In letzter Sekunde verloren

Wölfe verzichten auf Oberliga-TeilnahmeWölfe verzichten auf Oberliga-Teilnahme
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War das grausam für die Harzer Wölfe. In allerletzter Sekunde verloren die Braunlager bei den Black Dragons Erfurt mit 6:7 (1:2, 3:2, 2:3). In einem temporeichen und dramatischen Spiel erzielte Oliver Otte mit der Schlusssirene den Siegtreffer für die Erfurter. Unglaublicher Jubel auf der einen, blankes Entsetzen auf der anderen Seite waren die Folge. „Es fällt mir schwer, heute überhaupt etwas zu sagen“, meinte Wölfe-Trainer Jan Furo anschließend. Ihm war auch lange nach dem Spiel der Schock noch ins Gesicht geschrieben.

Dabei hatten die Wölfe eine starke Partie hingelegt und großen Anteil an einem wahren Eishockey-Spektakel. Zwar dominierte Erfurt die ersten Minuten und ging durch Otte in Führung (6.), danach übernahmen aber die Harzer mehr und mehr das Kommando. Doch zweimal Bilstein, Bippus und Salzmann scheiterten an Erfurts Keeper Kai Fischer. Bei Potac stand schließlich der Pfosten im Weg, so dass erst Roman Vanek, in Unterzahl von Martin Juza auf die Reise geschickt, zum 1:1 traf (17.). Praktisch im Gegenzug gingen die Gastgeber durch Andreas Nickel wieder in Führung (18.). Glück für die Wölfe, dass in der Schlussminute des Drittels auch auf ihrer Seite der Pfosten rettete, während im Gegenzug Vanek gegen Fischer vergab.

Der zweite Durchgang knüpfte nahtlos an die temporeichen und spektakulären Minuten des Anfangsabschnitts an. Juza markierte schließlich den verdienten Ausgleich (30.), doch nur wenig später ging Erfurt durch Sven Johannhardt abermals in Führung (31.). Vaneks erneuten Ausgleich (34.) konterten die Black Dragons umgehend. Otte wurde der Treffer, bei dem ein Abpraller unglücklich von Bruno Kähm ins eigene Tor rutschte, zugeschrieben (35.). Kurz vor der Drittelpause schlug abermals Juza zu, so dass es mit einem 4:4 in das Schlussdrittel ging.

Hier gingen die Wölfe erstmals in Führung. In Unterzahl lief Alexander Deibert zwei Erfurter Verteidigern davon und netzte eiskalt ein (43.). Noch in der selben Unterzahl setzte Erfurts Florian Müller den Puck jedoch in den Torgiebel – das 5:5 (44.). Damit jedoch noch nicht genug der Dramatik. Als Tim Donnelly eine Hereingabe Deiberts in das eigene Tor bugsierte, führten die von rund 60 lautstarken Fans unterstützten Harzer erneut (54.). Ausgerechnet Donnelly war es dann aber auch, der mit einem abgefälschten Schlagschuss zum 6:6 traf (56.). Juza und Potac mit seinem zweiten Pfostentreffer hatten den Sieg für die Harzer noch auf der Kelle. Dann aber kam das unglaubliche Ende, Ottes Schuss in das Herz der Wölfe.

Tore: 1:0 (5:12) Otte (Masche, Marak), 1:1 (16:30) Vanek (Juza/4-5), 2:1 (17:42) Nickel (Johannhardt, Müller), 2:2 (29:00) Juza (Potac, Vanek/4-4), 3:2 (30:43) Johannhardt (Donnelly, Noob/5-4), 3:3 (33:22) Vanek (Juza, Vait), 4:3 (34:21) Otte (Marak), 4:4 (39:46) Juza (Vait, Deibert/4-3), 4:5 (42:01) Deibert (4:5), 5:5 (43:48) Müller (Noob/5-4), 5:6 (53:34) Deibert, 6:6 (55:20) Donelly (Schmunk, Müller/5-4), 7:6 (59:59) Otte (Marak, Masche). Strafen: Erfurt 16, Braunlage 18 + 10 (Potac). Zuschauer: 561.

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