Herforder Befreiungsschlag: 11:2 gegen Wiehl

Angstgegner Grefrath geschlagen – aber Pokalsieg verpasstAngstgegner Grefrath geschlagen – aber Pokalsieg verpasst
Lesedauer: ca. 2 Minuten

Dem Herforder EV gelang in der Verbandsliga Pokal-Begegnung gegen den TuS Wiehl vor gut 300 Zuschauern nach zuletzt eher durchwachsenen Leistungen mit einem 11:2-Kantersieg (3:1, 3:0, 5:1) der erhoffte Befreiungsschlag. Die Wiehl Penguins brachten sich dagegen durch ihr zum Teil überhartes Spiel und die daraus resultierenden Strafzeiten auf die Verliererstraße. Durch den Sieg zog der HEV in der Pokalrunde an Wiehl vorbei und mit den drittplatzierten Siegerländern gleich, die ihr Spiel gegen Dinslaken zeitgleich verloren.

Die Gäste erwischten den besseren Start ins Spiel und schossen gleich in der ersten Spielminute Kai Frenzel im Herforder Gehäuse mit einigen Schüssen aus guter Position warm. Obwohl die Ice Dragons im Anschluss die Initiative übernahmen, fiel das erste Tor für Wiehl: Frank Clever passt in eigener Unterzahl auf den durchgestarteten Markus Joosten, der Frenzel verlädt und die Scheibe im leeren Gehäuse einschiebt. In der Folge erarbeiteten sich die Herforder einen immer größeren Spielanteil, begünstigt durch Wiehler Strafzeiten. Der körperbetonten und zum Teil regelwidrigen Spielweise der Penguins fiel Alexander Gaal, der in der 11. Minute nach einem Bandencheck verletzt das Eis verlassen musste, zum Opfer. So fielen die Tore zum Ausgleich durch Michael Reim und zum 3:1 Drittelendstand durch Uwe Geiselmann in numerischer Überlegenheit. Das zwischenzeitliche 2:1 markierte Matthias Wolff mit einem sehenswerten Rückhandschlenzer unter das Dach des von Alexander Neurath gehüteten Tores.

Nach nur gut drei Minuten des Mittelabschnittes musste Neurath erneut hinter sich greifen, nachdem Andreas Martens Maß nahm und den Puck zum 4:1 zielgenau ins linke Eck seines Gehäuses hämmerte. Das bereits vorentscheidende 5:1 für die spielerisch weit überlegenen Gastgeber besorgte nur zwei Minuten später Christian Jabs durch einen Schuss, der seinen Weg durch Freund und Feind ins Wiehler Gehäuse fand. Herford ließ im weiteren Verlauf des Drittels etwas die Effizienz vermissen, jedoch fehlten Wiehl die Mittel dagegenzuhalten. Zum Ende des Spielabschnitts sorgte Reim mit einem fulminanten Sonntagsschuss von der blauen Linie ins lange Eck zum 6:1 noch einmal für ein Ausrufezeichen.

Das letzte Drittel wurde bestimmt von einer Strafzeiten-Flut von insgesamt 78 Strafminuten. Vor allem die Penguins, auf die allein 68 Strafminuten entfielen, ließen ihrem Frust freien Lauf, so dass das Spiel Fünf gegen Fünf die Ausnahme wurde. Folgerichtig entsprangen alle Tore im Schlussdrittel (Viktor Trippel zum 7:1, Marcel Wilthelm 7:2, Florian Kiel 8:2, Geiselmann 9:2, Martens 10:2, Jabs 11:2) eigenen Powerplay-Situationen. Gegen Spielende eskalierte die längst entschiedene Partie durch zahlreiche kleinere Faustkämpfe, die die Strafzeitenstatistik auf dem Spielberichtsbogen schließlich überquellen ließ.

Tore: 0:1 (3:59) Joosten (Clever/5-4), 1:1 (8:47) Reim (Marchel, Geiselmann/5-4), 2:1 (9:40) Wolff (Geiselmann), 3:1 (16:49) Geiselmann (Bohle/5-3), 4:1 (23:33) Martens (Horstbrink), 5:1 (25:32) Jabs (Schäfer, Rudolph) 6:1 (39:24) Reim (Geiselmann), 7:1 (41:20) Trippel (Horstbrink, Becker/5-4), 7:2 (49:08) Wilthelm (Joosten/4-5), 8:2 (51:22) Kiel (Jabs, Rudolph/5-4) 9:2 (56:51) Geiselmann (Wolff/5-4) 10:2 (58:11) Martens (5-4) 11:2 (59:38) Jabs (Preuße, Becker/5-4). Strafen: Herford 20 – Wiehl 36 + 50 (Höffer 10+20, Wilthelm 10, Sascha Schmitz 10). Zuschauer: 300. (Jens Radulovic)

Jetzt die Hockeyweb-App laden!