In Netphen nicht stolpern, gegen Essen überraschen

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Der Tabellenführer dieser Pokalrunde und die Tatsache, dass dies das letzte Heimspiel der Aufstiegsrunde ist, dürften noch einmal für ein volles Ice House sorgen. „Um lange Wartezeiten zu vermeiden empfehlen wir unseren Fans, den Vorverkauf zu nutzen“, sagt der EHC-Vorsitzende Wolfgang Schneider. Tickets gibt es bei der Süwag in Neuwied, bei der Tourist-Info sowie in der American Sportsbar in Neuwied. Zuvor ist der EHC jedoch bereits am Freitag (19 Uhr) in Netphen gefordert – und muss dort seiner Favoritenrolle gerecht werden.

 „Wir haben es selbst in der Hand, den sportlichen Aufstieg in die Oberliga zu schaffen“, sagt EHC-Trainer Bernd Arnold. „Wir alle, egal ob Fans, Spieler oder Trainer werden alles dafür tun, dieses Ziel auch zu erreichen.“ Ohne den Rechenschieber zu sehr zu beanspruchen ist eines jedoch klar: Spielt die Konkurrenz wie zu erwarten, dann benötigen die Deichstädter aus den drei noch ausstehenden Spielen sieben Punkte, um den Sprung unter die ersten Vier zu schaffen. Der erste Dreier muss am Freitagabend im Siegerland eingefahren werden, wenn die Bären auf den EHC Netphen treffen. Die Gastgeber stehen abgeschlagen am Tabellenende der Aufstiegsrunde, haben derzeit nur einen Punkt auf dem Konto. Das Hinspiel gewannen die Deichstädter in eigener Halle mit 15:5. Dennoch ist man gewarnt – auf die leichte Schulter darf man schließlich keinen Gegner in dieser Aufstiegsrunde nehmen. „In Netphen müssen wir unsere Pflichtaufgabe erfüllen und mit einer vernünftigen Leistung die drei Punkte einfahren“, sagt der EHC-Trainer.

Vor heimischer Kulisse können sich die Bärenfans noch auf zwei echte Leckerbissen freuen – dem letzten Heimspiel in der Aufstiegsrunde am Sonntag gegen Essen (19 Uhr) und dem Rückspiel im Finale um den Rheinland-Pfalz-Pokal am Freitag, 30. März, 21 Uhr. Die Gastgeber brauchen im Heimspiel gegen Essen mindestens einen Zähler, um im Aufstiegsrennen zu bleiben. Auf der Gegenseite brauchen die Moskitos unbedingt einen Sieg, um den Gewinn des Oberliga-West-Pokals – so die offizielle Bezeichnung dieser Aufstiegsrunde – perfekt zu machen. Bernd Arnold: „Ich habe der Mannschaft im Training gesagt, dass wir weder rechnen wollen noch auf andere schauen müssen. Wir holen in den drei Spielen noch neun Punkte und dann ist gut. Ohne Wenn und Aber. Alles ist möglich, also gehen wir es an!“

Doch die Partie am Sonntag gegen die Stechmücken ist nicht nur aus sportlichen Gründen quasi eine Pflichtveranstaltung für die Bärenfans. Denn Kult-Stadionsprecher Fredi Winter wird am Sonntag ein einmaliges Comeback als Stadionsprecher feiern. „Wir hatten diese Idee schon zu Saisonbeginn. Umso schöner, dass es jetzt am Sonntag klappt“, sagt Winter. Geplant war eine Doppelmoderation mit dem aktuellen Stadionsprecher Tim Rönz, doch dieser ist in seiner Verbandsfunktion am Sonntagabend in Bitburg im Einsatz. Fredi Winter war einst zu Meisterzeiten Stadionsprecher in Neuwied – seine Stimme ist für viele Bärenfans eng verbunden mit den erfolgreichsten Zeiten, die das Neuwieder Eishockey bisher erlebt hat. Sein Comeback wird zusätzlich für Gänsehautmomente sorgen an diesem sicherlich außergewöhnlichen Abend.

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