„Höhe des Sieges war nicht wichtig“TSV Schott Mainz

„Höhe des Sieges war nicht wichtig“„Höhe des Sieges war nicht wichtig“
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Denn ungefährdet waren zwar die drei Punkte, nicht aber die Gesundheit der Spieler. „Ab dem zweiten Drittel haben die Neuwieder mit teilweise gefährlichen Fouls angefangen und dafür viele Strafen bekommen“, sagte Nosek. In der ersten Drittelpause habe er seinen Wölfen zusammen mit Trainer Alexey Gebel eingebläut, sich nicht von den Attacken der Hausherren provozieren zu lassen. „Damit das Spiel nicht in Schlägereien eskaliert“, so Nosek. Allerdings musste der Mainz Verteidiger Viktor Brauer mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe im zweiten Spielabschnitt vorzeitig unter die Dusche. Igor Engelmann kassierte auf Seiten des EHC im Schlussdrittel gar eine Matchstrafe wegen Checks von hinten. Die Wölfe hatte leider einige Verletzte zu beklagen: Spielertrainer Gebel erwischte es an der Leiste, Witali Wölk (blutende Nase nach Kopftreffer) musste sich auf der Rückreise in einem Krankenhaus in Taunusstein behandeln lassen, Martin Sagula zog sich bei einem Stockcheck ebenfalls eine Nasenverletzung zu, und Kapitän Stefan Eisenträger blieb nach einem Bandencheck zunächst auf dem Eis liegen. „Das hätte ganz böse enden können“, war Nosek um  das Wohlergehen seiner Spieler besorgt.

Somit trat das Sportliche etwas in den Hintergrund. Dabei zeigte sich Mainz insbesondere im ersten Drittel glänzend aufgelegt. Sagula, Nicolas Johansson, zweimal Vaclav Cimburek und Gebel schossen eine komfortable 5:1-Führung heraus. „Der Trainer hat die Mannschaft in der ersten Pause für die beste offensive Leistung der Saison gelobt“, sagte Teammanager Nosek. Und auch defensiv ließ Mainz wenig anbrennen. Lediglich einmal musste Mathias Fach, der diesmal für Marc Stromberg ran durfte, in jedem Drittel hinter sich greifen. Die gezeigte Souveränität war umso erstaunlicher, als die Gäste mit lediglich zwölf Feldspielern angetreten waren. Sonntagvormittag hatte auch Michael Horcicka wegen Krankheit passen müssen. Für ihn sprang Youngster Artur Mustaf aus dem eigenen Nachwuchs ein.

„Ich habe den Jungs gesagt: Die Höhe des Sieges ist heute nicht wichtig. Seht lieber zu, dass ihr heil nach Hause kommt“, so Nosek. „Am nächsten Wochenende spielen wir ein ganz wichtiges Pokalspiel in Zweibrücken, dort wird jeder einzelne gebraucht.“ Dann gilt es, den Vorsprung aus dem 12:8-Hinspielerfolg zu verteidigen. Man kann nur hoffen, dass die angeschlagenen Akteure über gutes Heilfleisch verfügen.

Tore: 0:1 (6.) Sagula (Gebel), 1:1 (11.) Landi (Hartel), 1:2 (14.) Johansson (Sagula), 1:3 (15.) Cimburek, 1:4 (17.) Cimburek, 1:5 (20.) Gebel (Brauer), 2:5 (26.) Kley, 2:6 (28.) Eisenträger (Cimburek), 2:7 (30.) Gebel (Johansson), 2:8 (42.) Gebel (Sagula, Wilmen), 3:8 (55.) Hartel (Hergt), 3:9 (60.) Johansson (Sagula). Strafen: Neuwied 28 + 5 + Matchstrafe (Engelmann) + 10 (Walther, Hergt), Mainz 16 + 5 + Spieldauer (Brauer) + 10 (Sagula).

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