Ice Dragons siegen in Neuwied

Ice Dragons siegen in NeuwiedIce Dragons siegen in Neuwied
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Bei vier Anläufen begann das Spiel immer gleich: Eine schnelle Neuwieder Führung mit zwei, drei Toren, eine Herforder Mannschaft, die im zweiten Drittel zurückkam und eine Neuwieder Mannschaft, die mit schnellen Kontern dann den Sieg einfuhr. Im fünften Anlauf aber sollte es anders laufen. Vor knapp 400 Zuschauern waren die Ice Dragons dieses Mal schon von der ersten Sekunde an auf dem Posten und setzten die von Anton Weißgerber ausgegebene defensive Marschroute konzentriert um. Und kam es doch zu gefährlichen Situationen vor dem Herforder Tor, war Jacob Lamers, der einen Glanztag erwischt hatte, der sichere Rückhalt seines Teams. Am Ende stand ein 4:0-Sieg des HEV.

Die Neuwieder Bären versuchten sofort die Zügel in die Hand zu nehmen, rannten sich aber immer wieder in der gut stehenden Herforder Abwehr fest. Die Ice Dragons dagegen suchten im ersten Drittel ihr Heil in schnellen Kontern, fanden aber auch immer wieder ihren Meister im Neuwieder Goalie Marc Stromberg. So ging es zwar hin und her, aber ohne Zählbaren Erfolg auf beiden Seiten am Ende des Drittels mit einem 0:0 in die Kabine.

Im zweiten Drittel erwischten die Ice Dragons einen Start nach Maß. Sie gewannen das Eröffnungsbulli, die Scheibe ging zurück in die Verteidigung, von da aus mit einem öffnenden Paß zu Lucas Klein, der spielte Nils Bohle an und Nils Bohle schickte Jan-Niklas Linnenbrügger auf die Reise. Der widerum tanzte einen Gegenspieler und Torwart Stromberg aus und erzielte das 0:1, als grade 16 Sekunden im 2. Drittel gespielt waren. Gegen geschockte Bären setzten sich die Ice Dragons nun ein ums andere Mal im Drittel fest und in einer dieser Situationen fing Kai Domula in der 23. Minute einen Befreiungsschlag ab, hielt von der blauen Linie aus drauf. Josh Piro bekam den Schläger in die Flugbahn des Pucks und fälschte die Scheibe unhaltbar für Stromberg in den Winkel ab. Kurz darauf lief eine Konter über Jan-Niklas Linnenbrügger, der den mitlaufenden Lucas Klein bedienen wollte. Der Puck sprang jedoch kurz vor dessen Kelle einmal auf, so das die eigentlich sichere Chance, Stromberg war auf dem Weg in die Falsche Ecke, nicht genutzt wurde, die Scheibe ging am Tor vorbei. Nach dieser Torchance kämpften sich die Bären zurück ins Spiel, machten enorm Druck. Die Ice Dragons hingegen gingen wieder über in die Spielweise des ersten Drittels, standen hinten sicher und verliessen sich – zurecht – auf die Reflexe von Jacob Lamers. Da beide Teams ihre ohne Frage vorhandenen Torchancen in diesem Drittel nicht mehr nutzen konnten, ging es mit diesem 0:2 in die zweite Drittelpause.

Auch im letzten Drittel glänzten die Ice Dragons mit einem Blitzstart. 45 Sekunden waren gespielt, da kam die Scheibe über André Schäfer und Jan-Niklas Linnenbrügger zu Lucas Klein, der aus kurzer Distanz auf 0:3 erhöhte. Die Bären wirkten nun kopflos, rannten sich in Einzelaktionen fest. Die Ice Dragons hingegen lauerten auf Konter, die sie jedoch ebenfalls nicht verwerten konnten. Desto weiter die Uhr runtertickte, desto ruppiger wurde das Spiel. Doch die Unparteiischen liessen auf beiden Seiten viel laufen, so dass es wenige Überzahlchancen für beide Teams gab. Dann, in der 58. Minute, waren die Ice Dragons in doppelter Überzahl und nutzten Ihre Räume geschickt aus. Der Puck zirkulierte durch die Reihen, während die Ice Dragons die richtige Schußposition finden wollten. Über Lucas Klein und Jan-Niklas Linnenbrügger kam die Hartgummischeibe dann zu Nils Bohle, der völlig frei links neben dem Tor stand und zum 0:4 einnetzte. Anschließend verteidigten die Ice Dragons routiniert, um Jacob Lamers den Shutout zu sichern, was dann im Endeffekt auch gelang.

Tore: 0:1 (20:16) Linnenbrügger (Bohle, Klein), 0:2 (22:42) Piro (Domula), 0:3 (40:45) Klein (Linnenbrügger, Schäfer), 0:4 Bohle (48:10) Linnenbrügger (Klein/5-3).


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