Jets gelingt erster Auswärtssieg

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Das erste Drittel begannen beide Mannschaften recht nervös. Doch nach wenigen Minuten kristallisierte sich die bessere Spielanlage der Jets heraus. Zum Leidwesen von Trainer und Fans endete das gute Aufbauspiel aber an der blauen Linie zum Angriffsdrittel. Die Jets blieben entweder harmlos vorm Tor des Gegners oder fanden ihren Meister in Torwart Routinier Guido Titzhoff. Wie so oft bei solchen Spielverläufen, konnten die Gastgeber den ersten ordentlich vorgetragenen Angriff zum 1:0 vollenden.

In der Pause gab es für die Jets eindringliche Worte zum harmlosen Spiel vor dem Tor. Die Langenhagener schienen die Pausenansprache verstanden zu haben und spielten im zweiten Drittel mit deutlich mehr Zug zum Tor. Doch die Hamburger konnten sich auf ihren Goalie verlassen. Selbst einen zugesprochenen Penalty konnten die Jets nicht in ein Tor verwandeln. In der 29. Minute war aber auch Titzhoff machtlos. Jörg Meyer und Kevin Schmoock brachten Die Jets mit einem Doppelschlag binnen 19 Sekunden in Führung. Diese konnte der HSV aber bereits eine Minute später wieder ausgleichen. Langenhagen aber weiter im Vorwärtsgang und Mario Breneizeris brachte die Jets wieder in Führung. Beim nächsten Angriff der Langenhagener wurde die Partie turbulent. Nachdem die Hamburger über eine zu Ende gefahrene Attacke der Jets nicht amüsiert waren, kam es zu einer ausgewachsenen Massenschlägerei auf dem Eis. Die Schiedsrichter schickten danach Tibor Pudziow, Stefan Kühne und Kevin Schmoock bei den Jets und dazu noch zwei Hamburger Spieler vorzeitig zum Duschen. Auch im Anschluss hatten die Referees große Schwierigkeiten die Partie in geordneten Bahnen zu halten. Es herrschte Hochbetrieb auf der Strafbank. Eine der vielen Strafzeiten konnten die Hamburger eiskalt zum 3:3-Ausgleich nutzen.

Die zweite Pause kam gerade zur richtigen Zeit um die erhitzten Gemüter auf dem Eis und auf den Rängen zu beruhigen. Im letzten Drittel konzentrierten sich aber alle Beteiligten wieder auf das Eishockeyspiel. In den letzten zehn Minuten der Partie zeigten die Jets, dass sie dieses besser beherrschten als die Gastgeber. Zweimal Jörg Meyer und wieder Mario Breneizeris brachten die Gäste mit  6:3 in Front. Zwei Minuten vor Schluss konnten die Hamburger zwar noch in Unterzahl auf 6:4 verkürzen, doch ganze neun Sekunden später erzielte Jörg Meyer mit seinem vierten Treffer den 7:4-Endstand. So sehr die Emotionen im Verlauf der Partie hochkochten, so groß war dann die Freude über die verdient gewonnenen drei Punkte an der Elbe.

Das Trainerduo Björn Naujokat und Mario Breneizeris zeigte sich im Anschluss der Partie zufrieden mit dem Ergebnis. Naujokat: „Nur die mangelnde Cleverness unseres Teams, als die Partie turbulent wurde, ist zu bemängeln. Daneben müssen wir auch noch konsequenter vor dem Tor spielen. Aufgrund der zahlreichen Sperren sind wir für das nächste Spiel gezwungen, einige Umstellungen vorzunehmen. Ich bin aber zuversichtlich, auch aus Wolfsburg mit drei Punkten nach Hause fahren zu können.“ Breneizeris: „Nur durch starken Willen und Kampf kamen wir wieder ins Spiel, das letzte Drittel hat gezeigt, dass das Team das Spiel unbedingt gewinnen wollte, und ist belohnt worden. Wir wollen weiter nach oben.“

Die nächste Partie der Langenhagen Jets ist wieder auf fremdem Eis beim Juniors-Team des EHC Wolfsburg am kommen Freitag, 2. Dezember, um 19.30 Uhr.

Tore: 1:0 (13.) Neumeier (Meyer, Ptacek), 1:1 (29.) Meyer (Breneizeris), 1:2 (30.) Schmoock, 2:2 (31.) Meyer (Ptacek, Bode), 2:3 (34.) Breneizeris (Soccio), 3:3 (37.) Jankovic (Ptacek, Bode), 3:4 (49.) Meyer (Breneizeris, Lehmann), 3:5 (50.) Meyer (Breneizeris), 3:6 (55.) Breneizeris, 4:6 (59.) Ptacek (Schwandt, Bode), 4:7 (59.) Meyer. Strafen: Hamburg 24+40, Langenhagen 29+60.


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