Herford im Finale – Soest aufgestiegen

Angstgegner Grefrath geschlagen – aber Pokalsieg verpasstAngstgegner Grefrath geschlagen – aber Pokalsieg verpasst
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Über 500 Zuschauer waren in der Eishalle im kleinen Felde, darunter mehr als 80 aus Soest, die auf einen Sieg der Ice Dragons hofften, um ihrerseits den Aufstieg feiern zu können. Und sie bekamen die Möglichkeit zu feiern, denn am Ende hatte der Herforder EV gegen den Neusser EV 1b in einer recht fairen Partie mit 11:1 ganz deutlich die Nase vorn. Damit sorgten sie neben dem eigenen Finaleinzug dafür, dass Soest der Aufstieg in die Verbandsliga NRW nicht mehr zu nehmen ist.

Ein bis zwei Minuten dauerte die Abtastphase im ersten Drittel, beide Team erarbeiteten sich anfangs keine Chancen. Doch dann fingen die Ice Dragons an zu marschieren, wollten den Gästen aus Neuss zeigen, wer Herr im Hause ist. Chancen über Chancen erarbeiteten sie sich, einzig Christian Peußer im Tor der Gäste wollte nicht so ganz mitspielen. Doch irgendwann war es dann soweit, die Scheibe schlug ein. Es waren knapp 15 Minuten gespielt, als Jan-Niklas Linnenbrügger Sebastian Köhne anspielte, der dann die Scheibe für Tim Horstbrink auflegte. Und der wiederum fand endlich einen Weg vorbei an Christian Peußer, es stand 1:0. Die Ice Dragons wollten sich damit aber nicht zufrieden geben, machten weiter Druck. Noch 14 Sekunden waren im ersten Drittel zu spielen, als es dann wieder klingelte. Und wie! Über Florian Kiel und Andreas Martens kam die Scheibe zu André Schäfer, der von der blauen Linie abzog. Die Scheibe ging genau oben rechts in den Winkel, die Berührung des Pucks mit dem Gestänge des Tores war im ganzen Stadion durch ein deutliches „Pling“ zu vernehmen.

Im zweiten Drittel drehten die Ice Dragons dann noch mehr auf. Die 23 Minute lief, als Tim Horstbrink nach einer schönen Vorarbeit von Gordon Nickel und Michael Reim zum 3:0 vollstreckte. Anschließend gab es allerdings einen leichten Bruch im Kombinationsspiel der Ice Dragons, Neuss kam so nun öfter vor das Herforder Tor. Dann allerdings kamen verrückte 67 Sekunden, in denen das Spiel entschieden wurde. Die Uhr zeigte 32:50 als Patrick Preuße diese Phase Minute eröffnete. Bedient von Lucas Klein und Nils Bohle erhöhte er in Überzahl auf 4:0. Nur zwölf Sekunden später war dann erneut Tim Horstbrink zur Stelle. Und wieder nur 15 Sekunden später, war es Jan-Niklas Linnenbrügger, der auf 6:0 erhöhte. Gäste-Goalie Christian Peußer war nun vollends aus der Fassung gebracht, so dass Patrick Preuße, diesmal nach 40 Sekunden, zum 7:0 einnetzten konnte. Doch das Drittel war noch nicht zu Ende, die Ice Dragons legten nach. In der 37. Minute waren die Ice Dragons zwar in Unterzahl, aber trotzdem spielerisch überlegen. Mit einer Kombination über Michael Reim und Lucas Klein kam die Scheibe von der rechten Bande auf die lange Ecke, von wo Patrick Preuße vollstreckte. Und auch beim nächsten Tor war Herford in Unterzahl. Es lief die 40. Minute, als Slava Koop Gordon Nickel auf die Reise schickte, der alleine auf den Torwart zulief und diesem keine Chance ließ. Es stand nun 9:0 und ging in die letzte Pause.

Im letzten Drittel blieben wurden die Torhüter beider Teams gewechselt, für Frenzel im Herforder Tor kam Morawitz, für den Neusser Goalie Christian Peußer kam Christoph Lojewski. Und der stand auch gleich im Mittelpunkt. Die Ice Dragons wollten das zehnte Tor, arbeiteten mit Druck darauf hin. In der 44. Minute war es soweit. Aus kurzer Distanz machte Andreas Martens das Ergebnis auf Vorlage von Dennis Schmunk zweistellig. Anschließend nahmen die Ice Dragons Tempo raus, Neuss kam nun vermehrt zu Chancen. In der 49. Minute dann kam es im Neusser Powerplay zum Gewühl vor dem Herforder Tor. Lars Morawitz war in dieser Situation zweiter Sieger, Holger Schmitz hatte den Ehrentreffer für Neuss erzielt. Patrick Preuße markierte schließlich den Endstand.

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