Kantersieg gegen Darmstadt - Play-offs gegen Bad Nauheim

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
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Mit einem weiteren zweistelligen Sieg schossen sich die Neusser auf die Play-offs ein. Die ersatzgeschwächten Darmstädter konnten das Spiel nur ein Drittel lang offen gestalten und wurden letztendlich mit einer 11:1 (1:1, 7:0, 3:0)-Packung auf die Heimreise geschickt.

Bereits ein flüchtiger Blick auf die Mannschaftsaufstellung der Gäste ließ vor dem Spiel erahnen, dass eine einseitige Begegnung bevorstünde. Gerade einmal zehn Darmstädter Feldspieler und zwei Torhüter hatten sich auf den Weg ins Rheinland gemacht, um beim Tabellendritten zu bestehen. Für ein Liga-Schlusslicht wahrlich keine guten Voraussetzungen, zumal auch mehrere Leistungsträger fehlten. So war es nicht verwunderlich, dass die Neusser von Anfang an das Heft in die Hand nahmen und den Vizemeister der Regionalliga Hessen in dessen eigenem Drittel einschnüren konnten. David Köhlers Treffer nach fünf Minuten war die logische Folge, weitere Chancen folgten. Doch bei der Verwertung dieser zeigten sich die zum großen Teil umformierten Reihen großzügig, so dass Darmstadts Torhüter Doroschenko mehrfach die Gelegenheit bekam, sein Können unter Beweis zu stellen. Dies tat der Schlussmann der Stars zur Freude der mitgereisten Fans fehlerlos, während die Neusser für ihre Nachlässigkeit noch böse bestraft werden sollten: Als sich die Gäste während einer Strafe gegen den NEV aus der Umklammerung befreien konnten, gelang Christian Wehner der überraschende Ausgleich.

Einen letzten Punkt brauchte die Truppe von Trainer Andrej Fuchs noch, um den Einzug in die Play-offs perfekt zu machen. Weniger nervös, dafür umso entschlossener ging sie im zweiten Drittel zu Werke. Ralf Reisingers erneutem Führungstreffer folgte nach 28 Minuten ein Doppelschlag, der die Gäste allerdings mit den Entscheidungen der Schiedsrichter hadern ließ. So sahen die Darmstädter zunächst einen Klauck-Schuss nur am Lattenkreuz, während vor Evgeni Kozhevnikovs Tor zum 4:0 ein verletzter TSG-Spieler auf dem Eis lag, die Partie aber erst nach dem erfolgreichen Abschluss des Angriffs unterbrochen wurde. Sei es drum, beide Treffer zählten und wie beim Hinspiel bauten die Stars nun immer mehr ab, was angesichts von nur zwei Reihen diesmal jedoch wenig überraschend kam. Steve Blumentritt, Boris Fuchs und erneut David Köhler nutzten die günstige Gelegenheit aus und erhöhten innerhalb kurzer Zeit auf 7:1, ehe die Hessen kurz vor der zweiten Pausensirene noch einen weiteren Nackenschlag verkraften mussten. Ilja Doroschenko verletzte den an ihm vorbei fahrenden Ralf Reisinger unglücklich mit dem Schläger im Gesicht, woraufhin der Torhüter mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe unter die Dusche geschickt wurde. Sein Vertreter, Mathias Fach, musste bei seiner ersten Aktion direkt die Scheibe aus dem Netz fischen, denn Lutz Klauck brauchte nur 18 Sekunden, um in Überzahl den achten Treffer nachzulegen.

Zu Beginn des letzten Abschnitts war bereits klar, dass der NEV sein Ziel erreicht hatte. Auch wenn Ralf Reisinger die fünfminütige Überzahl noch zu einem weiteren Tor nutzen konnte, schalteten die Neusser mit Blick auf die kommenden Aufgaben einen Gang zurück, um den Gegner nicht unnötig zu provozieren und große Strafen oder gar Verletzungen zu vermeiden. Zweistellig sollte es aber dann doch noch werden, wofür in der Schlussphase Lutz Klauck und Ronny Sassen sorgten. So beendeten die Neusser die gemeinsame Endrunde der Regionalligen NRW, Hessen und Baden-Württemberg mit einem 11:1-Sieg, der jedoch offen lässt, ob man als Tabellenzweiter oder Dritter in die Play-offs einzieht. Dies entscheidet sich erst am Sonntag, wenn die Roten Teufel aus Bad Nauheim in Troisdorf antreten und bei einem Sieg noch am NEV vorbei ziehen können. Entscheidend ist dies allerdings nur noch für die Festlegung der Spielfolge im Halbfinale der Aufstiegsrunde zur Oberliga, denn eben diese Bad Nauheimer stehen bereits als Gegner der Mannschaft um Kapitän Ronny Sassen fest. Sollte der hessische Meister den NEV in der Tabelle überholen, fände das Hinspiel am kommenden Freitag im Südpark statt, andernfalls träfe man erst am Sonntag in Neuss aufeinander. So oder so, auf die NEV-Cracks wartet eine schwere Aufgabe, bei der sie jedoch nicht chancenlos sind.

Tore: 1:0 (5:28) Köhler (Kozhevnikov, Melia), 1:1 (19:10) Wehner (Roth, J. Nissen/5-4), 2:1 (22:08) Reisinger (Klauck, Ackermann), 3:1 (28:03) Klauck (Reisinger/5-4), 4:1 (28:33) Kozhevnikov (Dreseler), 5:1 (31:35) Blumentritt (von der Heiden, Hatterscheid), 6:1 (35:59) Fuchs (Reisinger, Melia), 7:1 (36:48) Köhler (Dreseler, Kozhevnikov), 8:1 (38:29) Klauck (Ackermann, Kozhevnikov/5-4), 9:1 (42:11) Reisinger (Klauck, Ackermann/5-4), 10:1 (54:46) Klauck (Reisinger, Fuchs), 11:1 (58:54) Sassen (Reisinger). Strafen: Neuss 20 + 10 (Ackermann), Darmstadt 8 + 5 + Spieldauer (I. Doroschenko). Zuschauer: 213.


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