Ice Dragons müssen auch gegen Darmstadt nachsitzen

Ice Dragons müssen auch gegen Darmstadt nachsitzenIce Dragons müssen auch gegen Darmstadt nachsitzen
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Dabei fingen die Ice Dragons an wie die Feuerwehr. Von der ersten Minute an wurden die Gäste in ihrem Drittel eingeschnürt, Eike Busch im Tor der Darmstädter konnte sich nicht über Arbeitsmangel beklagen. Die Gäste verteidigten mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, versuchten nur, nicht in Rückstand zu geraten. Erst in der sechsten Spielminute kamen sie erstmals vor das Herforder Tor. Bis dahin hatte Eike Busch schon mindestens zehn „hundertprozentige“ Torchancen vereitelt, und er hielt dem Herforder Dauerdruck weiterhin stand. In der 17. Spielminute konnten die Herforder Anhänger dann erstmals jubeln. Josh Piro zog im Powerplay aus spitzem Winkel ab, Busch ließ zur Seite prallen und Alex Seel stocherte den Abpraller über die Linie. Eine gute Minute später war dann Adrian Saul nach einem öffnenden Paß von Michael Reim allein auf weiter Flur, narrte Busch und vollendete mit einem Rückhandschlenzer zum 2:0. Weiter machten die Ice Dragons Druck, trafen jedoch nicht mehr, so dass es zur Pause beim 2:0 blieb.

Auch im zweiten Drittel begannen die Ice Dragons mit Dauerdruck, ließen jedoch die Zielstrebigkeit vorm Tor vermissen. Sie versuchten zu häufig, die Scheibe durch schöne Spielzüge ins Tor zu tragen, anstatt den Abschluß zu suchen. So war es immer wieder ein Paß zuviel, bis dann ein gegnerische Spieler seinen Schläger dazwischen bekam. Selbst in Unterzahl dominierten sie das Spiel, bis zur 32. Minute. In Unterzahl fuhren die Ice Dragons einen Angriff, ein schlecht gezielter Pass prallte von Piros Schlittschuh auf die Kelle von Noel Johnson, der spielte den durchstartenden Gerhard Engler an und der wiederum lief alleine auf Lamers zu und ließ ihm keine Chance. Auf einmal war ein Bruch im Herforder Spiel, Nervosität kam auf. Die führte dann unweigerlich zu weiteren Strafen. In der 36. Minute waren die Ice Dragons erneut in Unterzahl, als die Scheibe über Gerhard Engler und Adrian Parejo zu Jan Nissen an der blauen Linie kam. Pass und Schussweg waren zugestellte, so dass er die Scheibe einfach richtung Tor lupfte. Da Lars Morawitz, der in der 33. Minute für Lamers ins Tor kam, die Sicht verstellt war, sah er nicht, wie sich die Scheibe richtung Pfosten senkte und konnte nicht mehr reagieren, als sie vom Pfosten ins Tor prallte. Die Gäste hatten mit wenigen Chancen ausgeglichen. Die Ice Dragons verloren nun völlig den Faden, hielten nur noch die Gäste vom Tor weg, so dass es mit diesem 2:2 in die letzte Pause ging.

Das letzte Drittel war eine Kopie des ersten Drittels. Wieder lief Angriff um Angriff aufs Gästetor. In der 45. Minute dann klappte es doch ein mal. Wieder war es ein Schuss von Josh Piro, den Eike Busch nur prallen lassen konnte, den Rebound nutze André Schäfer zu einem überlegten Schlenzer ins lange Eck, die Ice Dragons führten wieder. Doch die Führung hielt nicht lange. Die Gastgeber wollten mit Gewalt ein weiteres Tor erzielen, verzettelten sich dabei jedoch zu häufig. So auch in der 48. Minute, als die Ice Dragons in Überzahl die Scheibe im gegnerischen Drittel vertändelten und Adrian Parejo auf einmal alleine vor Morawitz auftauchte. Diese Chance ließ er sich nicht entgehen, und netzte zum Ausgleich ein. Anschließend lieferten die Gäste eine Abwehrschlacht mit vereinzelten Kontern, während die Ice Dragons die Scheibe selbst am bereits geschlagenen Torwart nicht vorbei bringen konnten. Die Minuten verrannen und die Ice Dragons rannten an. Insgesamt 25 Schüsse prasselten im letzten Drittel aufs Tor von Eike Busch. Doch es fiel bis zum Schluss kein weiterer Treffer. Wieder mussten die HEV Cracks ins Penaltyschießen. Dort lief der Darmstädter Christian Wehner als Erster an, fand aber in Lars Morawitz seinen Meister. Dann startet André Schäfer für den HEV und verwandelte trocken durch die Beine von Busch. Als auch Noel Johnson an Morawitz scheiterte, glaubten die Fans, das Adrian Saul nun den Siegtreffer erzielen würde. Doch der Kanadier scheiterte an Busch, so dass es nochmal an Lars Morawitz lag. Mit einem riesen Reflex entschärfte Lars Morawitz den Versuch von Adrian Parejo und sicherte damit den Zusatzpunkt für den HEV.

Tore: 1:0 (16:19) Seel (Piro/5-4), 2:0 (17:40) Saul (Reim), 2:1 (31:29) Engler (Johnson/5-4), 2:2 (35:35) Nissen (Parejo, Engler/5-4), 3:2 (44:03) Schäfer (Piro), 3:3 (47:09) Parejo (4-5), 4:3 (60:00) Schäfer (entscheidender Penalty). Strafen: Herford 16, Darmstadt 22.

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