Herford erkämpft drei Punkte in Soest

Angstgegner Grefrath geschlagen – aber Pokalsieg verpasstAngstgegner Grefrath geschlagen – aber Pokalsieg verpasst
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Kein Spiel für Eishockeyästheten bekamen die 258 Zuschauer im Eissportzentrum Möhnesee zu sehen, dafür viel Krampf und Kampf in einer Partie auf recht schwachem Niveau. Am Ende behielten die Herforder Ice Dragons bei der Soester EG zwar mit 5:3 die Oberhand, mussten aber lange zittern, da sie aus ihrer optischen Überlegenheit ebenso wenig Kapital schlagen konnten, wie aus mannigfaltiger numerischer Überlegenheit.

Es dauerte bis zur 16. Minute, ehe das von Sören Werth gut gehütete Soester Gehäuse das erste Mal mit einem Puck gefüttert wurde. Michael Reim hatte zog auf den Kasten zu, der Torwart orientierte sich in seine Richtung und Patrick Preuße mußte beim klugen Pass seines Kapitäns nur den Schläger hinhalten. Das Bild des Spiels änderte sich nach diesem Tor nicht wirklich: Überlegenheit, aber keinerlei Effektivität bestimmte das Herforder Spiel bis zur Pause. Mit dem Pausenpfiff kam es dann doch noch zu einem „Höhepunkt“ auf dem Eis, als sich der Soester Neuzugang Hennig Werth mit dem Schiedsrichter anlegte und dafür mit einer Matchstrafe bedacht wurde.

Im zweiten Drittel wirkten die Ice Dragons dann sehr unkonzentriert, als sie aus der Kabine kamen. Nach knapp neun Minuten lag Soest plötzlich durch zwei Treffer von Sebastian Sprenger mit 2:1 in Führung. Erst mit dem 2:2 durch Slava Koop fand Herford wieder zu seiner Linie.

Im letzten Drittel dann kamen die Ice Dragons wieder mit mehr Elan aus der Kabine. Dennoch dauerte es bis zu 50. Minute, ehe eine Einzelaktion von Gordon Nickel das Herforder Team in Führung brachte. Nur zwei Minuten später dann die vermeintliche Entscheidung. In Überzahl spielten Sebastian Köhne und Andreas Martens Parick Preuße frei, der auf 4:2 erhöhte. Im Gefühl des sicheren Sieges wurde der HEV nun unachtsam. In der 55. Minute war es Jan Siering, der nach Pass von Sebastian Schulte frei vor dem Herforder Tor auftauchte und Kai Frenzel keine Chance ließ. Doch die Antwort folgte prompt. Im direkten Gegenzug zog Andreas Martens zwei Gegenspieler auf sich, legte die Scheibe ab zu Patrick Preuße und der erzielte mit seinem dritten Treffer an diesem Abend den 5:3 Endstand für den HEV.