Höhenflug zunächst einmal gestoppt

Favorit war eine Nummer zu großFavorit war eine Nummer zu groß
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Erst nach sechs Siegen in Folge war der Höhenflug des Neusser EV zu stoppen. Die Dinslakener Kobras nutzten die günstige Gelegenheit und wahrten mit dem 6:2 (3:1, 1:1, 2:0)-Sieg über eine Neusser Rumpftruppe ihre Play-off-Chance.

Neben den verletzten Boris Fuchs und Gilbert Schröder sowie dem gesperrten Daniel Hatterscheid mussten die Neusser auch auf den grippekranken Daniel Pering verzichten. Um zumindest gelegentlich mit einer dritten Sturmreihe für Entlastung sorgen zu können, verstärkte man sich mit Kevin Heller und Tim Gralla, die tags zuvor noch großen Anteil am 8:7-Sieg der Neusser Junioren über die Ratinger Ice Aliens hatten. Dass die Partie in Dinslaken unter keinem guten Stern stehen würde, sollte jedoch schon früh klar werden. Die aufgrund der Ausfälle durcheinander gewürfelten Reihen hatten ihre liebe Mühe mit den Traberstädtern, die trotz der finanziellen Probleme ihres Vereins Vollgas gaben. Zwar konnte Evgenij Kozhevnikov die verdiente Führung der Gastgeber nach 14 Minuten ausgleichen, mit einem Doppelschlag innerhalb von 29 Sekunden nutzten die Kobras jedoch die großen Lücken in der zuletzt so stabilen NEV-Defensive aus. Auch in der Offensive agierten die Neusser verständlicherweise nicht so zielstrebig wie gewohnt, auch wenn man in der Schlussphase des ersten Drittels den Druck etwas erhöhen konnte. In der zunehmend kampfbetonten Partie füllten sich anschließend die Strafbänke beider Mannschaften, wovon allerdings keine der beiden Seiten profitierte. Der Anschlusstreffer durch Kai Oltmanns gab dem NEV dann zwar sichtbar Auftrieb, bei weiteren guten Möglichkeiten klebte den Neussern jedoch das Pech am Schläger. Zu einem psychologisch denkbar ungünstigen Zeitpunkt markierte Dinslakens Christian Sohlmann dann seinen dritten Treffer des Abends und stellte so den alten Abstand wieder her.

Obwohl im letzten Abschnitt auch noch Evgenij Kozhevnikov verletzt passen musste, bewies die NEV-Rumpftruppe Moral und versuchte noch einmal alles, agierte dabei jedoch zu ineffektiv, was nicht zuletzt an Dinslakens Torhüter Dennis Kohl lag, der seinem Team mit einigen Paraden den Vorsprung sicherte. Als Benjamin Musga zehn Minuten vor dem Ende für die zwischenzeitlich kaum noch offensiv in Erscheinung getretenen Kobras traf, war die Partie zugunsten der Gastgeber entschieden, die somit im Rennen um die Play-off-Plätze bleiben. Durch den freitäglichen Sieg hat der NEV seinerseits schon eine Hand am

Halbfinal-Ticket und steht damit vor der Krönung einer äußerst erfolgreichen Endrunde.

Tore: 1:0 (7:52) Sohlmann (Tsvetkov/4-4), 1:1 (14:12) Kozhevnikov (Ernst/5-4), 2:1 (14:29) Di. Schmitz (Schmetz, Nimako), 3:1 (14:58) Sohlmann (Haßelberg), 3:2 (35:38) Oltmanns (Kozhevnikov, H. Schrills), 4:2 (39:24) Sohlmann (Vanek), 5:2 (50:12) Musga (Nimako), 6:2 (55:10) Nimako (Haßelberg, Sohlmann/4-4).

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