Ice Dragons schlagen Wiehl nach langem Anlauf

Angstgegner Grefrath geschlagen – aber Pokalsieg verpasstAngstgegner Grefrath geschlagen – aber Pokalsieg verpasst
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Die knapp 400 Zuschauer im Eisstadion „Im kleinen Feld“ sahen eine Herforder Mannschaft, die zwei Drittel brauchte, um sich die Müdigkeit vom Vortag aus den Beinen zu laufen. Im letzten Drittel drehten die Ice Dragons aber auf und entschieden die Verbandsliga-Partie gegen den TuS Wiehl verdient mit 8:3 zu ihren Gunsten.

Gleich nach Beginn war zu sehen, wie viel Kraft das Spiel gegen Ratingen gekostet hatte. Kein Biss in den Zweikämpfen, keine Genauigkeit in den Pässen, behäbiger Spielaufbau, die Ice Dragons wirkten müde. Zwar waren die Jungs von Andreas Ober und Michael Pott optisch überlegen, zwingende Chancen blieben jedoch Mangelware. Kam doch ein Schuss aufs Tor von Pasqual Gusen, so hatte er meist keine Probleme damit. Auch Jakob Lamers im Herforder Tor war nahezu beschäftigungslos. Bis zur 17. Spielminute. Die Wiehler konnten sich ein wenig befreien und mit der ersten richtigen Torchance stand es auch schon 0:1 aus Sicht des Herforder EV. Tim Piontek hatte Kevin Barden angespielt und dessen Schuß rutschte Jakob Lamers durch die Schoner. Beflügelt durch dieses Tor spielten die Wiehler nun etwas frecher auf, hatten Ihrerseits ein paar Torchancen, aber es kam nichts zählbares dabei raus, während die Herforder noch nicht richtig zu ihrem Spiel fanden. So ging es dann mit diesem Zwischenstand von 0:1 in die erste Pause.

Im zweiten Drittel änderte sich das Bild etwas. Herford drückte auf den Ausgleich, Angriff auf Angriff rollte auf das Wiehler Gehäuse zu, doch im Abschluß blieben die Ice Dragons zu ungenau. Bis zur 26. Minute. In der neutralen Zone über Florian Kiel und Nils Bohle angespielt, startete Lucas Klein durch, lies erst zwei Wiehler Verteidiger stehen, dann dem Torwart keine Chance und es stand 1:1. Slava Koop erhöhten kurz vor der zweiten Pause auf 2:1.

Im letzten Drittel legten die Hausherren erneut einen Gang zu. In der 44. Minute ließ Patric Buchholz dem Wiehler Goalie keine Chance, nachdem er von Slava Koop angespielt worden war. Nur zehn Sekunden später legte André Schäfer mit einem Schlenzer in den Winkel nach. Und wieder waren nur 40 Sekunden vergangen, da ließ sich auch Florian Kiel nicht zweimal bitten, als er von André Schäfer und Nils Bohle freigespielt wurde. Nach diesem 5:1 für den Herforder EV wurde das Spiel ruppiger. In der 50. Spielminute hatte sich Nils Bohle durchgetankt, konnte auf seinem Weg zum Tor nur durch ein Foul gestoppt werden und rutschte in den Wiehler Torhüter hinein. Darauf entwickelte sich eine Rangelei vor dem Tor in dessen Folge drei Herforder und zwei Wiehler Spieler auf die Strafbank mußten. Zusätzlich bekam noch der Wiehler Torhüter eine „Zehner“ aufgebrummt und wurde daraufhin ausgewechselt. Den anschließenden Penalty konnte Nils Bohle allerdings nicht verwandeln. In der darauffolgenden zweiminütigen Unterzahl der Ice Dragons kamen die Wiehler jedoch nicht mehr aus ihrer Zone. Die Herforder spielten, als wären sie mit einem Mann mehr auf dem Eis. In der 51. Minute traf Patric Buchholz, in der 52. Minute legte Tim Horstbrink zum 7:1 nach. Zu diesem Zeitpunkt hatte der TuS Wiehl immer noch einen Mann mehr auf dem Eis. Anschließend nahmen die Herforder ein wenig das Tempo raus, was sich gleich durch einen Konter rächte. Von Sascha Schmitz angespielt traf Bastian Kamman in der 53. Minute zum 7:2. Doch nur 60 Sekunden später stellte Michael Reim im Powerplay den alten Abstand wieder her. Das Spiel war nun eindeutig entschieden, die ruppige Gangart allerdings blieb. Bis zur 58. Minute. Nachdem Tim Piontek vom Schiedsrichtergespann mit einer Spieldauerstrafe wegen eines Ellbogenchecks bedacht wurde, beruhigten sich die Gemüter. In der folgenden Überzahl konnten die Herforder zwar gefällig kombinieren, aber die Chancen wurden nicht genutzt. 47 Sekunden vor Schluss fuhr Sascha Derichs einen Konter auf das Herforder Tor zu und wurde von André Schäfer beim Rettungsversuch zu Fall gebracht. Den fälligen Penalty verwandelte Derichs sicher zum 8:3-Endstand.

Nun haben die Herforder Kufencracks bis zum 18. Januar Zeit neue Kräfte zu tanken, bevor es im Verbandsliga-Pokal mit dem Heimspiel gegen die 1b der Ratinger Ice Aliens weiter geht.

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