Ice Dragons schlagen auch den EHC Neuwied

Angstgegner Grefrath geschlagen – aber Pokalsieg verpasstAngstgegner Grefrath geschlagen – aber Pokalsieg verpasst
Lesedauer: ca. 2 Minuten

60 Minuten Powereishockey sahen die erneut gut 600 Zuschauer im Eisstadion „Im kleinen Felde“. 60 Minuten, nach denen der Herforder EV den zweiten Sieg im zweiten Verbandsliga-Spiel feiern konnte. Nach zwischenzeitlicher 4:0-Führung ließen sich die Ice Dragons innerhalb von nur 64 Sekunden fast noch die Butter vom Brot nehmen, um dann am Ende verdient mit 5:3 die Oberhand zu behalten.

Das Spiel begann mit 30 Minuten Verspätung, da der EHC Neuwied sich mit den Blechlawienen auf der A2 rumschlagen musste und insgesamt vier Staus zu überstehen hatte, und mit ein paar Überraschungen. Die angeschlagenen Spieler bissen auf die Zähne, selbst Andreas Martens, der eigentlich auf Grund seiner Schicht abgesagt hatte, ließ es sich nicht nehmen, direkt von seinem Arbeitsplatz aufs Eis zu stürmen. Und dann war da noch die Nr. 27, mit der Gordon Nickel nach langer, langer Pause sein Comeback auf Herforder Eis gab. Und das ging gleich gut los. Denn in der vierten Minuten brachte er Herford in Führung.

Das zweite Drittel lief ähnlich wie das erste. Der HEV drückte, der EHC Neuwied konterte, und versuchte seine Powerplaychancen zu nutzen. Doch beide Mannschaften kamen zu keinem zählbaren Erfolg. Es blieb spannend. Einziger Aufreger im zweiten Drittel war da in der 39. Minute die Spieldauerstrafe gegen Patrik Morys, der wegen hohen Stocks mit Verletzungsfolge, Andreas Martens zog sich dabei einen Cut an der Oberlippe zu, unter die Dusche musste. Da Morys die Strafe beim Schiedsrichter noch unschön kommentierte, gab es für ihn noch eine zweite Spieldauerstrafe oben drauf.

Das letzte Drittel begann der HEV noch mit drei Minuten Restpowerplay, allerdings wurden selbst beste Chancen nicht genutzt. Doch dann kam die 44. Minute. Auf Vorlage von Ricardo Göldner zog Slava Koop ab, Nils Bohle bekam den Abpraller, umkurvte den am Boden liegenden Tim Siekmann und netzte zum 2:0 ein. Der Bann schien gebrochen, der HEV legte eine Schippe drauf. In der 46. Minute rappelte es erneut. Im Powerplay durfte sich Andreas Doppleb in der Torschützenliste eintragen lassen. Und nur eine Minute später war es erneut im Powerplay Dennis Schmunk, der auf 4:0 erhöhte. Im Gefühl des sicheren Sieges verloren die Mannen von Andreas Ober nun kurz die Konzentration, was sich bitter rächte. Innerhalb von nur 64 Sekunden waren es Dennis Kobe und zweimal Marco Herbel, die mit drei Kontern auf 3:4 verkürzten. Es waren gerade einmal 49 Minuten gespielt, das Spiel war wieder offen. Andreas Ober nahm nun eine Auszeit, um sein Team zur Ruhe zu mahnen, und das hatte Erfolg. In den letzten zehn Minuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Der EHC Neuwied versuchte nun, mit breiter Brust das Spiel endgültig zu drehen, während der HEV versuchte, die Früchte von fast 40 Minuten Überlegenheit einzufahren. Und der HEV war in seinem Bestreben erfolgreicher. In der 52. Minute wurde Nils Bohle von Florian Kiel und André Schäfer auf die Reise geschickt, setzte sich gegen einen Verteidiger durch, zog in den Slot und zog zum erlösenden 5:3 ab.

Tore: 1:0 (3:46) Nickel (Klein, Schäfer), 2:0 (43:31) Bohle (Koop, Göldner), 3:0 (45:16) Doppleb (Martens, Schäfer), 4:0 (46:57) Schmunk (Koop, Doppleb), 4:1 (47:52) Kobe (Hamann), 4:2 (48:29) Herbel (Walther), 4:3 (48:56) Herbel (Walther, Hergt), 5:3 (51:08) Bohle (Kiel, Schäfer). Strafen: Herford 18 + 10 (Martens) + 10 (Nickel), Neuwied 18 + 5 + 2x Spieldauer (Morys).

Jetzt die Hockeyweb-App laden!