Im letzten Drittel überrannt

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
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Beim ersten Derby der Saison gab es für den Neusser EV nichts zu holen. Zwar kehrten die Neusser nach diversen Rückschlägen immer wieder in die Partie zurück, in der Schlussphase brachen jedoch alle Dämme; Neuss unterlag mit 5:10 (1:3, 2:1, 2:6).

Nachdem beide Mannschaften schon in der Saison-Vorbereitung aufeinander getroffen waren, wussten die Neusser, dass sie auf einen eingespielten und kompakten Gegner treffen würden. Dies bestätigte sich bereits im ersten Drittel, in dem man schon früh in Rückstand geriet. Während der Neusser Offensive das Durchsetzungsvermögen fehlte, wurde der unglücklich agierende Andi Schrills nach elf Minuten gegen Marco Ohmann ausgetauscht. Zu diesem Zeitpunkt stand es bereits 3:1 für die Gastgeber, mit diesem Ergebnis ging es auch in die erste Pause. Zurück auf dem Eis sah es anfänglich nicht nach einer Wende aus. Die schnellen und kampfstarken Düsseldorfer setzten der Neusser Defensive mächtig zu und verwerteten ihre Überzahl-Chancen konsequent. Nach Hoflands Treffer zum 4:1 kamen die NEV-Cracks in der zweiten Drittelhälfte aber besser ins Spiel und schlossen durch Tore von Cappellano und Kozhevnikov auf. Im letzten Abschnitt sollten sich die Ereignisse dann überschlagen. Zunächst erhöhte Düsseldorfs Maiellaro auf 5:3, wobei die Neusser Proteste wegen einer Abseits-Situation unerhört blieben. Als Schiedsrichterin Hertrich anschließend auch noch große Strafen gegen Ronny Sassen (Matchstrafe wegen Schiedsrichterbeleidigung) und Evgenij Kozhevnikov (2+10 wegen eines Checks von hinten) verhängte, schien das Unheil seinen Lauf zu nehmen. Doch trotz der inzwischen zahlreichen Ausfälle (auch Daniel Hatterscheid musste krankheitsbedingt nach dem ersten Drittel passen) und dem sechsten Gegentreffer gaben sich die Fuchs-Schützlinge noch nicht geschlagen, sondern zeigten die erhoffte Trotzreaktion. Durch einen Doppelschlag von André Grein und Rob Campbell kam man auf 6:5 heran und drückte anschließend auf den Ausgleich. Mitten in die stärkste Neusser Phase hinein fiel dann aber ein weiterer Treffer von Diego Hofland, der insgesamt dreimal erfolgreich war und mit dem 7:5 auch den wohl spielentscheidenden Torerfolg für sich verbuchte. Nachdem Maiellaro kurz darauf das 8:5 folgen ließ, brachen beim NEV alle Dämme, zumal nun auch Joe Cappellano mit einer Disziplinarstrafe ausfiel.

Tore: 1:0 (4:40) Maj (Lahmer, Hrstka/5-3), 2:0 (5:52) Gries (Nehring, Aminikia/5-4), 2:1 (6:17) Sassen (Schafranski, Grein), 3:1 (10:31) Aminikia (Lahmer), 4:1 (25:33) Hofland (Aminikia, Lahmer/5-4), 4:2 (31:17) Cappellano (Grein/5-4), 4:3 (33:51) Kozhevnikov (Ernst), 5:3 (40:55) Maiellaro (Gries), 6:3 (46:08) Hofland (Arnold, Hrstka/5-3), 6:4 (47:13) Grein (Schafranski/5-4), 6:5 (49:33) Campbell (Dreseler, Grein/5-3), 7:5 (53:10) Hofland (Tegkaev, Turnwald), 8:5 (55:48) Maiellaro, 9:5 (56:32) Turnwald (Gries), 10:5 (58:11 Schümann (Brings). Strafen: Düsseldorf 28 + 10 (Maj), Neuss 24 + 10 (Kozhevnikov) + 10 (Cappellano) + Matchstrafe (Sassen). Zuschauer: 412.

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