Kampf um die Play-offs geht weiter

"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz"Rote Teufel" warten noch auf die Lizenz
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Endspurt in der Aufstiegsrunde zur Oberliga: noch sechs Spiele müssen die Roten Teufel Bad Nauheim absolvieren und haben es als derzeitiger Drittplatzierter somit selber in der Hand, die Play-offs zu erreichen. An diesem Wochenende gastieren die Kurstädter am Freitag zunächst bei den Young Wild Roosters Iserlohn (Beginn 19:30 Uhr), ehe es am Sonntag vor heimischen Publikum zum wichtigen Match gegen den Tabellenvierten aus Grefrath kommt (Beginn 18.30 Uhr).

Gegen die Sauerländer haben die Roten Teufel etwas gut zu machen, unterlag man dem IEC im Hinspiel auf eigenem Eis überraschend mit 2:3. Seit diesem zweiten Heimspiel der Runde hat sich aber einiges getan, so holte das Team von Michael Eckert fünf Siege aus sieben Partien, während die Roosters lediglich gegen Troisdorf und Darmstadt punkten konnten. Zuletzt setzte es für die Mannschaft von Ex-Nationalspieler Andreas Pokorny in Neuss eine 0:9-Schlappe und zu Hause gegen Dinslaken ein 5:8. Zu viele Gegentore also für eine Anwärterschaft auf die Play-offs, so dass die Sauerländer derzeit lediglich auf Rang acht liegen mit zwölf Punkten Rückstand auf die Hessen. „Wir wollen und müssen dieses Spiel gewinnen, nachdem wir gegen Hügelsheim nicht gut gespielt haben“, sagt EC-Kapitän Bernhard Naulin. "Wir waren alle ziemlich angefressen aufgrund der ersten Niederlage nach fünf Siegen, aber vielleicht kam dieses genau zur rechten Zeit", spielt Naulin darauf an, dass sich das Team immer hundertprozentig konzentrieren muss, will man die Punkte für sich verbuchen.

Dies gilt vor allem für das Heimspiel am Sonntag gegen Grefrath, das zuletzt eine wahre Serie hingelegt hat. Fünf Siege in Folge fuhren die Nierspanther ein, so dass sie wieder voll im Geschäft sind und bei einem mehr absolvierten Spiel ebenso wie die Roten Teufel 21 Punkte auf der Habsenseite stehen haben. Gerne erinnert man sich an den Rundenauftakt an der Niers zurück, als die Kurstädter nach einem 3:0-Rückstand noch 4:3 gewinnen konnten. Knapp drei Wochen später standen nach sechs Partien nur zwei Siege der Grefrather (gegen Mannheim und Darmstadt) zu Buche, so dass Trainer Adam Grygiel in beidseitigem Einvernehmen seinen Vertrag auflöste. Nachfolger wurde Christian Hollmann, der in früheren Jahren bereits Co-Trainer bei den Nierspanthern war. Unter ihm zeigt die Leistungskurve des Teams steil nach oben, denn außer zwei knappe Niederlagen gegen Topfavorit Herne (3:5) und in Neuss (2:3) standen keine Punktverluste mehr zu Buche. Die Roten Teufel sollten also gewarnt sein, zumal die Krefelder Förderlizenzspieler für einiges an Wirbel bei den Westdeutschen sorgen. Allen voran steht Torwart Dennis Lüttges, der für die kommende Spielzeit bereits einen Vertrag beim DEL-Klub besitzt und im Hinspiel seine Klasse bewies. Er verletzte sich allerdings am Dienstag beim 6:2-Sieg gegen Dinslaken nach einem Schlagschuss auf die Maske, man geht aber davon aus, dass er am Wochenende wieder einsatzfähig sein wird.

Die Kurstädter können in diesen beiden wichtigen Partien aller Voraussicht nach in Bestbesetzung antreten, so dass ein spannendes und interessantes Wochenende erwartet werden kann. Zum Auswärtsspiel am Seilersee haben sich zahlreiche EC-Fans angesagt, um wie zu den besten Zweitliga-Zeiten für Stimmung zu sorgen. Auch am Sonntag dürfte einiges im Kurpark los sein, so dass die Fans als siebter Mann fungieren und entsprechende Unterstützung leisten werden. Mit zwei Erfolgen könnte man die Playoff-Position festigen und die Aufstiegsambitionen unterstreichen. Diese beiden Spiele dürften zeigen, ob die 3:5-Niederlage gegen Hügelsheim lediglich ein Ausrutscher war, und ob das Team so gefestigt ist, dass es entsprechende Antwort darauf geben kann.

Jetzt die Hockeyweb-App laden!