Ice Dragons ringen den Tabellenführer nieder

Angstgegner Grefrath geschlagen – aber Pokalsieg verpasstAngstgegner Grefrath geschlagen – aber Pokalsieg verpasst
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Wieder waren gut 600 Eishockeyfans in die Eishalle „Im kleinen Felde“ gepilgert, um sich das Spitzenspiel der Verbandsliga NRW zwischen den Herforder Ice Dragons und den bis dato ungeschlagenen Realstars aus Bergisch Gladbach anzuschauen. Und sie wurden nicht enttäuscht, denn „ihre“ Ice Dragons rangen den Spitzenreiter in einem packenden Match glücklich, aber nicht unverdient mit 3:2 nieder.

Dabei gehörten die ersten Minuten klar den Realstars. Zwar hatten die Spieler vom ESV Bergisch Gladbach eine lange Anreise mit einigen Staus in den Knochen, jedoch hielt sie das nicht davon ab, sofort Gas zu geben. Die ersten Minuten gehörten klar dem Gast, der mit einer etwas reiferen Spielanlage zu überzeugen wusste. Doch Jacob Lamers im Herforder Kasten hielt, was zu halten war, während auf der Gegenseite Stefan Schwarz bei den brandgefährlichen Kontern der Gastgeber, wie zum Beispiel einem Alleingang von Ricardo Göldner, mit starken Paraden glänzte. In der achten Minute dann zahlte sich der Druck der Gäste aus. In doppelter Überzahl wurde Andre Berk von Christoffer Zeh und Sascha Derichs freigespielt und erzielte mit einem fulminanten Schlagschuss die Gästeführung. Dieses „Hallo Wach“ kam bei den Ice Dragons an. Sie attackierten nun früher, setzten sich stärker zur Wehr und kamen ihrerseits zu guten Chancen. So auch in der 13. Minute, als Andreas Doppleb bei einer Konterchance von den Beinen geholt wurde und die Unparteiischen auf Penalty entschieden. Dennis Schmunk lief an, doch Stefan Schwarz ließ sich nicht überwinden.

Im zweiten Drittel ging es mit der gleichen hohen Intensität weiter, doch langsam gewannen die Ice Dragons leicht die Oberhand und kamen so in der 32. Minute in doppelter Überzahl zum Ausgleich. Dennis Schmunk und Gordon Nickel hatten Patrick Preuße am langen Pfosten mustergültig bedient und der brauchte „nur“ zum 1:1 einzuschieben. Doch dieser Spielstand war nicht von Dauer. Gordon Nickel saß auf dem Sünderbänkchen, als Alexander Ziegenhan die Realstars erneut in Führung brachte. Doch die Ice Dragons kannten die richtige Antwort. Das Tor von Stefan Schwarz wurde nun regelrecht berannt, der Scheibe jedoch wollte nicht über die Linie. Als im letzten Drittel noch 20 Sekunden zu spielen waren, kam es zum größten Aufreger des Spiels. Nach einem ungeahndeten Foul verlor Dennis Schmunk die Nerven und fing eine Prügelei mit Christoffer Zeh an. Die beiden ließen sich auch von den Unparteiischen nicht trennen und da auch weitere Spieler beider Teams in dieses Handgemenge eingriffen, zogen die Unparteiischen die Drittelpause vor.

Nach der Pause wurden jeweils Matchstrafen gegen Dennis Schmunk und Christopher Zeh ausgesprochen, Andreas Martens und Jacek Wronecki wurden mit 5 plus Spieldauer belegt und Ricardo Göldner und Marcin Wronecki bekamen jeweils 2+2+Spieldauer. Die Herforder Fans peitschten nun die ihrer ersten Reihe beraubte Mannschaft nach vorne, und die Unterstützung zeigte Wirkung. In der 44. Minute war es erneut Patrick Preuße, der den umjubelten Ausgleich erzielte. Jetzt machten die Ice Dragons Druck, versuchten das Spiel zu entscheiden, während man den Realstars anmerkte, das sie Schwierigkeiten hatten, das Herforder Tempo mitzugehen. Dennoch kamen auch die Gäste immer wieder zu Torchancen, vor allem in Überzahl waren Sie brandgefährlich. Doch Jacob Lamers hielt seinen Kasten nun sauber und in der 54. Minute fiel die Entscheidung. Von Gordon Nickel und Patrick Preuße auf die Reise geschickt, lief Lucas Klein Freund und Feind auf und davon und ließ dem starken Gäste-Goalie keine Chance.

Tore: 0:1 (7:57) Berk (Zeh, Derichs), 1:1 (31:50) Preuße (Nickel, Schmunk), 1:2 (38:45) Ziegenhan (J. Wronecki, Klauck), 2:2 (43:07) Preuße (Horstbrink, Köhne), 3:2 (53:20) Klein (Preuße, Nickel). Strafen: Herford 37 + Spieldauer (Martens) + Spieldauer (Göldner) + Matchstrafe (Schmunk), Bergisch Gladbach 37 + Spieldauer (J. Wronecki) + Spieldauer (M. Wronecki) + Matchstrafe (Zeh). Zuschauer: 601.

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