlich schon klar, dass sich der NEV an diesem Abend keine Blöße geben würde.

Erwartungsgemäß schwanden bei den Gästen im letzten Abschnitt die Kräfte, so dass Dennis von der Heiden und Evgenij Kozhevnikov auf 6:0 erhöhen konnten. Anschließend kam erschwerend hinzu, dass in der insgesamt fairen Begegnung Iserlohns Dennis Buchwitz unter die Dusche geschickt wurde, weil dieser James Dreseler mit unglücklichem Stockeinsatz im Gesicht verletzt hatte. Ronny Sassen und Elvis Melia nutzten die fünfminütige Überzahl zu weiteren Treffern, ehe Boris Fuchs in der Schlussminute den Endstand markierte. Eine überzeugende Vorstellung der NEV-Cracks, die sich nun für einige Tage dem närrischen Treiben widmen dürfen.

Tore: 1:0 (10:18) Klauck (von der Heiden, Reisinger), 2:0 (23:50) Reisinger (Sassen), 3:0 (34:09) Melia (Fuchs/5-4), 4:0 (37:10) Fuchs (Hatterscheid, Reisinger), 5:0 (43:03) von der Heiden (Sassen, Schröder), 6:0 (46:43) Kozhevnikov (Fuchs, Rejhon), 7:0 (48:35) Sassen (Reisinger, Klauck/5-4), 8:0 (51:32) Melia (Kozhevnikov, Geisler/5-4), 9:0 (59:32) Fuchs (Kozhevnikov, Rejhon).

Strafen: Neuss 8, Iserlohn 10 + 5 + Spieldauer (Buchwitz). Zuschauer: 126.

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